Der verunglückte Kartoffelbrei

Einige von euch hatten es ja schon gesehen: Kartoffelbrei auf herzelieb.

Warum also der „verunglückte Kartoffelbrei“? Und wo ist der Artikel hin?

Ganz einfach:
Mein Lillekind hat „versehentlich“ auf die Taste „Veröffentlichen“ gedrückt. Und so ging die Rohfassung bzw. der Entwurf des Artikels online.

Mir kam es doch schon sehr merkwürdig vor, dass meine Tochter versuchte mich von meinem Rechner wegzulotsen. Vermutlich hat sie gemerkt, dass es nicht so geschickt war, in Mamas Abwesenheit die blaue Taste mit der Aufschrift „veröffentlichen“ zu drücken. Aber was genau jetzt passiert war, konnte sie wohl nicht recht deuten.

Das Lillekind braucht sonst nie Hilfe bei den Hausaufgaben, aber heute hatte sie ein paar sehr dringende und zeitaufwändige Fragen zum Multiplizieren (macht sie sonst blind), auch das Thema „Magnetismus“ wurde heute ausführlich erörtert. Nachdem wir gefühlte 30 Büroklammern, Metallstäbe und Nägel magnetisiert und entmagnetisiert hatten, kam sie dann auf die Idee, wir könnten doch nochmal Milchreis kochen. Als ich zu ihr sagte,   dass ich ihr nur schnell das Rezept auf meinem Blog heraus suche, ging sie gespannt mit zum Rechner. Und da sah ich es: Der Kartoffelbrei war nicht mehr im Entwurfmodus. Ich starrte auf den Bildschirm, dann dem blassen Lillekind ins Gesicht und nochmal zurück auf den Bildschirm.
Neben mir ein zaghaftes Flüstern: „Schlimm?“
Ich hab zurückgeflüstert: „Ne, ich glaub nicht…“
Das Kind flüstert weiter: „Und nu?“
Ich konnte mir nicht verkneifen, zu wispern: „Entweder du bist mit einem Jackvoll einverstanden, oder du kochst Milchreis, während ich das rückgängig mache!“
„Hab dich lieb, Mama! In 45 Minuten ist der Milchreis fertig!“, hörte ich meine Tochter mit deutlich festerer Stimme sagen und schon war sie verschwunden.
Tja, ich bin ja so bestechlich! Aber die Welt ist jetzt nicht untergegangen und der Milchreis wäre sonst auch nicht auf den Tisch gekommen.

Bevor ihr nun aber halbgaren Kartoffelbrei serviert bekommt, werde ich an dem Beitrag lieber noch ein bisschen basteln, bevor er reif ist für den Blog. Zurück in den Entwurfmodus – zuerst hübsch machen, hab ich mir gedacht.

Das Lillekind ist ganz geknickt, aber ich habe ihr gesagt, dass es gar nicht schlimm ist. Das seht ihr doch sicher genauso, oder?

Milchreis ist fertig, ich geh mein Kind knuddeln!
Alles Liebe
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

4 Kommentare

    • Gabriele, das ist ja so lieb von dir! Aber es fehlten die Bilder, die Sätze waren noch nicht so, wie ich sie möchte. Und so bin ich wenigstens zu meinem Milchreis gekommen ;)

  1. Liebe Michaela!
    Das habe ich selbst auch schon mal geschafft. Ich hatte es eilig, musste in die Arbeit,
    habe noch an einem Beitag gebastelt und in der Hektik auf „veröffentlichen“ gedrückt.
    Und dummerweise war das auch noch ein Gastbeitrag für einen anderen Blog, der zu dem Zeitpunkt noch gar nicht online war.
    Meine Freundin hat mich dann darauf hingewiesen und ich musste zusehen, dass ich das am Handy auf dem Weg zur Arbeit irgendwie wieder rückgängig machen kann… das hat mich ein paar Nerven gekostet!!! :D

    LG Viktoria

    • Liebe Viktoria,
      du tust mir grad so gut! Danke für deinen lieben Kommentar.
      Alles Liebe
      miho

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