In meiner Familie geht Nusskuchen zu jeder Gelegenheit! Die Nöttårta aus Schweden ist einer der einfachsten Kuchen, es bei uns zu Hause gibt, und zwar meistens dann, wenn ich keine Zeit für große Backexperimente und viele einzelne Schritte habe. Für diesen Kuchen wird nämlich nur der Boden gebacken. Es ist eine Art Nussbiskuit mit einem Hauch Schokolade, für den man kein Backprofi sein muss. Obendrauf landet im einfachsten Fall, wie in diesem, Sahne. Zum Schluss bekommt die Nöttårta noch ein Topping aus Mandeln.

Übersetzt bedeutet Nöttårta übrigens Nusskuchen oder Nusstorte. Aber egal, ob man diesen simplen Kuchen nun als Torte oder Kuchen isst, lecker ist er allemal! Besonders klasse finde ich, dass man den Boden morgens einmal schnell backen kann. Er braucht nämlich nur 25 Minuten im Ofen. Bei mir darf der Nussbiskuit dann in Ruhe bis zum Nachmittag abkühlen, und erst kurz vor dem Servieren kümmere ich mich um das Topping. Die Nusstårta ist für mich ein Kuchen, den man „nebenbei“ backt und bei dem wirklich gar nichts in Stress ausartet. Es gibt diesen Kuchen in vielen verschiedenen Varianten: mit Buttercreme, Schokoladensahne, Kaffeecreme, mit Bananen oder Marzipan. Aber fangen wir am besten einfach mal mit der einfachsten Version an.
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Nöttårta Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr skandinavische Rezepte! Schaut euch auch den Citronkladdkaka aus Schweden, das schwedische Schwarzwaldtårta oder das Karlsbaderbullar aus Schweden an.
Zutaten
Für die Nöttårta aus Schweden braucht ihr
3 Eier,
100 Gramm Zucker,
1 Teelöffel Vanillezucker (siehe unten),
1 Prise Salz,
125 Gramm gemahlene Haselnüsse,
1 Esslöffel Mehl,
1 Teelöffel Backpulver (siehe unten),
1 Prise Liebe,
50 Gramm Zartbitter-Raspelschokolade,
20 Gramm Butter,
50 Gramm Zucker
100 Gramm Mandelblättchen,
400 Gramm Sahne,
1 Esslöffel Vanillezucker und
2 Esslöffel Sofortgelatine.
Zubereitung
- Zunächst alle Zutaten für die Nöttårta aus Schweden abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- In den Boden einer 26-Zentimeter-Springform Backpapier einspannen und die Seiten der Form mit Trennspray (siehe unten) einsprühen oder einfetten.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech oder -gitter in die untere der mittleren Schienen schieben.
- Danach die Eier trennen und das Eiweiß kurz steif schlagen.
- Anschließend das Eigelb zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz schaumig rühren.
- In einer weiteren Schüssel die Haselnüsse, das Mehl, das Backpulver und die Zartbitterschokolade mischen und unterheben.
- Dann das Eiweiß unterziehen und den Teig in die Form füllen.
- Den Haselnussbiskuit für die Nöttårta 25 Minuten backen.
- Kurz in der Form auskühlen lassen, und dann auf einem Backgitter (siehe unten) abkühlen lassen.
- Etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren die Butter in einer Pfanne schmelzen.
- Den Zucker einrühren und in der Butter schmelzen.
- Danach die Mandelblättchen dazugeben und bei höchstens mittlerer Temperatur goldbraun rösten.
- Den Mandelkrokant auf ein Stück Backpapier kippen und abkühlen lassen
- In einer großen Schüssel die Sahne mit dem Vanillezucker und der Sofortgelatine steif schlagen.
- Dann die Sahnemasse auf dem Haselnussbiskuit verstreichen, den Mandelkrokant darauf verteilen und die Mandeltårta für 30-60 Minuten kalt stellen.
Wer mag, kann noch ein wenig geraspelte Schokolade oder Puderzucker darüberstreuen. Aber ich finde, das ist gar nicht nötig.
