So eine Geflügelpfanne mit Reis ist immer schnell gemacht und Curry-Schmand-Hähnchen mögen wir besonders, weil das Rezept dafür so herrlich flexibel ist. Schon in der Grundversion finde ich das Gericht zum Reinlegen. Mit wirklich einfachen Zutaten entsteht ein Mittagessen, das meine Familie liebt. Ich bin ja ein großer Fan von Gerichten, die mit Curry gewürzt sind, mein Mann betont aber jedes Mal, dass Curry „nicht sein Ding“ ist. Innerlich schmunzele ich dann immer, wenn er gerade bei diesem Geflügelgericht noch mal Nachschlag nimmt. Nun gut. Ist ja auch lecker. Ich habe es mir abgeschminkt, dass für den nächsten Tag was übrigbleiben könnte, wenn ich nicht gleich die 1,5 fache oder doppelte Menge koche.

Das Rezept verzeiht so einiges. Man kann Zutaten super ersetzen und das nutzen, was ohnehin gerade im Kühlschrank ist. Asiatischer geht immer mit ein paar Handgriffen oder typischen Zutaten, die man ergänzt. Schärfer? Kein Problem. Anderes Geflügelfleisch als Hähnchen? Gar kein Thema. Und was so richtig gut passt, ist eine fruchtige Komponente. Fürs Erste kann ich aber mein Curry-Schmand-Hähnchen Rezept so, wie es ist, empfehlen. Beim nächsten Mal könnt ihr dann mit dem Abwandeln loslegen. Ich koche jedes Rezept, das mir in die Finger kommt und das ich das erste Mal koche, zunächst mal im Original. Es sei denn, mir fällt gleich auf, dass die vier Komponenten süß, sauer, bitter und salzig nicht abgedeckt sind.
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Curry-Schmand-Hähnchen Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr leckere Rezepte fürs Mittagessen! Schaut euch auch mein Zwiebel-Sahne-Hähnchen aus dem Ofen, die Tomaten-Hähnchen-Pasta oder den Hähnchen-Nudelsalat an.
Zutaten
Für das Curry-Schmand-Hähnchen Rezept braucht ihr
500–600 g Hähnchenbrustfilet,
1 Zwiebel,
2–3 Frühlingszwiebeln zum Dekorieren,
2 Knoblauchzehen,
2 grüne Paprika,
1 Prise Liebe,
1–2 Esslöffel Öl,
1 Esslöffel Currypulver,
1 Esslöffel Tomatenmark,
400 ml Gemüsebrühe,
1 Spritzer Zitronensaft,
1 Prise Zucker,
100 ml Sahne,
200 Gramm Schmand,
1 Esslöffel Senf und
Salz und Pfeffer zum Abschmecken.
Zubereitung
Weiter unten, bei den Tipps, findet ihr Hinweise zur Haltbarkeit, zu den Zutaten und deren Austausch. Außerdem verrate ich, wie man diese Geflügelpfanne ein bisschen asiatischer gestalten kann.
- Zunächst alle Zutaten für das Curry-Schmand-Hähnchen abwiegen, abmessen und/oder bereitstellen.
- Dann das Geflügel in nicht zu kleine Stücke schneiden.
- Danach die Zwiebel abziehen und in nicht zu dünne Viertelringe schneiden.
- Anschließend die Frühlingszwiebeln putzen, in feine Ringe schneiden und beiseitestellen.
- Die Knoblauchzehen abziehen und sehr fein hacken.
- Die Paprikaschoten gründlich waschen, der Länge nach vierteln und in breite Streifen schneiden.
- An dieser Stelle setze ich den Reis auf, den es bei uns als Beilage dazu gibt.
- In einer großen Pfanne das Öl erhitzen und das Hähnchenfleisch darin von allen Seiten anbraten. (Ich brate auf Stufe 8 von 10.)
- Die Zwiebeln und die Paprikastreifen dazugeben und 2–3 Minuten mit anschwitzen.
- Das Currypulver über den Pfanneninhalt streuen und einmal durchrühren.
- Dann das Tomatenmark unterrühren und ebenfalls kurz mit anrösten.
- Alles mit Gemüsebrühe ablöschen und dann die Sahne sowie den Schmand unterrühren.
- Einmal kurz aufkochen, dann den Senf einrühren.
- Unter ständigem Rühren noch einmal aufkochen, dann die Temperatur reduzieren und mit aufgelegtem Deckel 5 Minuten köcheln lassen.
- Kurz vor dem Servieren mit einem Spritzer Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken!
In der Zwischenzeit gieße ich den Reis ab und fülle ihn in einzelnen Schüsselchen. Das fertig gekochte Curry-Schmand-Hähnchen gebe ich darauf und dann dekoriere ich alles mit Frühlingszwiebel-Ringen. Auch Koriander oder Petersilie sind als Deko super!
