Verschleiertes Bauernmädchen Rezept – Dessert mit Tradition


Das verschleierte Bauernmädchen ist ein traditionelles Dessert aus dem Norden. Es nennt sich in Dänemark „Bondepige med slør“ und in Nordfriesland sagt man auf Plattdeutsch „Buerndeern mit Sleier“. 

Ich war froh, dass mich niemand über die Zutaten aufgeklärt hat, bevor ich es zum ersten Mal gegessen habe. Ich habe meinen Nachtisch mit Genuss gegessen, wusste aber nicht so genau, womit ich es zu tun hatte. Apfel konnte ich herausschmecken, aber ich konnte nicht definieren, aus was die leckere knusprig-süße, dunkle Schicht bestand. Mit einem Schmunzeln verriet man mir, dass das was ich so richtig lecker fand, ein Schwarzbrotkrokant ist. Selbst wenn sich das sonderbar anhört, ist das verschleierte Bauernmädchen auf jeden Fall immer einen Versuch wert. Ich hab das Rezept für dich:


Verschleiertes Bauernmädchen

500 g Schwarzbrot
50 g Butter
4 Esslöffel Zucker
500 g Apfelmus
etwas Vanillezucker
1/2 Teel. Zimt
200 g Schlagsahne
2 Hände voll Liebe

Das Schwarzbrot zerkrümelst du ganz fein. Wenn die Butter in der Pfanne geschmolzen ist, gibst du die Schwarzbrotkrümel mit dem Zucker in die Pfanne und brätst sie sehr knusprig. Stell die Pfanne zur Seite und lass deinen Schwarzbrotkrokant gut abkühlen.

4 große Gläser mit Schraubverschluss benötigst du für dieses Dessert. Zuerst füllst du eine Schicht Krokant hinein. Darauf verteilst du eine Schicht Apfelmus, den du mit dem Vanillezucker und dem Zimt verfeinert hast.
Schichte einfach abwechselnd weiter die Zutaten in dein Glas, bis es so voll ist, wie du es möchtest.

Das Dessert verschließt du mit dem Schraubdeckel und stellst es in den Kühlschrank. Der Schwarzbrotkrokant wird mit dem Apfelmus getränkt, das macht ihn für mich so unwiderstehlich.

Jetzt fehlt nur noch die Sahne! Erst kurz bevor du den Nachtisch servierst, solltest du damit liebevoll dein Bauernmädchen verschleiern.

Ich liebe es, wenn ich mich langsam an einem Rand des Glases durch das Dessert futtern kann. Wenn sich der herzhaft-süße Schwarzbrotkrokant mit dem fruchtig-frischen Apfelmus verbindet, bin ich im 7ten Nachtisch-Himmel.

Dieses Dessert ist sehr einfach nachzuzaubern. Auch wenn es sich seltsam anhört und es wirklich ganz altmodisch wirkt, wirst du sicherlich überrascht sein nach deinem Rendeszvous mit dem verschleierten Bauernmädchen.

Ich gehe jetzt an meinem Dessert naschen… das Leben kann so schön sein!

Alles Liebe 
miho





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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

3 Kommentare

  1. Liebe Miho,

    das ist ein wunderbarer Post geworden. Ganz süß hast Du diese Geschichte erzählt. Ja, so kann man sich täuschen, gell, aber die alten Rezepte ohne großen Schnickschnack sind einfach auch herrlich. Nun werde ich sicher Dein verschleiertes Bauernmädchen einmal ausprobieren, denn auch Brostreste können so wunderbar verarbeitet werden.

    Viele liebe Abendgrüße

    Kerstin

  2. Hallo Miho!

    Das stelle ich mir sehr lecker vor! Du hast wieder alles so liebevoll und schön angerichtet – mit Herz! Ich finde, dass sich das Rezept überhaupt nicht altmodisch anhört – und beim Namen wird man erst recht neugierig drauf, was sich dahinter verbirgt!

    Wünsche dir noch einen sonnigen Tag mit lieben Menschen!

    Kathrin

  3. …war suuuuper lecker! Wir hatten es zu Silvester als Nachtisch bei guten Freunden und dann nochmal letzten Sonntag, wieder mit guten Freunden, allerdings dann mit Kompott. Die Apfelstückchen im Kompott kamen noch besser an!
    LG
    Norfried

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