Schweinekrusten oder Schweineschwartenchips selber machen – Rezept für den dänischen Snack!

Wenn du einen deftigen Schweine-Krustenbraten magst, dann wirst du diese Schweinekrusten-Chips bzw. Schweinepopkorn lieben! In Skandinavien und Dänemark sind Flæskesvær schon lange bekannt und heiß geliebt. Man kann sie auch in Tüten kaufen, aber ich finde den Preis erschreckend. Ich frage mich, warum nicht viel mehr Menschen, diese großartigen Knusperkracher für Cent-Beträge selbst machen.

Schweinekrusten haben fast keine Kohlenhydrate – genial, oder? Der Anteil liegt bei weniger als 1 g/100 g. Deswegen sind sie ideal als Snack, wenn man sich Low Carb ernährt und nicht immer zuschauen möchte, wenn andere die Knabbersachen hervorholen.

Du willst snacken, knuspern, genießen? Super, denn ich habe hier das Rezept für dich:

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Schweinekrusten oder Flæskesvær- das Rezept

  • 500 g Schweineschwarte
  • 2 Hände voller Liebe
  • grobes Salz
  • feines Salz
  • (evtl. Knoblauch)

Zubereitung der Schweinekrusten

ACHTUNG! Das Fett aus den Schweineschwarten spritzt. Der Arbeitsaufwand den Ofen zu reinigen ist groß! Beim Braten kann sich Rauch entwickeln  und es besteht Verbrennungsgefahr durch heißes Fett. Seid bitte vorsichtig!

Normalerweise sollte der Speckrand, der an der rohen Schwarte ist, mindestens 2 Zentimeter dick sein. Da bei meinem Fleischer die Haut maschinell sehr dünn abgetrennt wird, hab ich es mit ganz wenig Fettrand versucht und das Ergebnis war fantastisch. Ich kann keinen Unterschied am Endergebnis fest stellen.
Zuerst heizt du genau jetzt den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Jetzt schneidest du die Schwarte in Streifen. Am besten nimmst du dafür eine Schere, denn mit einem Messer wirst du ewig dafür brauchen. Die Streifen schneidest du dann noch ein- oder zweimal durch.

 

 

 

Im nächsten Schritt bringst du ca. 3 Liter Wasser zum Kochen. Bitte verzichte auf Salz im Kochwasser, dadurch werden deine Schweineschwarten-Chips steinhart! Ich gebe gerne 2 Knoblauchzehen hinzu, denn ich mag das herzhafte Aroma.

Sobald das Wasser kocht, gibst du die Schweineschwarten-Stücke in das Wasser. Nach 20 Minuten Kochzeit schüttest du die Schweineschwarten in ein Sieb und wenn das Wasser abgetropft ist, trocknest sie auch noch einmal ab. Die Schweineschwarten haben nun einen wächsernen Glanz und sind teilweise eingerollt. Perfekt!

Dein Ofen müsste mittlerweile auf Backtemperatur sein. Leg ein Backblech mit Backpapier oder Backfolie aus und verteile die Schwarten liebevoll auf dem Blech. Sie sollten möglichst nicht übereinander liegen. Verteile großzügig grobkörniges Salz auf den Schwarten. Pfeffer oder Kräuter würden bei den hohen Temperaturen nur verbrennen.

Jetzt kannst du das Backblech in den Ofen schieben. Die mittlere Schiene ist genau richtig. Lass die Schwarten 40 Minuten im Ofen.

Schweineschwarten verhalten sich im Backofen, wie Popcorn im Topf. Mach bitte die Tür nicht (oder nur vorsichtig) auf, denn die Krusten zischen, spritzen und poppen durch den Ofen. Immerhin verdoppelt sich die Dicke um das Doppelte bis Dreifache.

Ich wage es meist nach 20 Minuten, die Krusten einmal auf dem Blech mit einem Pfannenwender durchzuwirbeln, aber meistens erwischt mich dabei mindestens eine vorwitzige Schweinekruste, die lustig aus dem Backofen hopst. Also, allergrößte Vorsicht, bitte!


