Man kann nie genug Zitronenkuchen Rezepte haben, finde ich. Dieser besondere Kuchen wird ohne Mehl und mit Kartoffeln gebacken und stammt aus meiner Sammlung für dänische Rezepte. Bei uns Zuhause essen wir ihn gerne als Nachtisch. Aber auch mit einer Tasse Kaffee am Morgen oder Nachmittag ist er so lecker, dass meistens am Ende des Tages nicht viel davon übrig ist. Dieser Zitronenkuchen ist so saftig, dass er jeder Torte Konkurrenz machen kann.
Süß Backen mit Kartoffeln hat in Skandinavien eine lange Tradition. In früheren Jahrhunderten wurde nicht so viel Weizen angebaut als das man damit verschwenderisch umgehen konnte und wollte. Ursprünglich ist dieser Kuchen auch kein Zitronenkuchen, er bestand vor langer Zeit nur aus Eiern, Kartoffeln, Mandeln und 50 % mehr Zucker. Aber Familienrezepte entwickeln sich weiter! Mit Zitrone und Gewürzen wird dieser saftige Kuchen aus der Springform zu einem echten Geschmackserlebnis. Nachbacken lohnt sich!
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Kartoffel-Zitronenkuchen Rezept
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Zutaten
Für den Zitronenkuchen mit Kartoffeln braucht ihr
400 Gramm mehligkochende Kartoffeln,
6 Eier,
1 Teelöffel Salz,
2 Bio Zitrone,
150 Gramm Butter,
300 Gramm Zucker,
230 Gramm gemahlene Mandeln,
1 gehäufter Teelöffel Vanillezucker (siehe unten),
1 Teelöffel Kardamom (siehe unten),
2 Prisen Liebe,
1 Becher Sahne und
200 Gramm Mandelblättchen.
Die Kartoffeln am besten am Vortag mit Schale garen und abkühlen lassen. Es werden für das Rezept 300 Gramm kalte Kartoffeln benötigt. Alternativ können auch übrig gebliebene Kartoffeln vom Tag zuvor verwendet werden.
Zunächst alle Zutaten abwiegen, abmessen und bereitstellen. Die Zutaten für diesen Zitronenkuchen mit Kartoffeln sind in der Reihenfolge der Verwendung aufgeführt. Außerdem gleich zu Anfang eine Springform (siehe unten) mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern mit Trennspray (siehe unten) einsprühen oder dünn fetten und mehlen.
Zubereitung
Etwas weiter unten in diesem Beitrag findet ihr die Tipps zu diesem Rezept. Dort erfahrt ihr, wie lange er haltbar ist und wie man ihn abwandeln kann.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Nun die Kartoffeln pellen und zur Seite stellen – es wird 300 g Kartoffelmasse zum Schluss für den Teig benötigt. Ich verwende eine Kartoffelpresse (siehe unten) – man kann sie auch im Thermi pürieren, muss aber darauf achten, dass man nicht zu lange mixt!
- Dann die Eier trennen und die Eigelbe in eine separate Schüssel geben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz in der Küchenmaschine (siehe unten) steif schlagen und in eine andere Schüssel umfüllen.
- Jetzt die Butter zusammen mit dem Zucker weißcremig aufschlagen. (Das kann bis zu 15 Minuten dauern, der Zucker soll gelöst sein.)
- In der Zwischenzeit die Bio-Zitronen für den Zitronenkuchen lauwarm abwaschen und abtrocknen. Danach die Schale der Zitronen mit einer Reibe (siehe unten) abreiben und den Saft einer Frucht auspressen.
- Die Eigelbe jetzt einzeln bzw. nach und nach unter die Butter rühren. Dann 300 Gramm zerdrückte Kartoffeln, den Vanillezucker, den Kardamom und den Zitronenabrieb einrühren. Danach die gemahlenen Mandeln zusammen mit einem Esslöffel Zitronensaft unterrühren.
- Zum Schluss das Eiweiß vorsichtig mit einem Teigschaber (siehe unten) unterheben.
- Den Teig sofort in die Springform füllen, auf ein Backblech stellen und in den Ofen schieben.
- Die Backzeit beträgt 50–60 Minuten.
Ich messe mit einem Thermometer (siehe unten) die Kerntemperatur des Kuchens. Bei 90 – 94 Grad ist er fertig gebacken. Kurz in der Springform auskühlen lassen und dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter (siehe unten) stellen.
Kurz vor dem Servieren die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten und die Sahne steif schlagen. Die Sahne auf den Zitronenkuchen geben und die Mandeln darüber streuen.
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Tipps für den Zitronenkuchen mit Kartoffeln
Ich gebe gerne noch einen Esslöffel Rum an den Teig. Ich bilde mir ein, dass der Kuchen noch ein bisschen lockerer wird, und ich mag den Geschmack. Wenn Kinder mitessen, wird der Kuchen aber alkoholfrei gebacken.
