Selbstgebackenes Brot ist für mich immer unwiderstehlich und ich stand schon immer auf Kartoffelbroten und Karottenbroten, weil sie oft lange frisch und besonders saftig sind. Das ist bei diesem Kartoffel-Karotten-Brot auch so! Das passt nicht nur super für die herzhafte Stulle zum Abendbrot, ich liebe dieses Mischbrot auch süß belegt zum Frühstück. Tatsächlich mag ich es auch gern als Beilage zu Suppe oder Salaten. Dieses Kartoffelbrot wird mit einer Mischung aus zwei Weizenmehlen und einem kleinen Anteil Roggen gebacken. Ich finde, das ist eine perfekte Mischung, ohne dass das Brot zu rustikal wird.

Ich backe dieses Brot gern, wenn ich noch Karotten oder Kartoffeln habe, die ich verwerten möchte. Besonders, wenn Kartoffeln beim Mittagessen oder Abendessen übrig bleiben, bietet es sich an, abends den Vorteig anzusetzen. Der geht dann über Nacht im Kühlschrank, bevor am nächsten Tag mit den übrigen Zutaten dann ein leckeres und fluffiges Brot entsteht. Es ist überhaupt nicht kompliziert, dieses Kartoffel-Karotten-Brot zu backen. Vielleicht hast du sogar alle Zutaten dafür schon im Haus? Dann kann’s doch gleich heute Abend losgehen mit dem Teig-Ansetzen.
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Kartoffel-Karotten-Brot Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Brot Rezepte! Schaut euch auch die saftigen Kartoffelbaguettes, das Morotslimpa aus Schweden oder das dänische Franskbrød aus dem Topf an.

