Apfelkissen Rezept – saftige Apfeltaschen selber backen

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Apfelkissen oder Apfeltaschen sind für mich pures Glück. Ich habe sie schon als Jugendliche geliebt und sie in diversen Fastfood Restaurants gekauft. Das Geniale war, dass sie immer warm genauer gesagt heiß waren, wenn man sie kaufte, und ein Vorteil war, dass sie auch kalt schmeckten. Irgendwann war mir das aber nicht mehr genug und ich stellte fest, dass sie selbstgemacht noch sehr viel besser schmecken. Außerdem sind sie nicht schwer zu backen. Seither gibt es bei uns Apfelkissen – besonders gerne in der Winterzeit. 

Drei goldbraune Apfeltaschen, bestäubt mit Puderzucker, dekoriert mit einem Apfelviertel und zwei roten Äpfeln im Hintergrund. Daneben liegt ein silberfarbenes Puderzuckersieb.

Apfelkuchen ist für mich im Winter das Nonplusultra! Der saure Apfel ist so lecker zu dem süßen Hefeteig und in der kalten Jahreszeit passt gerade Zimt perfekt dazu. Das ist für mich ein Stück Gemütlichkeit, und so streicheln die Apfelkissen die Seele noch ein kleines bisschen mehr. Der Ofen bleibt bei diesem Rezept kalt, die kleinen Apfeltaschen werden frittiert. Die Apfelfüllung wird vorgekocht, das reduziert die Garzeit in der Fritteuse – die Hülle wird knusprig und muss gerade so lange im Fett bleiben, bis sie goldbraun ist. Lest das Rezept und die Tipps danach einmal komplett, bevor ihr startet – dann gelingt auch dieses Apfelkissen Rezept ganz sicher!

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Apfelkissen Rezept – saftige Apfeltaschen

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Selbstgemachte, goldbraun gebackene Apfeltaschen liegen auf einem weißen Holzbrett. Dekoriert sind sie mit einem roten Apfel, einem silberfarbenen Puderzuckersieb und einer weiteren Apfeltasche im Hintergrund.Zutaten für die Apfelkissen

Für den Hefeteig braucht ihr 
130 ml Milch (zimmerwarm), 
1/2 Würfel frische Hefe, 
75 Gramm Zucker, 
350 Gramm Weizenmehl Typ 550, 
4 Gramm Salz, 
70 Gramm weiche Butter und 
1 Ei Größe M.

Für die Apfelfüllung braucht ihr 
300 Gramm saure Äpfel, 
50 Gramm Zucker, 
1/4 Teelöffel Kardamom (siehe unten) oder Zimt (siehe unten)
1 Prise Liebe und 
1 Teelöffel Speisestärke.

Zubereitung

  1. Zunächst alle Zutaten für die Apfelkissen abwiegen, abmessen und bereitstellen.
  2. Die Milch in die Rührschüssel einer Küchenmaschine gießen und die Hefe und den Zucker darin auflösen.
  3. Einige Esslöffel Mehl unterrühren und kurz zur Seite stellen.
  4. In der Zwischenzeit  das restliche Mehl mit dem Salz vermischen.
  5. Die Mehlmischung auf die anderen Zutaten schütten.
  6. Dann die Butter in kleinen Stückchen und das Ei dazugeben und alles in der Küchenmaschine (siehe unten) zunächst bei niedriger Geschwindigkeit etwa 3 Minuten lang vermischen.
  7. Dann die Maschine für 7 Minuten auf mittlere Geschwindigkeit schalten und einen glatten Hefeteig herstellen.
  8. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde gehen lassen. Während der Gehzeit zweimal in alle Richtungen dehnen und falten. 
  9. Während der Gehzeit die Äpfel für die Apfelkissen schälen, entkernen und klein würfeln.
  10. Danach die Apfelwürfel zusammen mit dem Zucker und dem Kardamom aufkochen und 2-3 Minuten weiterköcheln.
  11. Die Speisestärke in sehr wenig kaltem Wasser auflösen, einrühren und nochmals zum Kochen bringen.
  12. Anschließnend die Apfelfüllung vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Ich rühre die Apfelmasse nur vorsichtig mit meinem dänischen Schneebesen (siehe unten), um die Stücke nicht zu klein zu zerdrücken.
  13. In einem großen Topf bzw. einer Cocotte oder der Fritteuse 1,5 Liter Öl auf 180 °C erhitzen.
  14. Nach der Gehzeit die Arbeitsfläche leicht mehlen.
  15. Den Teig in 4 Stücke teilen und jedes Teilstück mit einer Teigrolle (siehe unten) dünn ausrollen (24×12 Zentimeter).
  16. Dann 6 Rechtecke mit den Maßen 8×6 Zentimeter schneiden.
  17. Auf 3 Teig-Rechtecke jeweils einen Teelöffel der Apfelfüllung geben.
  18. Die Ränder mit etwas Wasser bestreichen.
  19. Anschließend mit den verbliebenen 3 Teigstücken die Rechtecke abdecken und die Ränder gut verschließen.
  20. Die Apfelkissen in das heiße Fett geben und in etwa 2 Minuten auf der einen Seite braun backen, dann wenden und von der anderen Seite ausbacken.
  21. Danach herausnehmen, abtropfen lassen und auf ein Stück Küchenpapier legen, damit das Fett aufgesaugt wird.
  22. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren, bis die 12 Apfeltaschen fertig sind. Mit Puderzucker bestäuben und dann servieren.