Nach 40 Minuten probierst du einfach einmal. Ich mag meine Schweinekrusten gerne sehr braun, superkross und knackig. Deswegen lasse ich sie 50-55 Minuten im Backofen. Wenn du die Schweineschwartenchips aus dem Ofen holst, dann gib sie auf ein Stück Küchenpapier, damit das Fett noch ein wenig davon aufgenommen wird. Streu noch großzügig feines Salz über die Krusten. Sicher schmecken auch Curry, Paprika-, Knoblauch- oder Zwiebelsalz dazu, aber salzig sind sie am besten.

Schweinekrusten kann man nicht lange lagern, sie werden dann pappig. Wenn du sie fünf Minuten bei 150 Grad in den Backofen gibst, werden sie wieder knackig. Dieser Snack ist nicht zum Einfrieren geeignet.

Jetzt knuspere ich noch ein wenig vor mich hin und genieße die Sonne. Dir wünsche ich viel Erfolg mit deinen selbstgemachten Schweinekrusten.

Alles Liebe
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

62 Kommentare

  1. Hallo, eine Frage: wie sieht denn da hinterher der Backofen aus? Das hört sich doch nach ner ziemlichen Sauerei an; ist es das wert? ;-) Danke und viele Grüße, Karin

    • Hallo Karin,
      mir ist es das wert! Ich weiß, welche Zutaten wirklich verwendet wurde und das die verarbeiteten Schwarten wirklich frisch und appetitlich sind. Sicher ist der Backofen hinterher schmutzig, aber ist er nicht zum Kochen und Backen da? Wenn man den Ofen gleich reinigt, ist das alles nicht so schlimm.
      Alles Liebe
      Miho

      • Hallo,

        habe durch Zufall das Rezept gefunden, es nachgemacht und dann zwei Stunden den Backofen gereinigt. Ob sich aber der Aufwand lohnt ?!?
        Meine Frage nun:
        Kann man die Schweinechips auch in einem Bratschlauch machen? Hat das schon jemand versucht.

        • Hallo Lilo,
          für mich lohnt sich das, mein Reinigungsaufwand hält sich in Grenzen – aber natürlich ist das aufwändig, ich verstehe das! Einen Bratschlauch kannst du leider nicht verwenden. Ob Schweinekrusten im Bratschlauch gelingen, kann ich leider nicht sagen, ich habe es noch nie ausprobiert.
          Wie wäre es, wenn du es einmal ausprobierst und berichtest?

  2. Hallo Miho,
    das ist mal wieder der Hammer das Rezept, vielen Dank. Diese Schwarten essen wir am allerliebsten, werde ich bestimmt mal ausprobieren.
    Schönen sonnigen Tag
    Lg Gabi

  3. Liebe Miho,
    ich habe es heute ausprobiert. Es hat super geschmeckt. Viel besser als die gekauften Krusten aus der Tüte. Der Aufwand lohnt sich.
    Lg Andrea

  4. Ich habe eigentlich danach gesucht, wo ich die Schweineschwartenchips kaufen kann und bin hier gelandet. Was für ein toller Blog, ich schaue mich seit über einer Stunde auf Herzelieb um. Schweinekrusten werden nachgemacht. Ganz viele andere Sachen auch.
    Mit Verlaub, Frau Herzelieb: Sie sind ein Engel!

  5. Hallo liebe Mirho,

    ein wunderbares Rezept, es gelingt alles sehr gut.
    Beim vorbereiten der Schwarten habe ich nur eine kleine Änderung vorgenommen.

    Die Schwarten in größeren Stücken erst kochen und dann in die gewünschten Größen
    schneiden.
    Das geht dann ganz einfach auch ohne Schere. Am Erfolg hat sich nichts geändert.

    Mit viel Liebe wird noch einiges nachgekocht.