Zutaten
Für das Kartoffel-Karotten-Brot Rezept braucht ihr
300 Gramm Kartoffeln,
180 Gramm Weizenmehl Typ 1050,
270 Gramm Weizenmehl Typ 550,
100 Gramm Roggenmehl Typ 1150,
1 Prise Liebe,
150 Gramm Karotten,
21 Gramm frische Hefe,
360 Milliliter Wasser und
12 Gramm Salz
Weizenmehl oder Grieß zum Bestäuben.
Zubereitung
Wenn ihr Fragen zu diesem Brot-Rezept habt, dann scrollt gern mal weiter runter. Dort habe ich die meisten Fragen, die mir bisher gestellt wurden, schon beantwortet, und ich verrate auch, wie man Zutaten austauscht.
- Zunächst alle Zutaten für das Kartoffel-Karotten-Brot abwiegen, abmessen und bereitstellen. Dabei die Mehlsorten alle separat abwiegen.
- Die Kartoffeln schälen und in gesalzenem Wasser kochen. Anschließend abgießen und bis zum nächsten Tag vollständig auskühlen lassen. (Für das Rezept werden 200 Gramm gestampfte oder durchgedrückte Kartoffeln benötigt.)
- Danach 110 Gramm Weizenmehl Typ 1050 in eine Schüssel geben.
- 6 Gramm Hefe in 100 Millilitern Wasser auflösen und kurz alles zu einem Teig verrühren. Nicht lange kneten (ich mache das mit meinem dänischen Schneebesen (siehe unten))! Die Zutaten sollen sich nur so vermischen, dass das Mehl gebunden ist.
- Das restliche Mehl in einer Schüssel vermischen und bis zum nächsten Tag beiseite stellen.
- Die Schüssel mit dem Vorteig abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
- Am nächsten Tag die Kartoffeln durch eine Presse drücken oder stampfen. 200 Gramm davon abwiegen und beiseitestellen.
- Die Karotten schälen und fein raspeln. (Ich verwende dafür die feine Seite einer Vierkantreibe (siehe unten).). 100 Gramm der geriebenen Karotten abwiegen und ebenfalls zur Seite stellen. (Wenn die Karotten sehr saftig sind, drücke ich sie mit einem Küchen-Papiertuch aus.)
- Eine Kastenform mit Trennspray (siehe unten) einsprühen oder leicht fetten und mehlen.
- Den Vorteig in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und das restliche Mehl darauf streuen.
- Die restliche Hefe (15 Gramm) im verbliebenen Wasser (260 Milliliter) auflösen und dazugeben.
- Die Teigzutaten nun auf niedriger Stufe kurz vermischen,
- Auf mittlere Geschwindigkeit schalten und den Teig etwa 2 Minuten kneten
- Das Salz dazugeben und weitere 5 Minuten bei mittlerer Stufe kneten.
- In kleinen Portionen die gestampften oder durchgedrückten Kartoffeln und die geraspelten Karotten in den Teig einarbeiten.
- Dann den Brotteig in eine geölte Schüssel legen.
- Die Gehzeit beträgt 1,5 Stunden. Nach 30, 60 und 90 Minuten den Brotteig jeweils 3 Mal dehnen und falten. (Ich gebe den Teig für das Kartoffel-Karotten-Brot auf eine leicht mit Wasser eingesprühte Arbeitsfläche.)
- Nach dem dritten Mal Dehnen den Teig in eine Kastenform geben. Er ist sehr weich!
- Den Teig in der Kastenform nochmal 15–20 Minuten gehen lassen.
- In der Zwischenzeit den Backofen auf 250 °C Ober-Unterhitze vorheizen, ein Blech in die untere, mittlere Schiene schieben und auf den Boden des Ofens eine feuerfeste Schüssel stellen.
- Den Teig mit ein wenig Mehl oder Grieß bestäuben und mittig einschneiden. (Das geht am besten mit einm Bäckermesser (siehe unten)!)
- Dann die Kastenform in den Ofen stellen und in das Gefäß am Boden etwa 100 Milliliter Wasser schütten.
- 10 Minuten backen, dann die Schüssel entfernen und den Dampf ablassen.
- Die Temperatur auf 190 °C reduzieren und das Kartoffel-Karotten-Brot weitere 45–50 Minuten backen.
- Das Brot ist fertig gebacken, wenn es eine Kerntemperatur von 96–98 Grad hat. (Ich messe das mit einem Thermometer (siehe unten))
- Dann das Kartoffel-Karotten-Brot aus dem Ofen nehmen, aus der Form stürzen und auf einem Backgitter vollständig auskühlen lassen.
Das Brot sollte nicht zu früh angeschnitten werden. Ich nehm es oft aus der Form und stell es „unten ohne“ nochmal für wenige Minuten in den Backofen, damit es rundum trocken ist.
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Tipps für Kartoffel-Karotten-Brot
Haltbar ist dieses Brot etwa 3 Tage. Gut verpacken und kühl, aber nicht im Kühlschrank lagern. Ich friere das Brot in Scheiben geschnitten auch gern ein. Allerdings essen wir es spätestens innerhalb von 3 Monaten, denn besser wird´s im Froster auch nicht. Ich knuspere es auf unseren dänischen Flachtoaster (siehe unten) zum Auftauen oder danach auf!
Am besten eignen sich mehligkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln für das Brot. Damit erziele ich meine besten Backergebnisse. Festkochende Kartoffelsorten enthalten weniger Stärke und sie lassen sich auch weniger gut stampfen oder durch die Presse drücken.
Ich werde oft gefragt, ob man statt Weizenmehl auch Dinkelmehl bei diesem Kartoffel-Karotten-Brot verwenden kann. Kann man, ABER Dinkelmehl nimmt weniger Wasser auf. Ich würde 5–10 % weniger Wasser verwenden. Noch wichtiger ist aber, dass Dinkelteige nicht so lang und intensiv geknetet werden dürfen wie Weizenteig, weil das Glutengerüst empfindlicher ist. 5–8 Minuten Knetzeit reichen in der Regel, während ein Weizen-Brotteig bei mir 9–10 Minuten geknetet wird.
Die Karottenraspeln lege ich in eine Schüssel, die mit Küchenpapier ausgelegt ist, damit Flüssigkeit aufgenommen werden kann. Sie sollen nicht trocken sein, aber zu viel Flüssigkeit macht den Teig zu weich. Der Teig ist ohnehin nicht so fest wie bei anderen Broten, aber er erhält durch das Dehnen und Falten ein wenig Struktur.
Wer das Kartoffel-Karotten-Brot mit Trockenhefe backen möchte, verwende insgesamt 7 Gramm, das ist ein Päckchen. 2 Gramm der trockenen Hefe sind für den Vorteig, 5 Gramm für den Hauptteig. Am besten wiegt man das mit einer Feinwaage bzw. Miniwaage ab.
Wer weder einen Kartoffelstampfer, noch eine Kartoffelpresse hat, kann die Kartoffeln auch auf der feinen Seite einer Vierkantreibe raspeln. Bitte nicht im Thermi schreddern, da kann die Stärke leicht schleimig werden. Das gilt natürlich auch für andere Küchenmaschinen dieser Art.

Wie immer meine Bitte: Solltest du noch Fragen haben, schreib sie in einen Kommentar gleich unter diesem Beitrag für das Kartoffel-Karotten-Brot. Erfahrungsgemäß interessieren sich immer viele Leser dafür – oft haben sie dasselbe Fragezeichen im Kopf. Und wenn du einen Fehler gefunden hast: Sei so lieb und gib mir einen Hinweis in einem Kommentar. Dann kann ich ganz flott etwas berichtigen.
Und jetzt viel Spaß mit diesem Brot-Rezept, lass es dir schmecken!
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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