Wer nur 200 g Mandeln hat, kann auch 25–30 Gramm Mehl dazugeben – allerdings finde ich an diesem Zitronenkuchen besonders gut, dass er glutenfrei ist.. Ich bin ja immer ein großer Fan davon, Rezepte zu schreiben, bei denen man Packungen komplett aufbrauchen kann und keine neue öffnen muss. In diesem Fall mache ich da aber gerne eine Ausnahme.
Diesen Zitronenkuchen könnt ihr einfrieren. Er bleibt etwa 3–4 Tage frisch, wenn er gut abgedeckt ist und kühl, aber nicht im Kühlschrank steht.
Backt diesen Kuchen auch gern mal mit gemahlenen Cashewkernen! Ich habe ihn auch schon mit Macadamias gebacken – meine Lieblingsnüsse.
Wer keinen Kardamom mag, lässt ihn weg. Ich finde, er wertet den Kuchen nochmal auf.
Ich empfehle dringend, wirklich Bio-Zitronen und nicht einfach unbehandelte Zitronen zu verwenden. Es gibt da nämlich wirklich einen Unterschied. Unbehandelte Zitronen dürfen während ihrer Zeit am Baum sehr wohl mit Pestiziden behandelt werden. Unbehandelt bezieht sich lediglich auf die Zeit nach der Ernte. Bio-Zitronen dürfen weder vor noch nach der Ernte behandelt werden.
Ich bin ein riesiger Kartoffel-Fan und ich werde oft gefragt, ob man diesen Zitronenkuchen auch mit festkochenenden oder vorwiegend festkochenden Kartoffeln backen kann. Vorwiegend festkochende Sorten sind noch bedingt geeignet. Die Kartoffel Marketing GmbH, zu der unter anderem der Deutsche Kartoffelhandelsverband e. V. (DKHV) gehört, macht sich für die Kartoffel stark – dort findest du Informationen rund um die Kartoffel und auch zu den Kartoffel Kochtypen.
Probiert mit diesem Kuchen ruhig ein wenig herum! Wenn ihr weniger Zitronenschale verwendet, die Mandeln gegen Haselnüsse oder feingemahlene Walnüsse tauscht und ein bis zwei Teelöffel Zimt verwendet, habt ihr einen leckeren Weihnachts- oder Winterkuchen.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho
Last Updated on 12. August 2025 by Michaela Lühr
Liebe miho,
dieses Rezept passte gestern genau zu meiner Vorratslage- ein paar wenige Kartoffeln, die langsam mal weg wollten, zwei Zitronen, die nicht mehr ganz jung waren…. eigentlich hat alles gepasst, nur mein Kopf war nicht zu 100% dabei. Parallel hatte ich Lernstoff für eine anstehende Prüfung neben der Backschüssel liegen und habe immer mal wieder darauf geschielt. Das war nicht gut… Obwohl ich meinte, dass ich das Rezept gründlich gelesen hatte, habe ich zuerst die Eigelbe mit dem Zucker vermischt und als mir das auffiel, war da natürlich nichts mehr zu machen. Ich habe dann trotzdem, soweit es noch möglich war, nach der beschriebenen Reihenfolge weitergemacht und habe mich überraschen lassen. Das Ergebnis: der Geschmack ist wunderbar, aber die Konsistenz nicht ganz so wie sie wahrscheinlich sein sollte… Sehr feucht und kompakt. Es wird mir eine Lehre sein und ich werde das Rezept auf jeden Fall noch ausprobieren, wenn mein Kopf nicht gerade mit anderen Dingen belegt ist.
Hab einen schönen noch winterlichen Sonntag – herzliche Grüße
Johanna
Hallo Johanna,
der Kuchen ist in der Tat sehr feucht, allerdings nicht übermäßig kompakt sondern eher fluffig. Meinst du, dass Rezept sollte noch verbessert werden, damit das nicht mehr passier? War etwas nicht unklar bei dem Rezept? Ich freu mich, wenn ich von dir einen Verbesserungsvorschlag bekomme, schließlich backst du und kochst du superviel von mir nach.
Alles Liebe,
miho
Nein miho – das lag nicht im geringsten am Rezept, sondern an mir und meiner in dem Moment mangelnden Aufmerksamkeit. Gleichzeitig etwas auswendig lernen zu wollen und dabei gründlich das Rezept lesen und auch der Beschreibung folgen, das funktioniert einfach nicht. Allerdings kann ich gut lernen, wenn ich größere Mengen Gemüse schäle, schneide, vorbereite… Aber da kenne ich den Ablauf schon ;-)
Der Kuchen kommt auf jeden Fall nochmal dran, wenn mein Kopf wieder frei ist und dann werde ich berichten, wie er war. Ich bin mir sicher – anders :-)
Liebe Grüße Johanna
Hallo Johanna,
ich drücke die Daumen für die Prüfungen und wünsche ganz, ganz viel Glück.
Ich weiß, dass es dir zuallererst auffällt, wenn etwas mit dem Rezept nicht stimmt und dann gib gern Bescheid. Beim nächsten Mal wird dieser Zitronenkuchen mit Kartoffeln bestimmt besser.
Alles Liebe,
miho