Ich finde, dass Karotten und Orange ein Traumpaar sind. Und wenn dann auch noch Nüsse und eine leckere Creme im Spiel sind, wird’s richtig lecker! Dieser Orangen-Karotten-Kastenkuchen punktet nicht nur durch feines Orangenaroma im Teig und im Frosting, er ist auch herrlich saftig! Für mich ist Karottenkuchen ein Frühlings- oder Sommerkuchen, er gehört für uns zu Ostern und Pfingsten.

Ich freue mich immer, wenn ich den Kuchen mit den ersten Karotten aus dem eigenen Garten backen kann. Sie sind nochmal viel aromatischer als gekaufte Möhren. Aber wer Wurzeln, so heißen Karotten oder Möhren bei uns im Norden, kaufen muss, dem empfehle ich in diesem Fall, auf Bioware zurückzugreifen. Meistens haben sie tatsächlich mehr Geschmack.
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Orangen-Karotten-Kastenkuchen Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Kuchen Rezepte! Schaut euch auch den Möhren-Gugelhupf mit Frischkäsefüllung, das Morotslimpa aus Schweden oder das Hasenfrühstück – Karotten-Honig-Marmelade an.
Zutaten für den Orangen-Karotten-Kastenkuchen
3 Bio-Orangen
Für den Teig zum Orangen-Karotten-Kastenkuchen braucht ihr
250 Gramm Karotten,
1 Prise Liebe,
130 Gramm zimmerwarme Butter,
3 Teelöffel Orangenabrieb,
220 Gramm brauner Zucker,
2 Teelöffel Vanillezucker (siehe unten),
1 Prise Salz,
3 Eier (Größe M),
150 Gramm gemahlene Haselnüsse,
180 Gramm Mehl,
50 Gramm Speisestärke,
2 Teelöffel Backpulver (siehe unten),
1 Teelöffel gemahlener Zimt (siehe unten),
1 Teelöffel gemahlener Kardamom (siehe unten) und
2 Teelöffel gemahlener Ingwer.
Für das Frosting zum Orangen-Karotten-Kastenkuchen benötigt ihr
150 Gramm weiche Butter,
150 Gramm Puderzucker,
150 Gramm Frischkäse,
evtl. etwas Vanilleextrakt und
2 Teelöffel Orangenabrieb.
Zubereitung
Schaut gern weiter unten in die Tipps. Dort erkläre ich, wie man das Rezept abwandelt und wie lange der Karottenkuchen haltbar ist. Ganz unten im Beitrag verrate ich, warum viele Frosting Rezepte nicht funktionieren und was man unbedingt beachten muss.
- Zunächst alle Zutaten für den Orangen-Karotten-Kastenkuchen abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- Eine Kastenform mit Trennspray (siehe unten) einsprühen oder fetten und mit Mehl oder Nüssen ausstreuen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech in die untere der mittleren Schienen schieben.
- Dann die Orangen lauwarm abwaschen und die Schale abreiben und zur Seite stellen. Benötigt werden für den Teig drei Teelöffel vom Abrieb, für das -Topping 2 Teelöffel.
- Anschließend die Karotten dünn schälen und raspeln. Ich mache das auf der groben Seite einer Vierkantreibe (siehe unten).
- Danach die Butter, den Zucker und den Vanillezucker etwa 5 Minuten aufschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist und die Zuckerbutter weißcremig ist.
- Nacheinander erst das Salz zugeben, dann einzeln die Eier unterschlagen. Erst das nächste Ei dazugeben, wenn das erste in die Butter eingearbeitet ist.
- 3 Teelöffel vom Orangenabrieb unterheben.
- Nüsse, Mehl, Stärke, Backpulver und die Gewürze mischen und zusammen mit den geraspelten Karotten unterheben. Ich mache das mit einem Teigschaber, weil der Teig wegen des Backpulvers dann nicht mehr stark gerührt werden darf.
- Den Teig in die Kastenform füllen und den Karottenkuchen 50–60 Minuten backen. Fertig ist der Orangen-Karotten-Kastenkuchenn bei einer Kerntemperatur von 92-95 °C. Bei 90 Grad ist schön klitschig (ich mag das ja.) Ich messe meistens nach 45 Minuten das erste Mal die Temperatur mit einem Thermometer (siehe unten).
Ich lasse den Kuchen ungefähr 10 Minuten in der Form abkühlen, dann stürze ich ihn und lasse ihn auf einem Backgitter (siehe unten) vollständig auskühlen.
Für das Frosting zum Orangen-Karotten-Kastenkuchen:
- Die Butter in der Küchenmaschine (siehe unten) schaumig schlagen.
- Den Puderzucker in 3 Portionen zugeben und zwischen den Gaben auf höchster Stufe jeweils 2-3 Minuten aufschlagen, damit sich alles schön löst und eine feste Buttercreme entsteht.
- Dann die 2 Teelöffel Orangenabrieb und den Vanilleextrakt unterrühren.