    Liebe Grüße – Jürgen

    • Hallo Jürgen,
      danke für deinen Tipp! Ich werde es gern ausprobieren. Ich freue mich sehr über das Kompliment und auch darüber, dass du hier bist.
      Alles Liebe
      mmiho

  6. Boah, einfach genial! Habe die gestern nachgemacht, vom Geschmack her klasse. Der Backofen sah zwar aus wie Sau, aber die Schweinekrusten sind das Putzen auf jeden Fall wert. Die habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gemacht. Ich gebe 5 von 5 Sternen :-) Mhhhh, lecker

    • Liebe Andrea,
      das freut mich sehr! Mir ist es auch nicht zu viel Arbeit. Schweineschwartenchips selbstgemacht – das ist etwas ganz anderes als gekaufte!
      Danke für die 5 Sterne <3
      Alles Liebe
      miho

  7. Hallo Michaela,

    super das Rezept, danke dafür! Habs gestern nachgemacht, fantastisch, salzig, knusprig, genial!!! Ich vergebe 6 von 5 Sternen!

    „Klugscheißmodus an“

    Den Backofen schon vor dem Zuschneiden anzuheizen ist nicht sehr energiesparend, es reicht ihn ca. 20 Minuten später anzuheizen. Ein Ofen benötigt in der Regel nicht mehr als 5-7 Minuten zum Aufheizen.

    Mit einem scharfen Messer ist das Zuschneiden übrigens kein Problem, man benötigt keine Schere.

    „Klugscheißmodus aus“

    Deine Seite regt sehr zum Stöbern an, auch dafür Danke!!

    Juchu, Tom

    • Lieber Tom,
      ich freu mich, dass es dir gefallen hat! ;)
      Mein Ofen ist nicht mehr so neu. Aber du hast recht, etwas später darf es schon sein. Ich werde das Rezept dahingehend ändern.
      Sicher funktioniert es auch mit einem scharfen Messer, allerdings finde ich es bequemer, mit der Schere zuzuschneiden.
      Danke für dein Feedback und liebe Grüße
      miho

  8. In Dänemark gibt es sie bei jedem Metzger in einigen Supermärkten und bei Aldi.
    Die Firma OK Snacks A/S in Ejstrupholm, Dänemark, die die Schwarten für Aldi-Dänemark produziert, gibt sich aber so arrogant, dass sie noch nicht einmal Anfragen per E-Mail beantwortet :-(
    Um so mehr freue ich mich, dass ich dieses Rezept entdeckt habe :-))
    Und das Nachmachen wird nicht lange auf sich warten lassen! (freu)

    • Hallo Pachti,
      ich weiß natürlich nicht, wie die Hersteller auf Anfragen reagieren. Aber wenn man sie nirgendwo bekommt, dann macht man sie am Besten selbst.
      Ansonsten lass dir welche hier von der Grenze schicken ;)
      Alles Liebe
      miho

  9. Hallo Michaela,

    danke, das ist total lieb von dir.
    Aber wo ich jetzt so ein tolles Rezept habe, hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich werde es selber ausprobieren ;-)
    In diesem Moment habe ich eine Tüte dänische Schwarten vor mir liegen (Mezgerqualität)
    „Dat is wie wenn dir ’nen Englein auf’s Herz pinkeln tut“ . . . wie ein Kurzurlaub auf Rømø :-)

      • . . . hab’s gestern getan :-) !
        Das Ergebnis war schon mal gut, aber ich denke da ist noch Luft nach Oben.
        Die Sauerei im Backofen ist immens, wenn man aber nach Erkaltung direkt mit Fettreiniger durchwischt, brennt sich nichts ein.
        Habe 2 Qualitäten an Schwarte probiert. Einmal mit kaum Fett darunter und ein Stück mit 5-6 mm Fettschicht. Wer’s mag . . . Es waren beide Qualitäten lecker.
        Aber zum Dänischen Original, fehlen noch 10-15%.
        Die Nächste Charge werde ich frittieren und berichten.

        • Lieber Pachti,
          mich stört die Sauerei im Backofen nicht – mit meinem Geheimreiniger ist das ratzfatz weg.
          Und du hast recht, wenn man es direkt nach dem Backen sauber macht, kann gar nix passieren!
          ich bin gespannt, was du über die nächste Charge berichtest!

