Ich liebe Kladdkaka aus Schweden! Dieser Apfel-Kladdkaka ist innen klebrig, wie diese schwedischen Kuchen nun mal traditionell sind. Manch einer mag vielleicht denken, dass er nicht durchgebacken ist. Aber der Kuchen gehört so! Mit duftendem Zimt, Kardamom und Vanille sowie guter Butter entsteht ein Apfelkuchen, der bei meinen Gästen und meiner Familie immer super ankommt. Die Zubereitung ist überhaupt nicht kompliziert – die Äpfel werden nicht mal geschält – und die Backzeit beträgt nur 35–40 Minuten. Ich finde, das sind gute Gründe, dieses Rezept mal nachzumachen.

Bei uns gibt es ihn unter der Woche als Kuchen zum Kaffee, aber er ist mit einer Kugel Eis tatsächlich ein leckeres Dessert. Wenn es davon ein Stück zum Nachtisch gibt, fallen die Stücke natürlich ein bisschen kleiner aus, denn ich muss ehrlich zugeben: Mein Apfel-Kladdkaka ist kein Diät-Rezept, er ist schon recht üppig. Alle, die auf Apfelkuchen stehen und klitschige Kuchen, wie man bei uns sagt, lieben, landen hier einen Volltreffer. Ganz ohne Backpulver oder Natron, ganz ohne Hefe ist dieser Kuchen aus der Springform ohnehin etwas ganz Besonderes. Backt ihn mal nach!
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Apfel-Kladdkaka Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Kuchen Rezepte! Schaut euch auch meinen Citronkladdkaka, den Kladdkaka mit Schokolade oder die Kladdkakemuffins an.
Zutaten
Für das Apfel-Kladdkaka Rezept braucht ihr
225 Gramm Butter,
1 Prise Liebe,
230 Gramm Zucker,
2 Teelöffel Vanillezucker,
1-1,5 Teelöffel gemahlener Kardamom,
110 Gramm brauner Zucker,
1 Prise Salz,
280 Gramm Weizenmehl,
3 Äpfel,
1 Spritzer Zitrone,
1 Teelöffel flüssiger Honig und
3 Eier (Größe L).
Für die Streusel benötigt ihr
2 Äpfel,
60 Gramm Mehl,
40 Gramm Haferflocken,
2 Teelöffel Vanillezucker,
1 Teelöffel gemahlener Zimt,
1 Teelöffel gemahlener Kardamom,
1 Prise Salz,
65 Gramm weiche Butter und
1 Esslöffel flüssiger Honig.
Zubereitung
Wenn ihr wissen möchtet, wie ich Zutaten für Apfel-Kladdkaka austausche bzw. welche ich verwende, und euch interessiert, was man sonst noch beachten sollte oder wie lange der Kuchen haltbar ist, scrollt weiter runter zu den Tipps!
- Zunächst alle Zutaten abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- In den Boden einer Springform mit 26 Zentimetern Durchmesser Backpapier einspannen.
- Ein Backblech oder -gitter in die untere mittlere Schiene des Ofens schieben.
- Danach die Butter schmelzen und abkühlen lassen, sodass sie immer noch flüssig, aber nicht mehr so heiß ist.
- Anschließend Zucker, Vanillezucker, Kardamom, Zimt, braunen Zucker und Salz mit dem Mehl vermischen.
- Jetzt den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Äpfel gründlich waschen und auf der groben Seite einer Vierkantreibe in eine Teigschüssel raspeln. (Ich drücke die Rapsel etwas aus und wiege dann 300 Gramm davon für den Teig ab.)
- Den Zitronensaft und den Honig unter die Apfelraspel rühren.
- Nun das angemischte Mehl darüberstreuen.
- Ei und Butter dazugeben.
- Dann zügig und ohne hektisches Rühren einen Teig herstellen und in die vorbereitete Form füllen. Die Zutaten sollen sich gerade verbunden haben.
- Die zwei Äpfel waschen, entkernen und in Spalten schneiden.
- Dann die Apfelspalten auf dem Teig verteilen und die Schnittkante ganz leicht eindrücken.
- In einer weiteren Schüssel das Mehl mit den Haferflocken, den Gewürzen und dem Salz vermischen.
- Butter und Honig dazugeben und alles zu Streuseln verarbeiten.
- Die Streusel auf dem Kuchen verteilen.
