Dessert im Glas – Rezept mit Dickmelk, Limone und Holunder auf Keksboden

Fragt mich bitte nicht, wie ich auf die Idee kam, ein Rezept für ein Dessert im Glas mit Dickmilch auszutüfteln! Ich liebe Dickmilch mit Zucker und Schwarzbrotbröseln (ein typisch norddeutsches Gericht) und genau deswegen ist sie auch regelmäßiger Gast in meinem Kühlschrank. Ausserdem kann ich einem Dessert im Glas selten widerstehen! Mit ein bisschen Experimentierfreude, viel Liebe und ein paar kleinen Misserfolgen entstand dieses Limonen-Dickmelk-Dessert mit Butterkeksboden und Holundergelee.

Ich hatte eine ungefähre Vorstellung von dem Dessert im Glas, das entstehen sollte. Aber einen Fahrplan oder ein Rezept hatte ich nicht. Einen Keksboden zu kreieren ist keine große Angelegenheit. Ich wollte eine luftig-leichte, und dennoch sahnige Dickmilchmasse und ich hatte keine Ahnung, wie ich das erreichen konnte. Ich hab dann mal drauflos gezaubert, mich durch Hindernisse gekämpft und das Rezept für euch aufgeschrieben:

Limonen-Dickmelk Dessert im Glas

Zutaten für den Keksboden:

125 g Butterkekse
100 g Butter
70 g Puderzucker

Zutaten für die Limonen-Dickmilch-Masse

500 g Dickmilch
400 g Sahne
Abrieb von 1, 5 Limonen
50 g Puderzucker
1 Päckchen gemahlene Gelatine
2 Hände voll Liebe

Zutaten für das Holundergelee

400 ml Holundersaft
1-2 Msp. Zimt
250 g Gelierzucker 2:1

So wird das Dessert im Glas zubereitet:

Zuerst wird der Keksboden hergestellt. Dazu werden die Butterkekse mit einem Nudelholz in einem geschlossenen Gefrierbeutel zerbröselt. Puderzucker und Butterkeksbrösel vermengen und dann mit 100 g flüssiger Butter vermengen. Diese Masse wird in ein Weckglas gegeben und kalt gestellt.

Zum Schluss wird die Dickmilchmasse hergestellt. Dazu wird die Dickmilch mit dem Puderzucker und dem Limonenabrieb vermischt. Die gemahlene Gelatine zuerst in 4 Esslöffeln Wasser auflösen und 10 Minuten quellen lassen. In dieser Zeit wird die Sahne sehr steif geschlagen. Dann einige Esslöffel Dickmilch zu der Gelatine geben und mit dem Schneebesen gut verrühren. Nach und nach wird die gesamte Dickmilch zugefügt. Zum Schluss wird die Sahne vorsichtig untergehoben. Nicht rühren, sondern in einer schaufelnden, liebevollen und vorsichtigen Bewegung die Sahne unter die Dickmilch heben.
Diese Masse wird in das Glas auf den Keksboden gegeben und wieder kalt gestellt.

Als Nächstes wird das Holundergelee gekocht. Den Holundersaft zusammen mit dem Zimt in einen Topf geben, den Gelierzucker zufügen und aufkochen. Nach dem Aufkochen lässt man das Holundergelee noch 5 Minuten sprudelnd kochen, macht dann die Gelierprobe (einen Tropfen auf deinen kalten Teller geben und prüfen, ob die Masse geliert) und stellt dann die Herdplatte aus. Wenn das Gelee etwa handwarm abgekühlt ist, wird es vorsichtig mit einem Löffel auf die gekühlte Dickmilchmasse gegeben.
Das Dessert im Glas muss jetzt nur noch 1-2 Stunden gekühlt werden und dann guten Appetit!

Die Dickmilch-Sahne-Limonen-Masse ließ sich ganz wunderbar mit Gelatine andicken, das gelang mir aber nicht mit dem Holundersaft.
Laut Packunganleitung sollte die Gelatine mit ein paar Löffeln Wasser angerührt werden und dann 10 Minuten quellen, bevor man sie dann in den heißen Saft gibt. Nach 3 Versuchen gab ich auf. Ich habe gerührt, die Temperatur verändert und trotzdem tat sich schlichtweg gar nichts.
Am Rande der Verzweiflung entschied ich mich dann ein Fruchtgelee mit Gelierzucker zu kochen, damit hatte ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Diese Entscheidung war goldrichtig! Ein Fruchtgelee zu kochen ist mit fertigem Gelierzucker eine ganz einfache Sache.

Dieses Dessert hat mich überrascht, der buttrige Keksboden mit dem frischen, mild-zitruslastigem Geschmack der Dickmilch-Sahne und dem herben Aroma des Holundergelees ist eine gelungene Kombination – ganz nach meinem Geschmack.

Zuerst war ich der Meinung, es wäre vielleicht ein wenig zu süß. Eine ganz liebe Bekannte kam zum rechten Zeitpunkt vorbei und noch bevor sie sich wehren konnte, habe ich ihr ein Gläschen von diesem Dessert aufgedrängt. Ich vertraue ihrer Kompetenz als Testesserin – ihr Mann ist selbst ein passionierter Koch – und gebe das Rezept jetzt in der usprünglichen Form weiter, denn die liebe Heike hat mir glaubhaft versichert, dass das Dessert genau richtig komponiert ist.

Viel Spaß beim Nachmachen und alles Liebe
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

6 Kommentare

  1. Die Zutaten sind ganz nach meinem Geschmack. Wie viele von diesen süßen Gläsern kann man denn damit füllen?

    LG

    • Liebe Birgit,
      ich habe 8 Gläser damit gefüllt! Viel Spaß beim Nachmachen!
      Alles Liebe
      miho

  2. Liebe Michaela,

    ich muss dir erst mal zustimmen, was das angeht, dass man Desserts im Glas nicht widerstehen kann. Sie sind einfach immer ein Hingucker. Gerade dann, wenn verschiedene Schichten bei der Zubereitung entstehen.
    Deine Nachspeise hört sich sehr erfrischend an. Werd das baldmöglichst ausprobieren und freu mich jetzt schon.

    LG von einer Naschkatze :-)

    • Liebe Sandra,
      Ich freu mich, dass dir das Dessert gefällt. Viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit!
      Alles Liebe
      miho

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