          Alles Liebe
          miho

  10. Ich habe die Speckkrusten heute gemacht – vom feinsten – ohne auch nur im geringsten meinen Backofen zu „versauen“. Dazu habe ich die Fettpfanne mit Backpapier ausgelegt, darauf das dazugehörige Blech mit der Öffnung, wodurch das Fett in die Pfanne läuft, diese auch mit Backpapier auslegen und Löcher im Bereich der Öffnung piecksen, dann die gekochten Speckschwarten darauf verteilen, salzen, wieder Backpapier drüberlegen und dann der Clou, eine tiefere/s Fettpfanne oder Backblech mit dem Boden nach oben drüberstülpen, meines war sogar in der Breite kleiner, ab in den Backofen bei Ober-Unterhitze 220 Grad, ca 1 Std. Perfeckt!!! Das einzige, was man machen muß, das Backpapier mit dem gesammelten Fett in den Müll. Ich weiß nicht, ob man das Fett zum Braten nehmen kann oder mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen gemischt zu Vogelfutter verarbeiten könnte (Salz)

    • Liebe Elisabeth,
      hach, was freue ich mich, dass es so gut geklappt hat. Ich mache es ähnlich, aber deine Technik ist ja fast perfekt.
      Ob das Fett für Vögel geeignet ist, das weiß ich leider nicht. Da müsste man jemanden fragen, der sich mit Vögeln auskennt.
      Alles Liebe
      miho

  11. Halle,
    habe da vermutlich ne doofe Frage; )….aber weis jemand wo man in Berlin bzw ob überhaupt man schweineschwarte irgendwo kaufen kann???
    Hätte das Rezept so gern probiert

  12. hüüüülfe, essen ist der Sex des Alters…… Ich kauf immer die dänischen im Asialaden, die herzhaften, da mache ich aber den Fettrand immer, und dann bleibt nie viel übrig.
    Boah….. morgen mal zu Metzger nach Haut fragen!!
    und der Tipp Frau Nass, genial…..
    Schlabber… hmmmmm
    Frage warum sollte man die Haut vorher kochen? Auf dem Spiess ist ne Sau auch nicht vorher gekocht.
    Liebste Grüsse

    Helga

  13. ich habe vor einiger Zeit schon mal Schweineschwarte am Stück gemacht. 2 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und dann mit einem scharfen Messer eingeschnitten. Als ganzes Stück in den Backofen. War auch s..lecker. Werde es heute mal mit Deiner Variante probieren.
    Meine Schweineschwarte habe ich beim Globus in der Metzgerei bekommen, das Kilo für 0,25 Euro.
    Na, wenn das nicht zum Experimentieren einlädt.
    Kannst Du denn noch Dein Superrezept zum Reinigen des Backofens veraten?

    lg
    Sigrid

    • Liebe Sigrid,
      ich mache eigentlich nur ungerne Werbung für Putzmittel auf meinem Blog,
      aber ich weiß, dass diese Schwarten eine ganz schöne Schweinerei anrichten.

      Ich benutzt den Backofenreiniger von Amway – er wird kalt aufgetragen, stinkt nicht
      und Rückstände lassen sich mit Essigwasser neutralisieren.

      Alles Liebe
      miho

  14. Oh je oh je oh je….

    Ich wollte auch Schwartenchips machen und nahm dafür einfach die Schwarte vom Schinkenbraten (gute 2cm dick mit Speck)
    Sie sind nun im Rohr und schwimmen im Fett o.O
    Leider gleichts meine Küche nun eher einer Räucherkammer, würde mich nicht wundern wenn die Nachbarn bei dem Rauch die Feuerwehr rufen >.<

    • Ach du je, Sandra!

      Wahrscheinlich ist es zu viel Fett gewesen, der dann im Ofen herumgespritzt ist.

      Das tut mir sehr leid! Es ist immer eine Sauerei, aber natürlich soll die Bude nicht verräuchert sein!