- Den Kuchen 40–45 Minuten backen. Er ist fertig, wenn er in der Mitte noch ganz leicht „wabbelig“ ist und die Ränder gebräunt sind.
Vollständig abkühlen lassen und am besten für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ich backe den Kuchen oft am Tag vorher und lasse ihn über Nacht in der Kühlung.
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Tipps für den Apfel-Kladdkaka
Nein, ich habe das Backpulver nicht vergessen. Dieser Apfelkuchen wird ohne Triebmittel gebacken. So ist das beim schwedischen Kladdkaka üblich.
Haltbar ist dieser Apfel-Kladdkaka etwa 3–4 Tage. Ich verpacke ihn gut und lagere ihn im Kühlschrank. Wer mag, kann auch Stücke davon einfrieren. Tiefgefrorenen Kuchen verbrauche ich innerhalb von 3 Monaten, weil er auch im Tiefkühlschlaf nicht besser wird.
Ich backe diesen Apfelkuchen mit Weizenmehl Typ 550, er gelingt aber auch mit Typ 405. Wer mit Dinkelmehl backen möchte, verwendet Typ 630. Die Verwendung von Vollkornmehl oder Typ 1050 kann ich nicht empfehlen, denn ich bin der Meinung, dass die klebrige Konsistenz zusammen mit diesen Mehlen nicht schmeckt.
Ich verwende statt des braunen Zuckers Brun Farin. Das ist ein feuchter Zucker mit Melasse. Wenn ich diesen Apfel-Kladdkaka damit backe, lasse ich den Honig im Teig weg. Das Rezept funktioniert auch mit Muscovado-Zucker. Statt des Honigs im Teig verwende ich auch manchmal den Rübensirup aus dem gelben Becher. Wenn ich Ahornsirup im Haus habe, verwende ich ihn gern sowohl im Teig als auch bei den Streuseln.
Am besten schmeckt der Apfel-Kladdkaka mit sauren Äpfeln wie Boskoop. Auch Ingrid Marie oder Elstar sind gut geeignet. Braeburn, Cox Orange, Jonagold und Gravensteiner sind ebenfalls gute Alternativen.
Die Streusel mache ich mit kernigen Haferflocken
Wer möchte, kann auf den Apfelkuchen zusammen mit den Streuseln gehackte Walnüsse, Pekannüsse oder Haselnussblättchen streuen – das gibt noch ein bisschen mehr Biss!
Wer keinen Kardamom mag, der sollte ein wenig Zitronenabrieb mit in den Teig geben und ihn weglassen. Allerdings geht der Geschmack des Apfel-Kladdkaka dann in eine etwas andere Richtung.
Wir essen sehr viel und oft Zimt. Deswegen verwende ich seit vielen Jahren nur noch Ceylon-Zimt. Er würzt feiner und nicht so stechend-beißend wie Cassia-Zimt. Letzterer ist viel günstiger, und wenn nicht „Ceylon“ auf der Verpackung steht, ist es meist der billige Zimt. Cassia-Zimt enthält viel Cumarin, das als gesundheitsschädigend gilt. Wer viel Zimt isst, sollte auf die Sorte achten. Dadurch, dass Ceylon-Zimt milder ist, braucht man ein kleines bisschen mehr davon für den Apfel-Kladdkaka.

Dank der duftenden Gewürze und aromatischen Äpfel ist dieser besondere Kladdkaka auf jeden Fall einen Backversuch wert. Er gehört zu den ersten Kuchen, die ich backe, wenn die Äpfel in meinem Garten reif werden! Bei jedem Marktbesuch schaue ich, ob ich Boskoop bekomme, denn er ist nur selten in den Supermarktregalen zu finden. Die restlichen Zutaten habe ich alle immer im Haus.
Solltet ihr noch Fragen zu meinem Apfel-Kladdkaka-Rezept haben … immer her damit! Schreibt direkt unter diesem Beitrag einen Kommentar – und bitte keine E-Mail oder Nachricht auf Social Media, denn hier sehe ich es am schnellsten. Und wenn ihr einen Fehler gefunden habt: Gebt mir unbedingt bitte ebenfalls in einem Kommentar einen Hinweis.
Noch ein kleiner Tipp: Ich sammele Rezepte auf Flipboard, schön sortiert nach Kategorien. So finde ich alles immer leicht wieder. Vielleicht ist das ja auch was für euch! Dort könnt ihr mir auch folgen.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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