Verschleiertes Bauernmädchen Rezept – Dessert mit Tradition

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Verschleiertes Bauernmädchen ist ein traditionelles Dessert aus dem Norden. Es nennt sich in Dänemark „Bondepige med slør“ und in Nordfriesland sagt man auf Plattdeutsch „Buerndeern mit Sleier“. Mir ist es einerlei, wie es genannt wird, mir schmeckt es!

Ein Dessert mit angebratenem Schwarzbrot klingt zuerst einmal sicher etwas gewöhnngsbedürftig und ich verrate meinen Gästen auch nicht sofort, mit welchen Zutaten das verschleierte Bauernmädchen zubereite. Bisher haben auch die, die das Dessert nicht kannten, das Dessert mit Genuss verputzt. Die Überraschung war jedes Mal umso größer, wenn ich das Geheimnis um diese Nachspeise gelüftet habe.

Verschleiertes Bauernmädchen – Dessert Rezept 

Du findest auf herzelieb noch mehr Dessert Rezepte! Schau dir doch auch mal die dänische Citronfromage, die Mädchenröte oder die errötende Jungfrau an!

Verschleiertes Bauermädchen – die Zutaten

  • 800 g Äpfel
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 200 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 500 g Schwarzbrot
  • 50 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Liebe
  • 200 g Schlagsahne

Verschleiertes Bauernmädchen – die Zubereitung

  1. Zuerst die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Apfelstücke mit dem Spritzer Zitrone in eine Topf geben und den Zucker, den Vanillezucker und den Zimt darüber streuen.
  2. Den Topfinhalt zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und alles unter gelegentlichem Umrühren in ungefähr 15 bis 20 Minuten zu einem Kompott kochen. Gut abkühlen lassen.
  3. Jetzt  das Schwarzbrot ganz fein zerkrümeln.
  4. Dann die Butter in der Pfanne schmelzen. Anschließend den Zucker einstreuen und die Schwarzbrotkrümel dazu geben.
  5. Das Schwarzbrot unter ständigem Rühren knusprig rundherum anbraten. Danach die Pfanne zur Seite stellen, damit der Schwarzbrotkrokant gut abkühlen kann.
  6. Nun 4 Gläser bereit stellen. Zuerst eine Schicht Krokant einfüllen, und darauf eine Schicht Apfelkompott verteilen. 
  7. Erneut eine Schicht Schwarzbrot und darüber eine Schicht Apfelkompott einfüllen.
  8. Kurz vor dem Servieren die Sahne darüber geben und eventuell mit einem Blättchen Melisse dekorieren. Fertig ist dein verschleiertes Bauernmädchen.

Ich bereite das Dessert immer am Tag vorher zu und stelle es über Nacht in den Kühlschrank. Mein verschleiertes Bauernmädchen kann auf die Art und Weise gut durchziehen.

Verschleiertes Bauernmädchen – die Tipps

  • Wenn ich das Dessert am Tag vorher zubereite, benutze ich Schraubgläser. Ich fülle die Schichten ein, dann verschließe ich die Gläser mit dem Deckel. Erst kurz bevor ich den Nachtisch serviere, dekoriere ich ihn mit Sahne.
  • Verschleiertes Bauernmädchen schmeckt auch ganz hervorragend mit Birnenkompott.
  • Du kannst jedes Schwarzbrot verwenden, aber ganz besonders toll ist es mit Pumpernickel.
  • Mit einigen Schokoraspeln bekommt das Dessert noch mehr Pfiff.

Wenn sich der herzhaft-süße Schwarzbrotkrokant mit dem fruchtig-frischen Apfelmus verbindet, bin ich im 7ten Nachtisch-Himmel. Dieser Nachtisch schmeckt uns übrigens auch im Sommer als Mittagessen-Ersatz.

Dieses Dessert ist sehr einfach nachzuzaubern. Auch wenn es sich seltsam anhört und es wirklich ganz altmodisch wirkt, wirst du sicherlich überrascht sein nach deinem Rendeszvous mit dem verschleierten Bauernmädchen.

Mach es doch einfach einmal nach… das Leben kann so schön sein!

Alles Liebe,
miho

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5 Comments

  1. Liebe Miho,

    das ist ein wunderbarer Post geworden. Ganz süß hast Du diese Geschichte erzählt. Ja, so kann man sich täuschen, gell, aber die alten Rezepte ohne großen Schnickschnack sind einfach auch herrlich. Nun werde ich sicher Dein verschleiertes Bauernmädchen einmal ausprobieren, denn auch Brostreste können so wunderbar verarbeitet werden.

    Viele liebe Abendgrüße

    Kerstin

  2. Kathrin Holas

    Hallo Miho!

    Das stelle ich mir sehr lecker vor! Du hast wieder alles so liebevoll und schön angerichtet – mit Herz! Ich finde, dass sich das Rezept überhaupt nicht altmodisch anhört – und beim Namen wird man erst recht neugierig drauf, was sich dahinter verbirgt!

    Wünsche dir noch einen sonnigen Tag mit lieben Menschen!

    Kathrin

  3. …war suuuuper lecker! Wir hatten es zu Silvester als Nachtisch bei guten Freunden und dann nochmal letzten Sonntag, wieder mit guten Freunden, allerdings dann mit Kompott. Die Apfelstückchen im Kompott kamen noch besser an!
    LG
    Norfried

  4. Das Rezept ist echt mal was anderes, habe bisher auch noch kein Rezept mit Brot gemacht, aber muss das wirklich mal ausprobieren. Bin ja immer auf der Suche nach ausgefallenen, neuen Rezepten.

    Lg Nicole

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