Köttfärssoppa ist eine schwedische Hackfleischsuppe, die wahrscheinlich jeder Schwede kennt. Sie gehört zu den schnellsten Alltagsgerichten und sie ist nicht nur ein schnelles Mittagessen, sondern auch für die Feierabendküche eine richtig gute Idee. Ich würde sie als Sattmacher-Suppe bezeichnen und bei uns zu Hause ist sie ein typisches Samstag-Essen … der Tag, an dem eingekauft und das Haus geputzt wird. Bei der Köttfärssoppa gibt es, bis auf die Chilischote, keine exotischen Zutaten, was aber nicht heißt, dass sie nicht abgewandelt werden würde. Die Grundzutaten sind Hack, Karotten und Kartoffeln – der Rest ist – auch in Schweden – Familienrezept, Kreativität, Geschmackssache und eine Frage des Kühlschrank-Inhalts.

Was ich damit sagen will: Es gibt kein Köttfärssoppa Originalrezept. Es gibt wahrscheinlich fast genauso viele Rezepte wie Familien in Schweden. Ich lieb diesen Eintopf nicht nur, weil er schnell gemacht ist. Die meisten Zutaten habe ich sowieso immer im Haus und Hackfleisch ist vergleichsweise günstig und ich kann es fast überall bekommen. Was ich noch besser finde: Die Suppe schmeckt aufgewärmt fast noch ein bisschen besser und ich kann sie gut nochmal mit Gemüse und Kartoffeln auffüllen. Wer es würzig mag und auf schnelle Küche steht, der sollte sie mal nachkochen. Ich bin mir sicher, dass ihr ganz schnell „euer Rezept“ findet – bis dahin ist vielleicht meine Version der Köttfärssoppa genau richtig.
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Köttfärssoppa Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr schwedische Rezepte! Schaut euch auch den Ajvarsuppe mit Hackfleisch, die Ochsenschwanzsuppe oder die klassische Linsensuppe an.
Zutaten
Für die Köttfärssoppa aus Schweden braucht ihr
1 Zwiebel,
1 Knoblauchzehe,
1/2 rote Chilischote,
2 Teelöffel Fett zum Anbraten,
500 Gramm Hackfleisch,
3 Esslöffel Tomatenmark,
1 Liter Wasser,
1–2 Teelöffel Gemüsebrühepulver,
4 mittlere Kartoffeln,
3–4 Karotten,
1 Prise Liebe,
1/2 Teelöffel Senf,
1 Teelöffel Paprikapulver,
1/2 Bund Petersilie und
Salz und Pfeffer zum Abschmecken.
Zubereitung
Wie man die Köttfärssoppa abwandeln kann und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahrt ihr ein Stück weiter unten bei den Tipps. Dort habe ich die meisten Fragen, die mir bisher zu diesem Rezept für die schwedische Hackfleischsuppe gestellt wurden, beantwortet.
- Zunächst alle Zutaten für die Köttfärssoppa aus Schweden abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- Dann die Zwiebeln abziehen und würfeln.
- Die Knoblauchzehe abziehen und fein hacken. (Ich verwende dafür eine KnoblauchwippeKnoblauchwippe – unglaublich praktisch, ohne Geruch an den Fingern aus Edelstahl.)
- Danach die Chilischote waschen, die Hälfte entkernen und fein schneiden.
- In einer Pfanne das Fett erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen.
- Dann das Hackfleisch dazugeben und alles gut anbraten. Das Fleisch soll bräunen, die Röstaromen sind wichtig.
- Den Knoblauch unterrühren.
- Dann alle Zutaten an den Rand schieben und das Tomatenmark in der Mitte anschwitzen.
- Das Wasser und das Gemüsebrühepulver dazugeben und den Pfanneninhalt aufkochen.
- In der Zwischenzeit die Kartoffeln und die Karotten schälen.
- Die Kartoffeln in Stücke schneiden – ich schneide zuerst Scheiben, die ich dann in mundgerechte Stücke teile.
- Die Karotten in Scheiben schneiden.
- Beides in der Pfanne mit den anderen Zutaten vermischen.
