Krabbensuppe Rezept – diese Suppe ist Hausmannskost aus der Küstenküche

Heute wird Krabbensuppe gekocht – keine Büsumer Krabbensuppe, keine Husumer Krabbensuppe. Einfach Krabbensuppe, so wie eine nordfriesische Hausfrau sie kocht und dazu wird ein Fond aus dem Krabbenschalen hergestellt. Klingt seltsam, oder? Keine Sorge, das Krabbenfleisch wird zum Schluss in die fertige Suppe gegeben.

Hier an der nordfriesischen Küste haben die Krabben viele Namen: Krabben, Granat oder Nordseekrabben. Die alten Nordfriesen und die Fischer sagen  Porrn oder Porren und die Dänen nennen sie Rejer. Verkauft werden die leckeren Meeresbewohner vom Kutter nur literweise – da wird nicht gewogen – da wird geschöpft. Aber was rede ich – lass uns kochen! Hier kommt das Rezept:

Krabbensuppe – das Rezept von der Küste

Du findest auf herzelieb noch mehr Rezepte aus der Küstenküche! Schau dir doch auch mal das Halligbrot, die Fischsuppe, den Backfisch oder den roten Heringssalat an!

Die Zutaten für die Krabbensuppe

  • 2-3 Liter Krabben
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Wurzeln (Karotten)
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Liter Wasser
  • 2 Hände voller Liebe
  • 100 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 2 Eßl. Tomatenmark
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 4 cl Cognac
  • 200 ml Sahne
  • Saft einer halben Zitrone
  • 300 g Krabbenfleisch

Krabbensuppe – die Zubereitung

  1. Zunächst die Krabben pulen und 300 g Krabbenfleisch für die Suppe zur Seite stellen.
  2. Dann das Gemüse waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. 
  3. Die Krabbenschalen und das Gemüse in einen großen Topf geben und mit 2 Litern Wasser aufgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Die Krabbenschalen mit dem Gemüse etwa 30 Minuten kochen. Dann abgießen und dabei die Flüssigkeit auffangen. Ich gieße die Suppe durch ein Mulltuch und werfe die festen Bestandteile weg.
  5. Jetzt die Butter im Topf schmelzen und das Tomatenmark darin anrösten.
  6. Anschließend das Mehl einrühren und mit einem Glas Wein ablöschen. Aufkochen lassen und glatt rühren.
  7.  Nun immer eine Kelle von der Suppe hinzufügen, rühren und anschließend aufkochen lassen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis die Suppe die gewünschte Konistenz hat. 
  8. Den Cognac und die Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken.
  9. Die Suppe in kleine Schalen oder tiefe Teller füllen und das Krabbenfleisch auf die Suppe streuen. Heiß servieren und genießen!

Wer mag, verziert die Suppe noch mit Petersilie oder Dill. Ich reiche gerne noch Schmand dazu, den sich jeder bei Tisch selber in die Suppe rühren kann. 

Tipps für die Krabbensuppe

  • Für eine schöne Farbe sammele ich oft einen Teil der Karotten aus den festen Bestandteilen heraus und gebe sie sehr fein püriert zur Suppe.
  • Wer keinen Cognac im Haus hat, kann ihn durch einen Schuss Sherry oder Rum ersetzen oder den Alkohol ganz weg lassen.
  • Statt der Sahne kannst du auch einen Becher Schmand unter die Suppe rühren.
  • Ein Hauch Kurkuma gibt der Krabbensuppe eine besondere Note.
  • Es muss nicht immer Dill sein! Ich mag diese Suppe genauso gerne mit Petersilie oder ganz ohne Kräuter!
  • Ein wenig Krebspaste kann je nach Geschmack beigegeben werden.

Nur selbstgepult ist die goldene Krabbenregel. Gekauftes Krabbenfleisch hat eine Weltreise hinter sich, denn sie werden u.a. in Marocco gepult. Alleine die Hin- und Rücktour wäre schon für mich eine Tortur. Außerdem werden für die „bessere Haltbarkeit“ diverse Zusätze verwendet. Geschmacklich sind Krabben frisch vom Kutter durch nichts zu übertreffen. Und ob es nun eine Büsumer Krabbensuppe oder eine Husumer Krabbensuppe ist, ist mir völlig egal. Sie schmeckt, das ist die Hauptsache!

Alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

3 Kommentare

  1. Nordsee-Kindheits-Urlaubs-Erinnerungen-Fernweh-Blogpost. Hach! Danke für diese wunderschöne Krabbensuppe. Ich schmeck‘ sie richtig auf der Zunge. Wenn wir sie selbst gemacht haben (natürlich nur von fangfrischen Krabben, selbstgepult!), kam immer noch ein Schluck Sherry in die Suppe oder die Sahne. Aber Cognac hat ja den gleichen Effekt ;-) Es gibt aktuell in unserem Wiesbadener Supermarkt zwar Krabbensuppen vom „Ol‘ Commercial Romm“ in Hamburg – aber voller Glutamat & Aromen. Dann lieber auf den nächsten Nordseeurlaub hoffen und selber kochen…

  2. Hallo Michi,
    ich bin erst heute auf Dein Rezept gestoßen und erlaube mir ein paar Anmerkungen.

    1) Nur selbst gepult geht, wie Du schon ausführlich geschrieben hast.
    2) Ich koche die Karkassen genau wie Du.
    3) Zum filtern reicht mir ein Sieb (ohne Küchentuch)
    4) nach dem Anschwitzen mit Mehl und Butter füge ich auch den Fond (aus 2 dazu)
    5) Zum Abschmecken füge ich neben Cognac noch Krabbenpaste dazu. Das kräftigt den Geschmack und es kommt etwas Salz in die Krabbensuppe; Die Suppe ist nun richtig kräftig (fast zu kräftig)

    6) Die gepulten Krabben esse ich lieber frisch auf Toastbrot, nicht in der Suppe
    7) In die nun so kräftige Suppe gebe ich nun tiefgefrohrenes Krabbenfleisch (aus Asien) dazu. Die schmecken nach nichts, nehmen aber aus der Suppe Salz und Geschmack an. Natürlich niemals kochen, nur ziehen lassen (ca 15 Min)
    8) Ganz wichtig für die frischen Krabben und die Suppe ist DILL. Gerne etwas mehr und wenn möglich frisch

    Leider müssen wir alle das Thema auf Eis legen weil die Krabben seit 2016 bis heute 2017 unbezahlbar sind (Kilo ungepult ca 20-40 €)
    Liebe Grüße aus Schleswig Holstein
    Werner Smidt

    • Hallo Werner,

      erstmal liebe Grüße von der Nordsee – ganz oben in Schleswig-Holstein.

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Hier bei uns würde man mich steinigen, wenn ich Krabbenfleisch aus Asien in die Suppe gebe. Wir essen es genau so und mit Dill in der Krabbensuppe würde ich hier an der Küste niemanden locken.

      Ich wünsch dir trotzdem guten Appetit mit deiner Suppe! Jeder Jeck isst anders – um es mal abgewandelt zu sagen ;)

      Alles Liebe,
      miho

      P.S. Wir kaufen trotz des hohen Preises Krabben am Kutter, weil sie einfach nicht zu ersetzen sind.

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