Am besten schmecken die Apfelkissen frisch aus dem Ofen oder  lauwarm, aber sie sind auch kalt sehr lecker und dann sogar zum Mitnehmen geeignet. 

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Tipps für die Apfelkissen

Die Apfelkissen halten sich gut gekühlt und verpackt 2–3 Tage und ihr könnt sie einfrieren. Nach dem Auftauen knuspern wir sie auf unserem dänischen Flachtoaster auf.

Selbstverständlich könnt ihr die Apfeltaschen auch mit Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl Typ 630 backen. Dinkel-Hefeteig bitte nur 2/3 der Zeit kneten!

Zum Frittieren verwende ich hartes Pflanzenfett, dass im Block verkauft wird, fast lieber als Öl. Achtet darauf, dass „nicht gehärtet“ darauf steht, denn es gibt Pflanzenfette, die sind von Haus aus fest und diese werden dann nicht künstlich gehärtet.  Eine besonders geschmackvolle Alternative zum Frittierfett für die Apfelkissen ist natürlich Butterschmalz – leider ist das sehr teuer.

Noch besser schmecken die Apfeltaschen mit einer Glasur. Dafür braucht ihr 125 g Puderzucker, 35 ml Zitronensaft, 1 EL saure Sahne. Anrühren und die Apfelkissen damit bestreichen. 

Am besten sind saure Äpfel wie Boskoop für diese kleinen Apfelkuchen geeignet. Wenn ihr süßere Äpfel verwendet, braucht ihr weniger Zucker. Ich gebe dann allerdings einige Spritzer Zitronensaft dazu. 

Im Vordergrund liegen zwei goldbraun gebackene Apfeltaschen, bestäubt mit Puderzucker. Im Hintergrund sind ein Becher Kaffee, ein roter Apfel und ein Puderzuckersieb aus Metall zu sehen.

 

Apfelkissen sind nicht nur was zum Nachmittagskaffee, sie sind auch super fürs Buffet. Diese kleinen Apfelkuchen machen ein bisschen Arbeit – aber ganz ehrlich – wenn ihr den Bogen raushabt, dann geht es ganz flott von der Hand. 

Guten Appetit und alles Liebe,
miho

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4 Comments

  1. Liebe Michaela
    Das klingt nach einem wunderbaren Rezept. Kann man statt der Fritöse auch einen Airfryer zum ausbacken nehmen?
    Herzliche Neujahrsgrüße
    Nicola

    • Hallo Nicola,

      probier es aus, mein Rezept ist für die Fritteuse und der Fettgeschmack gehört zu diesen Kissen.

      Ich würd mich freuen, wenn du mir schreibst, ob es geklappt hat.

      Alles Liebe,
      miho

  2. Liebe Michaela,
    Herzliche Neujahrsgrüße und danke für deine tollen Rezepte, ich habe schon vieles ausprobiert und es hat lecker geschmeckt. Mein 85. jähriger Vater hat sich sehr über das Futtjens Rezept gefreut. Meine Vorfahren kommen aus der Nähe von Husum und er liebt die Küche von dort oben. Jetzt leben wir in Ostfriesland und es gibt bei uns traditionell Neujahrskuchen, sog. Rullekes.
    Da ich kein Gluten mehr darf, ist es mit den Rezepten nicht immer so einfach.
    Hättest du einen Vorschlag für diese leckeren Apfelkissen?
    Ich habe ein gut funktionierendes Berliner Rezept, sollte ich das nehmen? Der Teig darf ja nicht zu trocken sein aber andererseits auch nicht so weich, dass die ganze Füllung rausausfällt.
    Ich habe lange getüftelt, bis ich ein Rezept hatte, welches sich gut formen lässt und gleichzeitig nicht zu trocken ist. Danke schon mal und einen tollen Start ins neue Jahr.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      Menschen mit Zöliakie wissen eigentlich immer, wie sie Zutaten ersetzen. Ich kann dir da leider keinen Rat geben, ich würde es mit einer handelsüblichen Allzweck-Mehlmischung ohne Gluten versuchen und wahrscheinlich muss etwas mehr Wasser zugegeben werden. Aber da muss man experimentieren.

      Viele Grüße,
      miho

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