Kålmaja ist schwedische Hausmannskost, die ein kleines bisschen an Kohlrouladen, aber auch an das erinnert, was wir Kohl-Hackfleisch-Pfanne nennen. Wie es so bei Hausmannskost üblich ist, gibt es wahrscheinlich mal wieder so viele Rezepte dafür, wie es Familien in Schweden gibt. Was anders ist? Kohl und Hackfleisch kommen in einer sahnigen Soße daher. Dazu gibt’s Kartoffeln, Preiselbeeren und eingelegte Gurken. Für mich ist Kålmaja ein echtes Herbst- und Winteressen, das schön deftig, herzhaft und schnell gemacht ist. Dieses Gericht ist was Feines für die Feierabendküche.

Kålmaja wird übrigens auch oft Kåljox, was so viel wie Kohl-Durcheinander oder Kohl-Kram bedeutet, genannt. Dieses Kohlgericht würzen die Schweden gern mit einer ihrer Lieblingswürzen: Sojasoße. Kein Wunder, die Würzsoße ist Umami pur – das sorgt, genau wie beim Klassiker Köttbullar, für viel Geschmackstiefe. Was natürlich auch nicht fehlen darf: Süße … In Schweden wird Herzhaftes häufig mit Süße abgeschmeckt. Wer also denkt, dass hinter Kålmaja so etwas wie eine deutsche Hackfleischpfanne mit Kohl steckt, ist nah dran, aber doch nicht genau auf der Geschmacksfährte. Wer herausfinden will, was dahintersteckt, sollte dieses Rezept also nachkochen.
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Kalmaja Rezept
Ihr findet auf herzelieb noch mehr Hausmannskost Rezepte! Schaut euch auch den Fliegenden Jakob, den Sømandskål aus Dänemark oder die Rosenkohl-Kartoffelpfanne an.
Zutaten für 4 Portionen
Für Kålmaja aus Schweden brauchst du
1 Kilo Kartoffeln
500 Gramm Weißkohl
1 Zwiebel,
25 Gramm Butter oder Butterschmalz
500 Gramm Hackfleisch
1 Esslöffel Rübensirup
1 Prise Liebe,
100 ml Wasser
300 ml Sahne
1–2 Teelöffel Gemüsebrühe-Pulver
1 Teelöffel Zucker (optional)
2 Esslöffel Sojasoße
1/4–1/2 Teelöffel Essig
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung
Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten · Kochzeit: 30 Minuten · Gesamtzeit: 40 Minuten
Wie man dieses schwedische Gericht abwandelt, als vegetarische oder vegane Variante kocht oder wie man Zutaten austauscht, verrate ich etwas weiter unten in den Tipps. Dort gibt’s auch Tipps zur Haltbarkeit.
- Zunächst alle Zutaten für die Kålmaja abwiegen, abmessen oder bereitstellen. Sobald die Kartoffeln gar sind, abgießen, abdampfen lassen und den Deckel auflegen.
- Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in gesalzenem Wasser gar kochen.
- Dann den Weißkohl in Streifen schneiden .
- Anschließend die Zwiebel abziehen und fein würfeln.
- Danach etwas weniger als die Hälfte der Butter in der Pfanne erhitzen.
- Die Kohlstreifen und die Zwiebel darin anbraten, bis sie leicht braun sind.
- Dann den Sirup dazugeben und noch zwei Minuten weiterbraten.
- Das Hackfleisch dazugeben, zerdrücken und mitbraten, bis es Farbe bekommt.
- Nun einen Esslöffel Sojasoße, das Wasser, die Sahne und das Gemüsebrühe-Pulver einrühren.
- Den Pfanneninhalt unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Hitze reduzieren und 5–10 Minuten köcheln.
- Zum Schluss mit Salz und Pfeffer und eventuell noch etwas Sojasoße abschmecken.
Die Kartoffeln und Kåknaha auf einem Teller anrichten. Preiselbeermarmelade und eingelegte Gurken nimmt sich bei uns zu Hause jeder so, wie er es mag.
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Tipps für die Kålmaja
Haltbar ist dieses Gericht aus Schweden etwa 2–3 Tage, wenn es gut verpackt und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Beim Aufwärmen bitte vollständig durcherhitzen. Reste können gut eingefroren werden, sollten aber innerhalb von 3 Monaten aufgebraucht werden.
Statt mit Wasser und Sahne habe ich dieses schwedische Hausmannskost-Gericht auch schon mit Kokosmilch gekocht. Wer es weniger reichhaltig möchte, ersetzt einfach noch etwas zusätzliche Sahne durch Wasser oder Gemüsebrühe.
Wenn ich etwas mehr Bindung in der Soße möchte, streue ich 1–2 Teelöffel Mehl über die angebratenen Zutaten. Unterrühren und dann erst mit Sahne und Wasser ablöschen. Mehr als 2 Teelöffel möchte ich aber nicht empfehlen, die Kohlmaja wird sonst zu dickflüssig.
Dunkler Sirup ist schon eine Abwandlung von mir. Normalerweise wird Kålmaja mit 2 Esslöffeln Ljus-Sirap (leichter Sirup) gekocht. Wer weder das eine noch das andere im Haus hat, kann auch Honig oder Ahornsirup verwenden. Aber Achtung: Honig kann einen starken Eigengeschmack mitbringen!
Weißkohl ist meine erste Wahl für Kålmaja. Alternativ schmeckt’s auch mit Spitzkohl oder Jaromakohl (Urkohl). Letzterer ist ein flacher Weißkohl aus dem türkischen Laden. Die Blätter sind dünner und werden beim Kochen schneller weich. Außerdem ist er einfach zu schneiden.
Wer seine Kålmaja vegetarisch oder sogar vegan kochen möchte, dem empfehle ich ein Veggihack oder Sojagranulat bzw. Granulat aus Erbsenprotein (ich verwende Erbsenextrudat). Auße0rdem verwende ich eine Sahnealternative mit 15 % Fett, dann ohne Wasser. Sehr lecker schmeckt Kålmaja auch mit Kokosmilch, wie ich oben schon erwähnte.
Ich koche dieses Kohlgericht mit Rinderhackfleisch, aber das Rezept schmeckt auch mit gemischtem Hackfleisch. Mein Favorit ist eine Mischung aus Lamm und Rind. Auch ein Mischhack aus Schwein und Rind passt perfekt.
Oft gebe ich noch einen Teelöffel Senf mit ins Gericht. Das rundet den Geschmack noch ein bisschen mehr ab. Mit 1–2 Esslöffeln Curry (und Kokosmilch) kocht man übrigens eine interessante Alternative. Das Currypulver wird gleich mit dem Hackfleisch dazugegeben und mit angebraten.
Versuchs mal mit Apfel! Einfach einen kleinen Apfel entkernen und in kleine Würfelchen schneiden und nach dem Hack zugeben. Bei dieser Alternative verwende ich aber nur die Hälfte Süße.
Besonders herzhaft wird’s mit gewürfeltem Speck oder Bacon! 125–150 Gramm davon brate ich mit an. Da diese Zutaten salzig sind, würde ich etwas weniger Gemüsebrühe-Pulver verwenden.

Ich bin mir sicher, dass dir noch viele Abwandlungsmöglichkeiten einfallen. Vielleicht hast du ja Lust, deine Idee mit mir und allen anderen Lesern zu teilen. Ich bin da ja immer sehr neugierig! Ich freu’ mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag! Das gilt natürlich auch, wenn du einen Fehler gefunden oder noch Fragen zum Rezept hast. Hier auf dem Blog sehe ich es am schnellsten.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho







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