      Alles Liebe und toi toi toi für den nächsten Versuch
      miho

  15. Hilfe, sind die Legggggaaaaaaaa … Die Schwarten haben ich beim hiesigen Schlachter bekommen, von dem ich weiß, dass er selber schlachtet. Kosten? Nix … *grins*

    Heute Abend also geschnitten und gekocht und in Backofen … als die Schwarten anfingen zu ploppen und die ersten Stücke auf dem Boden des Backofen landeten, habe ich kurzerhand ein zweites Backblech über das erste gestülpt. Ging prima.
    Gewürzt habe ich die „Schweinerei“ mit einer Mischung aus Salz, Pfeffer und geräucherten Paprika.
    Jetzt habe ich eine tolle Knapperei als Alternative zu Chips & Co.
    Vielen Dank

    • Hallo Christiane,
      da freu ich mich aber! Es ist schon eine Schweinerei und die Idee mit dem zweiten Backblech find ich Klasse!
      Guten Appetit, danke für das Feedback und alles, alles Liebe
      miho

  16. Bin gerade in Hamburg auf Geschäftsreise, knabbere Schweinekruste (leider keine selbstgemachte) und lese deinen Blog. Hört sich äußerst lecker an dein Rezept. Immer weiter so :-)

  17. Der einzige Grund, sich seine Schweinekrusten selber zu machen ist, dass man z. b. Bio-Schwarte verwenden kann, wenn man das Zeug aus der Massentierhaltung nicht essen mag.

    Ansonsten lohnt sich das Selbermachen überhaupt nicht.

    Habe heute nach diesem Rezept gearbeitet. Ja, die Dinger schmecken. Aber nicht viel besser, als gute Gekaufte. Der Arbeitsaufwand ist immens (inkl. Ofen schrubben) und die Stromkosten nicht unerheblich, da man mangels Platz im Ofen nicht sehr viele auf einmal zubereiten kann.

    Nette Idee, aber mache ich nie wieder.

  18. Habe das gestern ausprobiert, allerdings sind meine zum teil nicht wirklich knusprig, sondern recht hart geworden. Habe aber kein Salz ins Wasser getan.
    Kann es sein, dass die zu wenig lang im Ofen waren? Und kann ich die einfach nochmal weiterbacken?

    Lg
    Maren

  19. Danke an Alle für die Infos.
    War skeptisch, hat aber alles super funktioniert. Um die Backofensauerei zu vermeiden und damit Ärger mit meiner lieben Frau, habe ich die Schwarten einfach in einen Bräter (großer ovaler Topf) getan, Deckel drauf, in den Backofen gestellt, 220 grad, 40 min, fertig. Anschließend Bräter in Geschirspüler.
    Ich hatte noch eine Menge abgeschnittener Schwarten von geräuchertem Schinken. Die zuerst im Schnellkochtopf 12 min gekocht. danach ab in den Bräter.
    Super

  20. Ich stelle meine Schwarten seit nun wohl schon über 15 Jahren ca. einmal im Monat selbst her, lach…!
    Die Methode von Elisabeth Naas ist hierbei wärmstens zu empfehlen, da sie m.E. die einzigste Variante darstellt, die Backofen-Verunreinigungen auf ein Minimum reduziert!

    Ein kleiner Tip:
    Ich hole grundsätzlich einen Quadratmeter Schweinehaut mit ca. fünf bis sieben mm Speckschicht beim Metzger meines Vertrauens (ist zudem ‚Wegwerf-Artikel‘, ergo umsonst :-)
    Die Hautseite reibe ich am Vorabend SEHR gleichmässig mit Backpulver und Salz ein, spanne das ganze Stück auf ein Rack (wenn man nicht so viel Platz im Kühlschrank hat, kann man es natürlich auch in passende Grössen unterteilen…) und stelle dieses unbedeckt über Nacht in den Kühlschrank!
    Am nächsten Tag einfach gründlich abspülen und trockenreiben, der weitere Ablauf ist dann wie oben beschrieben… und das Ergebnis ist sensationell! Durch die Dehydration gehen die Teilchen schneller ab, werden NOCH knuspriger und schöner braun…

    Dieses Verfahren stammt aus der südamerikanischen (kolumbianischen) Küche zur Herstellung von Chicharrones (die aber dann natürlich nicht in den Backofen kommen, sondern im eigenen Fett gebrutzelt werden)!

