Würziger Currywurstauflauf mit cremiger Kartoffelhaube

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Das erste Mal, als es diesen Currywurstauflauf bei uns zu Hause gab, guckte die Familie skeptisch. Nun gut, meine Lieben mussten in den fast 14 Jahren, die ich blogge, schon so einiges probieren. Der Punkt war: Es gab keine Pommes dazu. Aus der Skepsis wurde aber ganz schnell die ganz große Auflauf-Liebe. Denn kartoffelig geht’s trotzdem zu! Alle in unserer Familie stehen total auf selbstgemachten Kartoffelbrei, und tatsächlich passt der super dazu! Aber nicht nur der ist selbstgemacht: Auch die Currysoße kommt ohne Fertigsoße oder Ketchup aus. Ich steh’ da nicht so drauf. Vielleicht geht´s euch ja auch so!

Teller mit Currywurstauflauf mit Kartoffelhaube. Dekoriert mit Currypulver, Apfelmus und Gewürzstreuern.

Bei uns wird abends warm gegessen, und dafür lässt sich dieser Currywurstauflauf auch gut in Teilen vorbereiten. Also, ganz gleich, ob Mittagessen oder Feierabendküche: Dieser besondere Auflauf wird bei uns meistens restlos verputzt. Dieses Gericht ist auch ganz wunderbar als Partyessen geeignet und mal ’ne tolle Abwechslung zur ewig gleichen Käse-Lauch-Hack- oder Pizzasuppe. Tatsächlich kredenze ich es sogar Gästen, wenn ich weiß, dass sie total auf Currywurst stehen. Daneben lag ich damit noch nie! Die Zutaten sind im Grunde unspektakulär, und bis auf die Bratwurst habe ich dafür immer alles im Haus. Wenn das bei dir auch so ist, dann solltest du den Currywurstauflauf unbedingt mal ausprobieren.

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Currywurstauflauf Rezept

Ihr findet auf herzelieb noch mehr Mittagessen Rezepte! Schaut euch auch den Samsøfad aus Dänemark, das Wikingerauflauf oder das Fliegender Jakob aus Schweden an.

Teller mit einem Auflauf nach einem Currywurstauflauf Rezept. Der Auflauf hat eine Kartoffelhaube

Zutaten 

Für das Currywurstauflauf Rezept braucht ihr 
1 Zwiebel, 
1 Knoblauchzehe, 
Öl zum Anbraten, 
2 Esslöffel Tomatenmark, 
4 Esslöffel Currypulver,
50 ml dunkler Balsamico, 
500 Gramm passierte Tomaten, 
100 Gramm Apfelmus, 
2 Teelöffel schwarzer Pfeffer, 
2 Teelöffel Cayennepfeffer, 
1 Lorbeerblatt, 
2 Teelöffel Gemüsebrühe-Pulver, 
1 Prise Liebe,
750 Gramm mehligkochende Kartoffeln, 
10 Gramm Salz zum Kartoffelkochen, 
6–8 Bratwürste, 
250 ml Milch, 
50 Gramm Butter, 
Salz zum Abschmecken und 
evtl. Honig oder Zucker zum Nachsüßen

Zubereitung

Etwas weiter unten bei den Tipps gibt es noch wichtige Hinweise zur Haltbarkeit, zu den Zutaten und zum Abwandeln. Wer Fragen zu diesem Currywurstauflauf Rezept hat, sollte da zuerst nachschauen.

