Æblekage – ein traditionelles Dessert aus Dänemark

Hast Du schon ein Rezept für Æblekage? Wortwörtlich übersetzt aus dem Dänischen bedeutet das zwar Apfelkuchen, aber in Dänemark serviert man dir DAS traditionelle Dessert der Dänen in einem Glas – ein Apfelkuchen, der eigentlich keiner ist. Das spielt allerdings keine Rolle, denn mir und meiner Familie schmeckt dieser Nachtisch göttlich!

Die traditionelle Küche in Skandinavien und im äußersten Norden Schleswig-Holsteins ist sehr einfach. Verarbeitet wird das, was gerade da ist und so ist regional und saisonal nicht nur ein leeres Schlagwort. Über Nachhaltigkeit machte man sich früher keine Gedanken, es wurde einfach alles verarbeitet. Traditionell wurde altes Brot gesammelt und zu allerlei Gebäck weiterverarbeitet. Der Vorteil an diesem Dessert – es ist unkompliziert und wenn man auf fertigen Apfelmus und Semmelbrösel zurückgreift sehr schnell gemacht. Jetzt geht´s aber zum Rezept:

Æblekage – Rezept für das traditionelle Apfel Dessert aus Dänemark

Du findest auf herzelieb noch mehr Rezepte aus Dänemark. Schau dir doch auch mal meine Rugbrødslagkage oder die blättrigen, dänischen Brötchen, die Birkes genannt werden, an. 

Zutaten für den Æblekage, das dänische Dessert mit Äpfeln

  • 1 kg saure Äpfel (z.B. Boskop)
  • 1 Teelöffel Vanillezucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Liebe
  • 150 g trockenes Weizenbrot
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 200 ml Schlagsahne
  • evtl. Johannisbeergelee für die Deko

Æblekage – die Zubereitung

Apfelmus oder -kompott für den Æblekage kochen

Zunächst einmal einen eher festes Apfelkompott oder Apfelmus kochen. Dazu die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Den Saft der Zitrone hinzufügen und mit so wenig Wasser wie möglich etwa 20 Minuten kochen, bis die Stücke weich sind. Zucker und Vanillezucker unterrühren und in dem Mus auflösen. Wer mag, kann dann die Masse durch ein Sieb streichen. Allerdings mag ich die Äpfel lieber stückig. Ich bereite die Äpfel am Vortag zu, weil ich das Apfelmus oder das Kompott gern noch in den Kühlschrank stelle.

Paniermehl für den Æblekage herstellen und braten

Nun das trockene Brot reiben und zu Paniermehl verarbeiten. Den Zucker dazu geben und die Mischung kurz zur Seite stellen. Dann in einer Pfanne die Butter schmelzen die gezuckerten Brösel hingeben. Goldbraun rösten und dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech schütten. Abkühlen lassen und hin wieder durchrühren, damit es nicht zu sehr klumpt.

Den Æblekage anrichten

 Jetzt abwechselnd das Apfelmus und die goldbraunen Brotkrümel in ein Glas schichten. Die letzte Schicht ist eine Brotkrümel-Schicht. Die Sahne sehr steif schlagen und als dicke Schicht auf das die anderen Zutaten im Glas geben. Nur noch mit einem Klecks Johannisbeermarmelade dekorieren und dann servieren. Fertig!

Tipps
  • Wenn man in das Paniermehl 50 Gramm feingehackte Mandeln mischt, bekommt der Æblekage noch ein bisschen mehr Biss.
  • Ich verwende auch gerne Amarettini anstelle des Brotes. Allerdings füge ich dann keinen Zucker mehr hinzu.
  • Mit fertigem Apfelmus und gekauften Semmelbröseln gehts noch schneller
  • Den Apfelmus für Æblekage bereite ich schon am Abend vorher zu.

Mit Brot wurde früher hier bei uns im Norden sehr sorgsam umgegangen. Es gab in fast jeden Haushalt in dem trockenes Brot gesammelt wurde. Vermutlich ist dieser Æblekage schon vor ewiger Zeit entstanden. In Nordfriesland gibt es noch ein Rezept mit Roggenbrot, dass diesem Rezept hier sehr ähnlich ist. 

Lass es dir schmecken! Ich bin mir sicher, dass du überrascht sein wirst, wie etwas so einfaches wie dieser Æblekage schmecken kann! Einfach, leicht und schnell gemacht und doch soooo lecker!

Alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.

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4 Kommentare

  1. Hej, ich war gerade in Dänemark und habe einen schönen Herbsturlaub in Nørlev verbracht. Ich habe dort einen leckeren Salzkaramellkuchen, einen Lakritzkuchen und viele Napoleons vernascht. Hast du eventuell auch diese Rezepte? Und weißt du woher ich das Sanddornmus für die tollen Torten bekommen kann?

    Liebe Grüße und vielen Dank für die tollen Rezepte
    Conny

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