- Danach kalten Frischkäse zugeben und einarbeiten. Dabei höchstens 10 Sekunden rühren, am besten macht man das mit einem Teigschaber. (Ansonsten hat man Frischkäsesuppe, die nie wieder fest wird.)
- Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Das Frosting in einen Spritzbeutel (siehe unten) mit Sterntülle füllen. Ich verwende am liebsten Einweg-Spritzbeutel (siehe unten)! Sehr weiches Orangenfrosting bis zu 30 Minuten kühlen, ansonsten direkt auftragen.
Den ausgekühlten Orangen-Karottenkuchen mit dem Frosting verzieren, kühlen und dann servieren.
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Tipps für den Orangen-Karotten-Kastenkuchen
Ich verwende Weizenmehl Typ 550 für diesen Karottenkuchen, aber genauso gut funktioniert das Rezept mit Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl Typ 630. Wenn es unbedingt sein muss, kann man auch Vollkornmehl verwenden, aber ich bin da wirklich kein Freund von.
Die Haselnüsse in diesem Orangen-Karotten-Kastenkuchen ersetze ich unheimlich gerne mit gemahlenen Walnüssen oder Pekannüssen. Das man sie nicht fertig gemahlen kaufen kann, mache ich das selbst. Ganz wichtig ist, dass man nur in sehr kurzen Pulsen mahlt. Es darf auf keinen Fall Öl austreten.
Tatsächlich verwende ich für diesen Kuchen ganz gern Bio-Karotten. Ich wasche sie nur gründlich und schäle sie nicht, bevor ich sie raspel. Bio-Karotten dürfen weder vor noch nach der Ernte behandelt werden.
Bitte unbedingt Bio-Zitronen verwenden! Es ist ein großer Unterschied zwischen unbehandelten Früchten und Biofrüchten. Biofrüchte dürfen weder vor noch nach der Ernte gehandelt werden. Unbehandelt bedeutet, dass die Früchte nach der Ernte nicht mehr behandelt werden dürfen. Vor der Ernste kommen aber Pestizide, Herbizide und sonstige -zide zum Einsatz.
Ich finde, dass frischer, gemahlener Ingwer noch ein bisschen mehr Geschmack in den Kuchen bringt als trockener, gemahlener Ingwer aus dem Gewürzstreuer. Ein Esslöffel davon ist genau richtig!
Wer möchte, kann den heißen Orangen-Karotten-Kastenkuchen mit Orangenlikör tränken. Dazu mit einem Schaschlikspieß einfach einige Löcher in den Kuchen stechen und den Likör aufträufeln. Bitte nicht zu viel Likör verwenden, denn dann wird der Kuchen schnell matschig.
Auf keinen Fall ist für dieses Rezept eine Halbfettbutter oder streichfähige Butter geeignet. Ganz abgesehen davon, dass ich auch überhaupt kein Fan von Margarine bin, verwende ich zum Backen grundsätzlich Sauerrahmbutter. Es ist egal, welche Sorte verwendet wird.
Wer keinen braunen Zucker hat, kann sehr gern auch ganz normalen weißen Kristallzucker verwenden. Auch Puderzucker ist geeignet.
Haltbar ist dieser Orangen-Karotten-Kastenkuchen etwa 3-4 Tage. Bitte gut verpacken und gekühlt aufbewahren. Das muss nicht im Kühlschrank sein, der Keller ist genauso gut geeignet. Einfrieren ist auch möglich – dann aber bitte ohne das Frosting! Das Frosting bereite ich dann zu, wenn ich den Kuchen aufgetaut habe.

Was sind wichtigsten Tipps für das Frischkäse-Frosting?
Rezept Frischkäse-Frostings stammen meistens aus den USA. Hier, für den Orangen-Karotten-Kastenkuchen, ist es an deutsche Verhältnisse angepasst, denn unsere Frischkäsesorten unterscheiden sich schon sehr von Sorten in den Staaten.
Deutscher Frischkäse enthält selbst in der Doppelrahmstufe mehr Wasser und weniger Fett. Deswegen ist es wichtig, WIE man das Frosting macht. Der wichtigste Punkt ist, dass der Zucker zuerst in der Butter gebunden wird, und dazu muss man beides sehr, sehr lange rühren. Würde man ihn direkt zum Frischkäse geben, ist der Zucker hydrophil: Er zieht das Wasser aus dem Käse und alles wird sehr, sehr flüssig.
Für die Österreicher: Staubzucker ist nicht so fein wie Puderzucker. Also entweder nochmal mahlen oder sehr viel länger rühren bis sich alles aufgelöst hat.
Ich kann euch nur empfehlen, dieses Orangen-Karotten-Kastenkuchen Rezept mal nachzubacken. Er ist so herrlich saftig durch die Kombination von Karotten und Haselnüssen. Die Frische durch das Orangenaroma bringt den besonderen Kick. Besonders liebe ich, dass er auch einige Tage so saftig bleibt. Er schmeckt auch ganz ohne Frischkäse-Frosting und mit einem tüchtigen Schlag Sahne.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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