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Tipps für die Nöttårta aus Schweden
Alle Zutaten für den Boden sollten Zimmertemperatur haben! Kaltes Eiweiß ist schwieriger aufzuschlagen als zimmerwarmes. Außerdem verliert der Eischnee schneller an Volumen. Ich lagere Eier generell nicht im Kühlschrank, aber wer das macht, sollte sie rechtzeitig vor dem Backen aus der Kühlung nehmen. Die Sahne sollte mindestens 12 Stunden im Kühlschrank gestanden haben vor der Verarbeitung.
Haltbar ist die Nöttårta etwa 3 Tage. Ich decke sie gut ab und kühle sie. Aber man muss beachten, dass das Mandelkrokant dann weich werden könnte. Meine Familie und mich stört das nicht. Ich friere den Kuchen nicht ein, weil ich finde, dass er einfach besser ohne Frostaufenthalt ist.
Ich verwende Weizenmehl Typ 550 für diesen Nusskuchen. Aber selbstverständlich kann man ihn auch mit Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl Typ 630 backen. Es ist eine so geringe Menge, dass man beim Austausch nichts weiter beachten muss.
Für die Nöttårta kaufe ich fertig gemahlene Haselnüsse. Wenn welche aus dem Vorrat verwendet werden, achte ich immer auf das Haltbarkeitsdatum, denn die Nüsse werden leicht ranzig.
Wer es „besonders hübsch“ möchte, kann ganze Haselnüsse von der dünnen, dunklen Schale befreien und sie selbst mahlen. Allerdings finde ich, dass gerade der rustikale Boden mit ungeschälten, gemahlenen Nüssen seinen ganz besonderen Charme hat.
Ich backe ausschließlich mit Weinsteinbackpulver, weil ich bei herkömmlichem Backpulver das Gefühl habe, dass das Gebäck einen leicht seifigen oder metallischen Geschmack haben.
Zartbitter-Rapselschokolade ist meine erste Wahl bei dieser Nöttårta, wer möchte, kann auch die Vollmilch-Version verwenden. Ich kaufe sie, weil selbst Raspeln mich in diesem Fall zu sehr stresst. Gleichzeitig finde ich, dass die gekaufte, geraspelte Schokolade stabiler ist, als würde man sie selbst raspeln.
Wenn ich weiß, dass jemand gegen Haselnüsse allergisch ist, backe ich den Nusskuchen mit gemahlenen Mandeln. Das ist nicht das „schwedische Geschmackserlebnis“ und der fertige Kuchen hat auch eine andere Konsistenz. Lecker ist es trotzdem.
Das Mandeltopping mache ich unglaublich gern mit Haselnuss-Blättchen. Leider bekommt man sie nur selten in den Supermärkten. Aber sollte dort mal ein Päckchen liegen, nehme ich es mit. In Dänemark bekommt man Haselnussblättchen einfacher.
Am liebsten verwende ich eine Sahne mit hohem Fettgehalt – damit meine ich 35–38 %. Aber keine Sorge, das Rezept für die Nöttårta aus Schweden funktioniert auch mit der ganz normalen, herkömmlichen Schlagsahne mit einem Fettgehalt von 30 %.
Sitzen Vegetarier mit am Kaffeetisch, ersetze ich die Gelatine mit Sanapart. Das ist ein Sahnefestigungsmittel. Wer es nicht bekommen kann, sollte aber zumindest herkömmliches Sahnesteif verwenden. Ansonsten wird die Sahne schnell dünnflüssig, das ist zwar auch lecker, aber eben nicht so schön, wenn man den Kuchen länger stehen lässt.
Wie verarbeite ich die Sofortgelatine mit der Sahne bei diesem Rezept für die Nöttårta aus Schweden?
Ich stelle meine Rührschüssel und den Rührbesen für eine Weile in den Froster, damit beides eiskalt ist. Oft stelle ich die Sahne, die zwar aus dem Kühlschrank kommt, aber gern noch kälter sein darf, für eine kurze Zeit dazu.
Die Sofortgelatine mische ich mit dem Vanillezucker. Anschließend schlage ich die Sahne fast steif und dann lasse ich das Vanillezucker-Gelatine-Gemisch „im dünnen Strahl“ beim Weiterschlagen in die Sahne rieseln. Alles soll gut eingearbeitet sein. Dann weiterschlagen, bis die Sahne richtig standfest ist und „Spitzen“ hält.
Ich verteile die Sahne dann sofort auf der Nöttårta, bevor sie zu fest wird, um sie gleichmäßig zu verstreichen. Kaltstellen nicht vergessen.

Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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