- Senf und Paprika unterrühren, den Pfannendeckel auflegen und alles einmal aufkochen
- Die Köttfärssoppa danach 15–20 Minuten auf niedriger bis mittlerer Stufe sanft köcheln lassen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In der Zwischenzeit die Petersilie hacken.
- Die Crème fraîche glatt rühren.
- Die Köttfärssoppa nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Hackfleischsuppe ist fertig, wenn die Kartoffeln weich sind. Wir mögen es, wenn die Karotten noch ein bisschen Biss haben. Kurz vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen und einen Klacks Crème fraîche draufsetzen.
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Tipps für die Köttfärssoppa aus Schweden
Wer keine rote Chilischote hat, kann auch Cayennepfeffer, Chiliflocken oder Chilifäden für die Hackfleischsuppe verwenden. Cayennepfeffer ist übrigens gar kein Pfeffer. Er wird aus den Früchten der Chilisorte „Cayenne“ gemacht und ist streng genommen also Chili.
Wenn der Köttfärssoppa noch das „gewisse Extra“ fehlt, dann hilft meist eine Säure. Ein paar Tropfen Essig können schon Wunder wirken. Manchmal fehlt auch Süße, dann geb’ ich ne Prise Zucker dazu. Wer es sich einfach machen will, gibt einfach ein bis zwei Teelöffel von meinem dänischen Gastrik dazu.
Meine Tochter gibt in die Suppe gern ein paar Tropfen Sojasoße und meine schwedische Freundin würzt damit sogar die ganze Suppe. Nicht übertreiben, auf den ganzen Eintopf reichen meist schon ein bis zwei Teelöffel. Auch Worcestersoße ist toll zum Würzen.
Zusätzlich zu den Kartoffeln und den Möhren schnippele ich auch gern mal Pastinaken, Paprika oder Stangensellerie mit in den Eintopf. Es passt fast alles dazu, auch ein Stück Petersilienwurzeln ist eine gute Idee.
Statt Gemüsebrühe verwenden die Schweden in der Regel Fleischbrühe in Form von Brühwürfeln. Tatsächlich schmeckt mir die Köttfärssoppa damit auch ein klitzekleines bisschen besser. Allerdings haben wir in der Regel nur Gemüsebrühe im Haus und das Töchterchen mag sie einfach lieber.
Für diesen Eintopf verwende ich meistens vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie zerfallen nicht so sehr wie mehlige Kartoffelsorten. Die Kartoffelstücke bleiben bei einer festkochenden Sorte zwar besser in Form, aber ich mag es, wenn die Suppe durch die (teilweise zerfallenen) Kartoffeln eine leichte Bindung bekommt.
Noch ein kleiner Tipp für alle, die es wirklich richtig deftig mögen. Raucharoma tut der Suppe dann gut! Wer ein bisschen Speck oder eine Speckschwarte mit anbrät und mitkocht, kommt dann voll auf seine Kosten. Für diejenigen, die nur eine leichte Rauchnote möchten: Rauchsalz oder Paprika de la Vera (geräucherter Paprika) ist dann eine gute Idee.

Probiert gern mal ein bisschen herum, das macht Spaß und man entdeckt ganz neue Geschmackskombinationen. Aber ich bitte euch, das Rezept erst einmal im Original zu kochen, damit ihr wisst, wie es schmecken soll. Denn manchmal erreichen mich Nachrichten wie: „Deine Brokkoli-Suppe Rezept ist ganz schlecht: Statt des Emmentalers habe ich Tilsiter genommen und den Brokkoli gegen Kohlrabi ausgetauscht. Außerdem braucht kein Mensch Speck: Ich hab’ den einfach mit Sonnenblumenkernen ersetzt. Hat nicht geschmeckt.“ Ja, komisch, nä?
Solltet ihr noch Fragen zu diesem Rezept haben oder einen Fehler gefunden haben, schreibt mir doch bitte direkt unter diesen Beitrag einen Kommentar. Hier sehe ich es am schnellsten und ich kann auch entsprechend zeitnah reagieren. Und jetzt lasst es euch schmecken!
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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