  1. Zunächst alle Zutaten für den Auflauf abwiegen, abmessen und bereitstellen.
  2. Eine Auflaufform (siehe unten) einfetten und bereitstellen.
  3. Ein Backblech in die untere der beiden mittleren Schienen im Ofen schieben.
  4. Dann die Zwiebeln schälen und klein würfeln.
  5. Den Knoblauch abziehen und fein hacken. (Ich verwende dafür eine Knoblauchwippe (siehe unten).)
  6. Danach das Öl in einer tiefen Pfanne (siehe unten) erhitzen.
  7. Die Zwiebel und den Knoblauch darin anschwitzen.
  8. Dann beides kurz an den Rand des Topfes schieben und das Tomatenmark in der Mitte anschwitzen.
  9. Alles wieder miteinander verrühren, das Currypulver darüberstreuen und alles zusammen noch kurz anschwitzen.
  10. Mit dem Balsamico ablöschen und diesen kurz verdampfen lassen. 
  11. Dann die Tomaten, das Apfelmus und die Gewürze sowie das Gemüsebrühe-Pulver dazugeben und alles einmal aufkochen.
  12. Danach die Hitze reduzieren und etwa eine halbe Stunde bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  13. Die Kartoffeln schälen und evtl. halbieren oder vierteln, damit alle gleich groß sind.
  14. Mit kaltem Wasser aufsetzen, das Salz zugeben und die Kartoffeln in rund 20 Minuten gar kochen.
  15. Während die Kartoffeln kochen, die Bratwürste in Scheiben schneiden und in einer Pfanne anbraten. Sie sollen leicht gebräunt sein! Anschließend kurz zur Seite stellen.
  16. Dann die Kartoffeln abgießen und abdampfen lassen.
  17. Die Milch aufkochen.
  18. Zunächst 150 Milliliter davon zu den Kartoffeln geben und diese mit einem Kartoffelstampfer zu Kartoffelbrei stampfen. Alternativ die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und anschließend die Milch zugeben.
  19. Die Butter unterrühren.
  20. Falls der Kartoffelbrei zu fest ist, noch etwas Milch zugeben. (Er muss aber ein bisschen fester sein, damit die Kartoffelhaube nicht in die Soße fließt.)
  21. Das Kartoffelmus mit Salz abschmecken, Deckel auflegen und zur Seite stellen.
  22. Jetzt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  23. Nun das Lorbeerblatt aus der Currysoße entfernen und diese dann mit einem Stabmixer (siehe unten) (oder im Thermi) pürieren. Ich püriere nicht stark, aber wer pingelige Familienmitglieder hat, sollte dafür sorgen, dass sie richtig glatt ist. Achtung: Die Soße darf nicht zu dick sein, sie kocht noch etwas ein im Ofen! Eventuell noch heißes Wasser zufügen. 
  24. Die Bratwurststücke unterrühren.
  25. Nochmal mit Gemüsebrühpulver abschmecken und dann in die Auflaufform füllen.
  26. Darauf den Kartoffelbrei verteilen und den Currywurstauflauf für 30 Minuten in den Backofen auf das Blech stellen.

Bei uns gibt’s keine Deko und keine weiteren Beilagen zum Auflauf – er wird so auf den Tisch gestellt und jeder nimmt sich so viel, wie er mag. Wenn euch das zu rustikal ist, dann serviert einen Salat dazu. 

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Tipps für Currywurstauflauf

Im Kühlschrank ist dieser Auflauf etwa 2–3 Tage haltbar. Dafür bitte gut verpacken, damit er keine Gerüche oder Geschmäcker von anderen Lebensmitteln annimmt. Zum Einfrieren eignet sich dieses Gericht meiner Erfahrung nach leider nicht. Beim Aufwärmen bitte immer vollständig durcherhitzen.

Statt passierter Tomaten verwende ich lieber gehackte Tomaten, weil ich mir einbilde, dass die Qualität der Früchte meistens besser ist. Allerdings enthält die passierte Variante keine Kerne mehr. Beides ist für diesen Currywurstauflauf möglich!

Wer mag, kann ganz zum Schluss einen Klecks Rübensirup dazugeben (den aus der gelben, runden Verpackung). Das gibt noch einen kleinen Geschmackskick. Auch ein wenig Rauchsalz (siehe unten) oder Paprika de la Vera (geräuchertes Paprikapulver) (siehe unten) sind eine gute Idee, wenn man Raucharomen mag.

Mein Mann bereitet dieses Gericht mit 100 Gramm Speck zu oder brät zuerst eine Speckschwarte aus. Auch das sorgt für Raucharomen. Das ist Geschmackssache: Das Kind und ich mögen den Currywurstauflauf gern ohne große Räuchernoten.

Ich werde oft gefragt, welche Bratwurst für den Auflauf die richtige ist. Meistens wird Rostbratwurst verwendet, also eine Schweinebratwurst. Wir lieben den Auflauf mit Geflügelbratwurst. Die ist schön mild und bringt die Geschmacksknospen nicht noch weiter durcheinander.

Ja! Man kann den Currywurstauflauf mit Käse überbacken. Meins ist es nicht, aber wer das unbedingt machen möchte, soll es tun. Ich empfehle dann eine milde Käsesorte wie jungen Gouda oder schnittfesten Mozzarella. Ich liebe Käse, aber es gibt Gerichte wie diesen Auflauf, die mag ich eher ohne!

Auch ich hab’ mal keinen Balsamico im Haus. Dann ersetze ich ihn durch einen normalen Essig mit 5% Säure. Ob Apfelessig, Branntweinessig oder Weinessig, ist dabei einerlei. Diese Currywurstsoße braucht Säure.

