Für mich gehören Grillen, Salat, Dip und helles Brot zusammen. Diese Dinkelstangen sind nicht nur besonders einfach zu backen. Sie sind auch herrlich fluffig und passen zu fast jeder Gelegenheit. Das Besondere an diesem Dinkelbrotrezept: Der Teig wird am Abend vorher angesetzt, nicht geknetet, und man braucht nur 0,5 Gramm frische Hefe dafür. Ja, richtig, ein halbes Gramm Hefe reicht aus, aber dafür muss der Brotteig besonders lange gehen. Rund 15 Stunden rechne ich als Ruhezeit bei Zimmertemperatur. Lange Gehzeit, wenig Hefe – das bedeutet richtig viel Geschmack. Ich finde, das sind gute Gründe, dieses Grillbrot oder Beilagenbrot mal zu backen.

Dieses Brot Rezept ist was für alle, die keine Lust auf Firlefanz haben. Kneten, Falten, Ziehen, Formen kann man hier getrost vergessen. Und tatsächlich funktioniert das super. Unter der knusprigen und knackigen Kruste verbirgt sie eine grobporige Krume, fast wie bei einem Ciabatta oder Baguette. Dinkelstangen sind bei uns auch der Knaller, wenn Freunde kommen. Zum Bier, Wein oder – wie bei mir – Mineralwasser sind die Brotstangen ’ne richtig gute Idee. Viel besser als Salzstangen oder Chips. Also holt die Mehltüten und die Hefe hervor und backt die Dinkelstangen!
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Dinkelstangen Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Brot Rezepte! Schaut euch auch mein saftiges Kefirbrot, meine Dinkel-Fladenbrötchen oder macht meine Franzbrötchencreme dazu.
Zutaten
Für die Dinkelstangen braucht ihr
420 Gramm Dinkelmehl Typ 630,
80 Gramm Dinkelmehl Typ 1050,
0,5 Gramm frische Hefe,
300 ml Wasser,
1 Prise Liebe,
11 Gramm Salz und
Mehl zum Bestäuben.
Zubereitung
Scrollt doch mal weiter runter! Bei den Tipps verrate ich, wie lange die Dinkelstangen haltbar sind und wie man sie noch leckerer macht. Außerdem gibt´s noch kleine Kniffe!
- Zunächst alle Zutaten abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- Dann die Mehle mit dem Salz mischen.
- Die Hefe im Wasser auflösen und zu der Mehlmischung geben.
- Kurz und knackig alle Zutaten mit einem Kochlöffel vermischen, bis keine losen Mehlreste mehr zu sehen sind.
- Den Teig in eine verschließbare, leicht geölte Schüssel legen und für etwa 15 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
- Nach der Gehzeit den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein ofenfestes Gefäß auf den Boden des Ofens stellen.
- Ein Backblech mit einer Backmatte oder Backpapier belegen.
- Dann die Arbeitsfläche dick mehlen.
- Den Teig für die Dinkelstangen darauf stürzen, ebenfalls dick mit Mehl bestreuen und ohne Drücken in eine rechteckige Form schieben.
- Sechs längliche Teigstücke abstechen (das geht am besten mit einem Pizzaschneider!).
- Die Dinkelstangen leicht in Form bringen und mit ausreichend Abstand auf das Backblech legen. Dabei nicht zu stark drücken oder ziehen.
- Das Backblech in die Mitte des Ofens schieben und die Stangen 20–25 Minuten backen.
Wenn die Mini-Dinkelbrote knusprig und goldbraun sind, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
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Tipps für die Dinkelstangen
Haltbar sind die Dinkelstangen 2 Tage, am besten schmecken sie frisch gebacken. Ich mache ganz oft die doppelte Menge und friere die Hälfte ein. Wenn ich die kleinen Dinkelbrote aufknuspern möchte, befeuchte ich sie ein wenig, und dann lege ich sie auf unseren dänischen Flachtoaster. Geht auch in der Heißluftfritteuse oder dem Backofen. Eingefrorene Dinkelstangen bitte innerhalb von 3 Monaten auffuttern, denn sie werden im Froster nicht besser!
Für etwas mehr Geschmack gebe ich gern 5-7 Gramm inaktives Backmalz dazu. Das ist nur für Geschmack, Farbe und Aroma. Je nachdem, welches Backmalz man verwendet, werden sie dunkler, malziger und geschmacklich »runder«.
Es kann gut sein, dass der Teig für die Dinkelstangen bei warmem Wetter schon schneller fertig ist. Bei kaltem Wetter kann die Gehzeit länger ausfallen. Ich dippe den Finger in Mehl und drücke leicht in den Teig. Wenn sie die Kuhle langsam zurückbildet, ist der Teig fertig. Geht sie schnell zurück, braucht der Teig noch länger, und wenn die Delle sich nicht mehr zurückbildet, ist der Teig zu lange gegangen. Also schon mal nach 13–14 Stunden nachschauen.
Für den Hefeteig verwende ich kaltes Wasser. Der Teig hat doch noch einiges vor sich, wärmeres Wasser bringt die Gehzeit durcheinander.
Grundsätzlich backe ich die Dinkelstangen mit frischer Hefe. Und ja, 0,5 Gramm sind richtig. Wer Trockenhefe verwenden möchte, nimmt 1,5 Gramm davon. Nicht mehr!
Wenn ich Dinkelbrote mit weicher Kruste möchte, wickele ich sie zum Abkühlen in ein Küchentuch. Manchmal ist das ganz praktisch, besonders wenn Kinder mitessen.
Warum man den Teig für die Dinkelstangen nicht stark ziehen soll? Die Luftblasen, die beim Gehen entstehen, werden dann zerstört. Das Ergebnis ist einfach besser, wenn man nicht allzu viel mit dem Teig herumhantiert.
Zum Bestäuben und für die Arbeitsfläche verwende ich am liebsten Roggenmehl 1150. Es klebt einfach weniger, weil es sehr wenig funktionelles Gluten enthält, und genau deswegen klebt es weniger und es sorgt für ein rustikaleres Aussehen. Der Teig haftet dann auch weniger am Messer oder Pizzaschneider beim Schneiden, beides gleitet dann besser.
Manchmal bürste ich das Mehl auf den Stangen auch ab. Dann feuchte ich sie an und streue Kümmel, Salz, Mohn oder Sesam auf. Aber meistens essen wir sie tatsächlich pur.

Für Brot Rezepte bin ich ja immer zu haben. Besonders liebe ich Übernachtbrote oder Übernachtbrötchen ohne Kneten: Ganz egal, wie spät es ist oder wie müde ich bin, die 3 Minuten für das Ansetzen des Hefeteigs sind immer drin. Vor allem, weil ich weiß, dass ich am nächsten Tag mit dem Duft von frisch gebackenem Brot oder Brötchen belohnt werde. Und Dinkelstangen? Tja, die sind was ganz Besonderes, denn entweder wird gegrillt, es steht ein Spieleabend an oder Besuch hat sich angekündigt.
Auch ich bin nur ein Mensch. Solltet ihr also einen Fehler gefunden haben oder noch Fragen haben, weil etwas nicht ganz klar im Rezept für die Dinkelstangen beschrieben ist, schreibt mir direkt unter diesem Beitrag einen Kommentar. Hier auf dem Blog seh ich es ziemlich flott und ich antworte immer so schnell es geht.
Und nun viel Spaß beim Ausprobieren: Es sind ja nur sechs Zutaten und vielleicht habt ihr die sogar im Haus.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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