    • Hallo MM,
      das ist ein ganz toller Tipp! Ich werde das ausprobieren.Was für ein Rack benutzt du und welche Seite reibst du mit dem Backpulver und Salz ein?

      Vielen Dank und liebe Grüße,
      miho

  21. Rack: habe einige Nägel durch ein dünnes Brett geschlagen und auf diese Nägel wird
    dann einfach die ganze Haut sozusagen ‚freischwebend‘ gespannt / gelegt!

    Seite: steht doch im Text… ;-)

  22. Huhu, habe am Wochenende deine Chips gebacken und ich bin begeistert! Hat alles super geklappt. Nur habe ich über mein Backblech eine Alufolie gespannt und ein paar Löcher reingemacht. Die Chips hatten minimal länger im Ofen aber dafür hatte ich keine Sauerei. Kann ich also nur empfehlen, klappt hervorragend.

  23. Hallo
    Ich habe immer sehr viel Schweineschwarten da ich viel Wurst selber mache. Seit 3 Jahren mache ich die Knusperschwarten wie hier beschrieben. Einfach super und deutlich besser als gekaufte.
    Nun einige Tips die das Ganze noch etwas einfacher machen. Die Schwarte wird vom Schweinebauch u.ä. einfach abgetragen. Zunächst friere ich sie ein. Dann kommt sie zum Auftauen kurz in warmes Wasser. Jetzt kann man sie noch leicht gefroren umgekehrt flach auf ein Schneitbrett legen und die Fettschicht so dünn abtragen wie man es gerne hätte. Im Ganzen wird sie jetzt eine halbe Stunde im Wasser gekocht. Beim rausholen, gut abtropfen und nochmal mit Papiertücher abgetrocknet. So kann man sie wieder flach auf ein Schneitbrett legen. Geschnitten wird jetzt mit einem PIZZASCHNEIDER. Das geht irre schnell ohne lästiges hin und her, oder Schere. In einem Sieb werden sie jetzt gesalzen wie Pommes. Auf das Backblech mit Dauerbackpapier gut ausbreiten, Salzen nochmal nach Geschmack. Ein weiteres Dauerbackpapier drauflegen und ein Backblech verkehrt herum drauflegen ( wie hier ja schon beschrieben) Eine Stunde bei 220 ° Ober/ unterhitze. Zwischendurch einmal duchrühren. In Abtropfsieb schütten. Nach dem Abkühlen kann man das Backpapier in die Spülmaschine tun. Seitdem hab ich keinerlei Schweinerei beim Ofenreinigen und auch keine wunden Finger wegen dem Schneiden der Schwarte.

    • Moin Kurt,

      viele Dank für all die Tipps! Ich benutzt mittlerweile ein Roll-Messer, dass es im Schneiderbedarf gibt, um die Schwarte klein zu schneiden.

      Deine Erfahrungen sind bestimmt noch nützlich für alle Leser.

      Ich freu mich, dass du hier bist!

      Alles Liebe,
      miho

      • Hallo Michaela

        Das ist wahrscheinlich das gleiche Messer, bei uns läuft es unter Pizzaschneider. Erspart viel Arbeit.
        Ich bin erst durch deine Webseite dazu gekommen die Schweineschwarten so zu verwerten. Mittlerweile nascht sogar unser Enkel gerne davon. Bei mir halten sie meist drei Tage und sind dann noch knusprig.
        Den Tipp mit der Alufolie sehe ich übrigens etwas kritisch, man weiß nie wieviel Aluminium mit gegessen wird. Deswegen bevorzuge ich Backpapier.
        Viele Grüße
        Kurt

        • Lieber Kurt,
          Ich freue mich wirklich sehr, dass ich dich auf die Idee bringen konnte Schweineschwartenchips zu machen. Ich danke dir auch für all die Tipps. Besonders toll finde ich natürlich, dass dein Enkel sie auch ganz gerne mag.
          Alles Liebe,
          miho

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