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Tipps für Curry-Schmand-Hähnchen
In einigen Ländern gibt es keinen Schmand. Das ist kein Problem! Einfach Crème fraîche und saure Sahne zu gleichen Teilen mischen.
Haltbar ist dieses Curry-Schmand-Hähnchen etwa 3 Tage. Bitte gut gekühlt und verpackt aufbewahren und vor dem Servieren vollständig durcherhitzen!
Der Vorteil von Hähnchenfleisch ist, dass es mager und meist zart ist. Mir ist es aber oft ein bisschen zu trocken, mit zu wenig Biss. Es ist auch möglich, Putenbrustfilet bzw. Putenschnitzel oder Fleisch von der Putenoberkeule zu verarbeiten.
Sollte euch die Soße bei diesem Curry-Schmand-Hähnchen zu dünn sein, könnt ihr sie natürlich mit etwas Stärke, die man in wenig kaltem Wasser auflöst, andicken. Ich mache das nicht, weil es mich nicht stört, wenn es mal eine dicke Soße ist.
Welchen Senf ich verwende? Ein ganz normaler mittelscharfer Senf ist meine erste Wahl. Er unterstreicht die Umami-Komponenten in der Geflügelpfanne und dickt die Soße ein wenig an. Sie wird nicht fest, aber ein bisschen cremiger und sämiger. Ich koche das dann eher länger ein, wenn ich die Soße dicker möchte.
Ich werde oft gefragt, welches Currypulver ich für das Curry-Schmand-Hähnchen verarbeite. Es ist ein ganz einfaches aus dem Discounter. Seit ich weiß, dass sie bei Geschmackstests so wunderbar abgeschnitten haben, mache ich da keine großen Experimente mehr. Currypulver sind Gewürzmischungen, man weiß also nie, was auf einen zukommt. Wer möchte, kann auch ein Madras-Currypulver verwenden. Verwendet einfach das, was ihr da habt und was euch schmeckt.
Wer die Geflügelpfanne schärfer möchte, kann frische Chilis fein hacken und mitbraten. Ansonsten sind auch Chilipulver, -flocken oder ‑fäden dekorativ und gut geeignet. Es ist auch möglich, statt mit Currypulvers Currypaste zu würzen. Die rote Variante ist eher mittelscharf, die grüne deutlich schärfer. Gelbe Currypaste ist am mildesten.
Ich brate mit einem geschmacksneutralen, hitzestabilen Öl. Dazu gehörten in erster Linie raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Unraffinierte Öle haben meistens einen starken Eigengeschmack, der so gar nicht zu diesem Curry-Schmand-Hähnchen passt. Wer es asiatischer möchte, kann gern Erdnussöl verwenden.
Statt Zitronen verwende ich hin und wieder auch Limette oder aber Sumach. Letzterer schmeckt säuerlich, ist aber weicher im Geschmack. Wenn man geschmacklich Zitronensäure als zitronig-knallig bezeichnet, ist Sumak runder und weniger spitz, bringt aber ’ne leicht orientalische Note mit.
Das Curry-Schmand-Hähnchen wird asiatischer, wenn man einen Teil der Flüssigkeit mit Kokosmilch ersetzt. Außerdem kann man statt des Senfs auch 2–3 Teelöffel Sojasoße verwenden, eventuell zusätzlich kombiniert mit einem Teelöffel Fischsauce. Was es noch asiatischer machen könnte: Bampussprossen oder Sojakeimlinge. Und nicht zuletzt kann man auch einen Teelöffel feingeriebenen Ingwer dazugeben für den besonderen Pfiff. Koriander ist, wenn das Curry-Schmand-Hähnchen asiatischer schmecken soll, meine erste Wahl für die Deko.
Noch ein Pro-Tipp: Ein klein wenig Frucht kann den Geschmack von diesem Curry-Schmand-Hähnchen sehr verändern! Am besten geeignet sind Mango, Ananas, Pfirsich, Aprikose, Banane. Mandarinen gehen auch. Aber bitte für eine Frucht entscheiden und nicht übertreiben: Es ist kein Obstsalat, sondern ein herzhaftes Hauptgericht.

Lasst euch dieses Hähnchengericht gut schmecken und schreibt mir gern, wenn ihr noch Fragen zum Rezept habt oder einen Fehler gefunden habt, einen Kommentar unter diesen Beitrag. Ich antworte immer so schnell es geht.
Und wenn ihr das Curry-Schmand-Hähnchen abgewandelt habt, lasst es mich wissen. Ich bin ja immer neugierig darauf, wie es noch besser schmecken kann.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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