Die Currysoße bereite ich meistens einen Tag vorher zu. So können sich die Aromen gut verbinden, und ich spare mir am Tag des Essens ’ne Menge Zeit. Die Soße erhitze ich dann aber noch mal, bevor die Bratwurststücke dazukommen.

Was ist beim Kartoffelbrei für den Currywurstauflauf zu beachten?

Das Wichtigste ist, dass die zugegebene Milch kochend heiß ist. Sie sollte ungefähr so heiß sein wie die Kartoffeln. Ich habe das viele Jahre falsch gemacht. Erst als meine Mutter sah, wie ich den Kartoffelbrei zubereite, verriet sie mir eines ihrer Geheimnisse.

Mehligkochende Kartoffeln sind genau die richtige Wahl für die Haube auf dem Currywurstauflauf. Wenn ich keine bekomme, weiche ich für das Kartoffelmus auf vorwiegend festkochende Sorten aus. Mit festkochenden Kartoffeln wird der Kartoffelbrei nicht so, wie ich ihn mir vorstelle: Es ist schwer, sie ganz glatt zu stampfen.

Statt Milch kann man auch Sahne oder ein Milch-Sahne-Gemisch verwenden. Nur Wasser oder Brühe zu verwenden, ist keine gute Idee: Der Geschmack ist dann ein völlig anderer.

Ja, es ist richtig, dass ich 10 Gramm Salz verwende – auf einen Liter Wasser! Das ist nicht zu viel, denn das Kochwasser wird später abgegossen. Es geht mir nicht nur darum, die Kartoffeln zu salzen: Sie sollen beim Kochen auch möglichst wenig von ihrem Geschmack ans Wasser abgeben.

Die Kartoffeln bitte nicht mit einem Pürierstab oder einem Mixer auf hoher Stufe zu Kartoffelmus verarbeiten! Werden sie zu heftig bearbeitet, werden die Kartoffelzellen stark zerkleinert und es tritt mehr Stärke aus. Dadurch wird das Kartoffelmus zäh, klebrig und kleisterartig.

Normalerweise gebe ich noch geriebene Muskatnuss in den Kartoffelbrei. Bei der Kartoffelhaube für den Currywurstauflauf lasse ich sie aber weg, denn hier soll der Currygeschmack im Vordergrund stehen. Muskat stört da nur.

Welches Currypulver für den Currywurstauflauf?

Ich verwende ein ganz normales Currypulver aus dem Discounter, weil ich mehrfach Tests gelesen habe, in denen solche Pulver geschmacklich als Allrounder bewertet wurden, und ich das auch so empfinde. Diese Currypulver sind eher mild bis mäßig würzig. Currypulver ist aber eine Gewürzmischung, deren Würzkraft stark variieren kann. Deshalb schaue ich auf die Verpackung: Steht dort „Hot“, nehme ich für den Currywurstauflauf weniger davon. Ich empfehle, die Sorte zu verwenden, die einem schmeckt. Die Schärfe reguliere ich lieber mit Cayennepfeffer oder Chili.

Ein Teller mit Currywurstauflauf mit Bratwurst in Currysoße und einer Kartoffelhaube

Ich weiß, dass diese Rezeptidee ein wenig verrückt klingt. Aber wäre es nicht langweilig, wenn nicht mal was Neues ausprobiert wird? Glaubt mir, Currywurst liebt fast jeder! Ich bin wahrlich kein großer Bratwurst-Fan, aber für ’ne ordentliche Currywurst – und diesen Currywurstauflauf – lass ich alles andere auch mal stehen. 

Kocht erst mal das Original-Rezept, dann wisst ihr, was ihr beim nächsten Mal verändern könnt. Bei mir schmeckt dieses Gericht jedes Mal ein bisschen anders, weil ich gern experimentiere: Orangensaft statt Apfelmus, ein Schuss Worcestersoße oder auch mal der Rest von einem Wein. Dieses Currywurstauflauf Rezept bietet viel Platz für kreative Abwandlungsmöglichkeiten.

Und wie immer: Solltet ihr einen Fehler im Rezept gefunden haben oder Fragen haben, schreibt mir direkt unter diesen Beitrag einen Kommentar. Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Konstruktive Kritik? Immer her damit. Aber ich freu’ mich auch mal über ein Lob. Und jetzt viel Spaß beim Nachmachen!

Guten Appetit und alles Liebe,
miho

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