Ich gebs ganz offen zu, ich liebe kleine Gerichte wie Hawaii-Toast oder „Strammer Max“ und was ich besonders liebe, aber doch ein bisschen mehr Arbeit macht, ist Jägertoast. Aber was ist das eigentlich? Typische Hausmannskost mit geröstetem Brot mit angebratenem Schweine- oder Kalbsfleisch, Pilzen, cremiger Soße und geschmolzenem Käse. Klingt lecker und kann auch mit Geflügel gemacht und super abgewandelt werden. So ein Jägertoast gibt’s bei uns auch, wenn sich morgens Gäste für abends ankündigen, und am Wochenende, wenn ich keine Lust auf viel Firlefanz habe, aber trotzdem was Tolles essen möchte.

Warum heißt das Ganze denn nun Jägertoast? Von Jäger-Art spricht man meistens wegen der Pilze, die in einem Gericht sind. Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze werden im Allgemeinen mit Wald und daher mit Jagd assoziiert. Stellenweise ist tatsächlich auch Wild gemeint. So einfach ist das. Eine „Geburtsurkunde“ gibt´s für dieses Gericht nicht. Niemand weiß genau, wann es diese Art Toast das erste Mal gegeben hat. Sicher ist, dass das Toastbrot erst Mitte des letzten Jahrhunderts populär wurde … aber natürlich hat man auch schon vorher Brot geröstet. Ich gehe davon aus, dass es, genau wie das Toast Hawaii, in den 1950er Jahren nach dem damals beliebten Schema „Toast + Belag + Käse + Ofen“ entstanden ist. Es ist einfach nur lecker, macht mal Jägertoast!
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Jägertoast Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Mittagessen Rezepte! Schaut euch auch den Strammer Max, das herzhafte Quarkbällchen oder den Kartoffelkrapfen an.
Zutaten
Für 2 Portionen Jägertoast brauchst du
500 Gramm Schweinefilet,
400 Gramm Pilze,
1 kleine Zwiebel,
1 Prise Liebe,
4 Scheiben Toastbrot,
Butterschmalz zum Braten,
4 Scheiben Käse,
200 Gramm Crème fraîche,
evtl. 1 Teelöffel getrockneten Thymian oder Rosmarin und
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung
Wenn du wissen möchtest, wie du das Jägertoast abwandeln kannst, welche Pilze und Käsesorten geeignet sind, dann scroll mal weiter runter zu den Tipps.
- Zunächst alle Zutaten für den Jägertoast abwiegen, abmessen und bereitstellen.
- Danach das Schweinefilet von Sehnen und Fett befreien und in ungefähr 1,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden.
- Die Pilze putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
- Die Zwiebel abziehen und klein würfeln.
- Dann die Toastbrotscheiben goldgelb toasten. (Ich verwende dafür unseren dänischen Flachtoaster (siehe unten))
- In einer Pfanne das Butterschmalz auslassen und die Schweinefiletscheiben von beiden Seiten jeweils 1 Minute scharf anbraten.
- Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und etwas abdecken.
- An dieser Stelle heize ich den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Noch etwas Butterschmalz in die Pfanne geben und die Pilze darin so anbraten, dass die Schnittflächen leicht gebräunt sind.
- Die Zwiebelwürfel dazugeben und mit anschwitzen.
- Alles mit Salz und Pfeffer würzen und die Crème fraîche einrühren.
- Jetzt eventuell getrocknete Kräuter unterrühren.
- Die Soße kurz etwas einkochen lassen (sie darf nicht zu flüssig sein) und dann noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Toastbrotscheiben aufs Backblech legen und die gebratenen Filetscheiben darauf verteilen.
- Darauf die Pilzsoße verteilen und jedes Toast mit Käse belegen.
- Das Backblech in die mittlere Schiene des Backofens schieben.
Das Jägertoast ist fertig, wenn der Käse zerlaufen und leicht gebräunt ist. Bei uns gibt´s nix dazu – aber ein Salat geht immer!
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Tipps für das Jägertoast
Es muss nicht immer Schweinefilet sein! Schmeckt aber am besten! Ich mache Jägertoast auch mit Rinderfilet oder Rindersteaks-Medaillons. Aber auch mit Hähnchenbrustfilet oder Putenbrust funktioniert dieses Rezept! Mein Tipp: Das Fleisch beim Braten ein wenig plattdrücken!
Beim Käse verwende ich das, was ich im Kühlschrank finde. Mittelalter Gouda ist ’ne ziemlich gute Idee, aber bei mir wird’s dann doch oft eher Höhlenkäse, Danbo, Emmentaler oder Gruyère. Auch schnittfester Mozzarella ist oft noch vorhanden. Wer es herzhafter möchte, nimmt mittelalte Sorten. Soll der Käse Fäden ziehen (was ich ziemlich gut finde), ist ein junger Käse die bessere Wahl.
Bei den Pilzen könnt ihr kreativ sein. Standardmäßig landen bei mir braune oder weiße Champignons in der Pfanne. Steinpilze und Pfifferlinge sind großartige Alternativen, wobei sie natürlich auch ein wenig Luxus sind, wenn man Pilze nicht selbst sammelt. Gefrorene Pilze kommen in einer dünnen Schicht in die sehr heiße Pfanne. Nicht viel rühren und erst einmal das Wasser verdampfen lassen (das kann 3–5 Minuten dauern). Wenn’s zischt statt kocht, in 3–5 Minuten goldbraun braten. Erst dann salzen und pfeffern. Keinen Deckel auflegen.
Statt mit Butterschmalz brate ich das Fleisch und die Pilze auch gerne in schwedischem Butteröl (siehe unten) oder in übriggebliebener Kräuterbutter. Generell kann man natürlich auch mit Oliven- oder Rapsöl braten.
Wenn mein Mann Jägertoast macht, hält er sich ans Rezept, aber bereitet die Toasts in der Heißluftfritteuse zu. 8 Minuten bei 200 °C sind vollkommen ausreichend. Wenn das Toast sehr dick belegt ist, können es auch mal 10 Minuten sein. Aber jede Heißluftfritteuse ist anders: Beim ersten Mal bitte gut im Auge behalten.

Wie immer, bitte ich euch, unter diesem Beitrag zum Jägertoast einen Kommentar zu schreiben, wenn euch etwas am Rezept unklar ist oder ihr einen Fehler gefunden habt. Hier seh’ ich es am Schnellsten und ich kann zeitnah reagieren.
Ich freu’ mich auch über einen Kommentar, wenn ihr das Rezept abgewandelt habt. Mich interessiert auch, ob es euch geschmeckt hat. Also, haut in die Tasten.
Lasst euch den Jägertoast gut schmecken. Vielleicht geht’s euch ja genauso wie uns. Wenn wir es einmal zwischendurch essen, gibt es dieses Gericht in den folgenden Wochen bestimmt noch ein paar Mal auf unserem Tisch.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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