Als unsere Oma mir sagte, dass dieses Hafer-Dinkel-Kastenbrot mit Buttermilch ohne Vorheizen in den Ofen kommt, konnte ich mir kaum vorstellen, dass das funktioniert. Aber was soll ich sagen: Es funktioniert tatsächlich ganz hervorragend! Ob man nun Dinkelbrot, Haferbrot oder Buttermilchbrot dazu sagt, ist wurscht! Es vereint alles in einem. Wir lieben dieses saftige Brot zum Frühstück, obwohl wir Vollkornbrote sonst mittags oder abends essen, aber es schmeckt eben auch mit süßem Aufstrich und mit herzhaftem Belag wie Wurst und Käse. Sogar zum Eintopf oder zur Suppe ist es tatsächlich eine gute Idee!

Der Brotteig für das Hafer-Dinkel-Kastenbrot ist schnell gemacht und das Dehnen und Falten sind während der Gehzeit erledigt. Jeder, der schon mal Brot gebacken hat, macht das mit links. Das Einzige, was man wirklich beachten sollte, ist, dass Brotteige, die mit Dinkelmehl gebacken werden, nicht so lange und so intensiv wie Weizenteige geknetet werden dürfen. Das Glutengerüst ist einfach viel empfindlicher und wenn es zerstört ist, kann der Teig die Hefegase nicht mehr richtig halten. Die Krume wird dicht und klebrig. Aber keine Sorge, es ist überhaupt nicht kompliziert, wenn du dich an dieses Rezept hältst!
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Hafer-Dinkel-Kastenbrot Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Brot Rezepte! Schaut euch auch die dänische Handværkere Brötchen, das Kohlbrot oder das Tomatenbrot mit Oregano an.
Zutaten
Das braucht ihr für das Hafer-Dinkel-Kastenbrot mit Buttermilch
150 Gramm Haferflocken,
500 Milliliter Buttermilch,
1 Esslöffel Zuckerrübensirup,
10 Gramm Hefe,
360 Gramm Dinkelvollkornmehl,
11 Gramm Salz,
1 Prise Liebe und
Haferflocken zum Bestreuen.
Zubereitung
Ein Stück weiter unten findet ihr die Tipps zu meinem Hafer-Dinkel-Kastenbrot mit Buttermilch. Dort erfahrt ihr, wie man das Brot abwandeln kann und wie lange es haltbar ist.
- Zunächst alle Zutaten abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- Eine Kastenform mit Trennspray einsprühen oder fetten und mit Haferflocken ausstreuen..
- Ein Backblech in die untere, mittlere Schiene des Backofens schieben.
- Dann die Haferflocken mahlen (ich mache das in meinem Thermi: 30 Sekunden auf höchster Stufe) und anschließend zur Seite stellen.
- Die Buttermilch zusammen mit dem Sirup leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen.
- Die gemahlenen Haferflocken und das Dinkelvollkornmehl mit dem Salz vermischen und in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.
- Die Hefemischung hinzufügen und die Zutaten zunächst kurz auf niedriger Stufe vermischen.
- Dann die Geschwindigkeit der Maschine auf mittlere Stufe erhöhen und 5 Minuten kneten.
- Die Rührschüssel mit einem Tuch abdecken und den Teig etwa 60 Minuten gehen lassen.
- Nach jeweils 20 und 40 Minuten den Teig dehnen und falten. (Ich mache das mit feuchten Händen und ich feuchte auch die Arbeitsfläche ganz leicht an.)
- Zum Ende der Gehzeit den Hefeteig ein weiteres Mal dehnen und falten.
- Anschließend in die vorbereitete Form legen und mit feuchten Fingern zurechtdrücken.
- Eventuell die Oberfläche nochmal leicht befeuchten und Haferflocken aufstreuen.
- Wer schlau ist, schneidet das Brot oben etwa einen Zentimeter tief ein. (Ich verwende dafür ein Bäckermesser (siehe unten).)
- Dann die Kastenform mit dem Hafer-Dinkel-Kastenbrot in den kalten (!) Backofen stellen.
- Die Temperatur auf 220 °C Ober-/Unterhitze einstellen und das Brot 50 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es eine Kerntemperatur von 96 °C hat – ich messe das mit einem Thermometer (siehe unten).
Ich stürze das Hafer-Dinkel-Kastenbrot dann auf ein Backgitter und lasse es vor dem Anschneiden vollständig auskühlen.
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Tipps für das Hafer-Dinkel-Kastenbrot mit Buttermilch
Ich verwende ein Bio-Vollkorn-Dinkelmehl für dieses Brot. Bei den Haferflocken greife ich gern auf die zarte Variante zurück, dieses Dinkelbrot Rezept funktioniert aber auch mit der kernigen Variante. Letztere muss man vielleicht ein bisschen länger mahlen.
Haltbar ist das Hafer-Dinkel-Kastenbrot, wenn es gut verpackt und nicht zu warm gelagert wird, etwa 3 Tage. Ich kann nur empfehlen, es in Scheiben zu schneiden, einzeln vorzufrosten und dann in Tüten zu packen. Aufgetautes oder nicht mehr so ganz frisches Brot knuspern wir zu Hause gern auf unserem dänischen Flachtoaster (siehe unten) auf.
Wer wissen möchte, ob man das Dinkelmehl gegen Weizenmehl austauschen kann: Ja, das kann man, aber ich würde dann zunächst 10 % weniger Buttermilch nehmen und bei Bedarf noch etwas dazu geben. Man kann leichter Wasser nachgeben, als zu flüssigen Teig wieder fest zu bekommen. Der Originalteig ist eher klebrig!
Ich werde oft gefragt, ob man die Buttermilch ersetzen kann. Ich habe es auch schon mit Kefir gebacken und ich kann mir vorstellen, dass es funktioniert, wenn man Joghurt so weit mit Wasser verdünnt, bis die Flüssigkeit der Konsistenz von Buttermilch ähnelt. Das Brot braucht die Säure. Wer also nur Milch oder Wasser verwendet, sollte ein paar Tropfen Essig dazu geben.
Ja, man kann auch Dinkelflocken verwenden. Aber Haferflocken haben einen ganz eigenen Geschmack, der für dieses Brot wichtig ist. Ich empfehle immer, erstmal das Originalrezept für das Hafer-Dinkel-Kastenbrot zu backen und erst dann das Rezept abzuwandeln. So hat man eine Idee davon, wie der Teig und das fertige Brot sein sollen.
Wer keinen Zuckerrübensirup, der hier meine ausdrückliche Empfehlung ist, im Haus hat, kann versuchen, ihn durch Ahornsirup oder 10 Gramm Zucker zu ersetzen. Das Ergebnis weicht dann aber wirklich von meinem ab.

Solltet ihr noch Fragen zum Rezept oder der Zubereitung haben, schreibt mir doch bitte einen Kommentar unter diesem Beitrag. Eure Frage ist mit Sicherheit auch für andere interessant … Ich lese, bevor ich loslege, auf anderen Blogs immer zuerst die Kommentare. Wenn ihr einen Fehler gefunden habt, dann gebt mir doch bitte auch in einem Kommentar einen Tipp. Ich sehe es hier auf dem Blog am schnellsten und kann flott etwas korrigieren.
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Und jetzt: Gaaaanz viel Spaß beim Nachbacken und vor allem beim Genießen!
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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