„Sylter“ Salatsoße Rezept – Salatdressing einfach selbermachen! (Dip)

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Ich liebe Eisbergsalat mit dieser „Sylter“ Salatsoße. Ich mag den Geschmack, der sich gar nicht so einfach einordnen lässt.  Ein wenig süß, schön frisch, herzhaft und schön würzig.


Das Rezept für „Sylter“ Salatsoße ist viel einfacher als es zuerst scheinen mag. Du brauchst nur ein bisschen Geduld, denn der Ansatz muss zwei Tage im Kühlschrank fermentieren.  Aber dann geht alles ganz schnell. Nur die übrigen Zutaten dazu geben und alles mit einem Stabmixer ganz glatt pürieren. Ich bin mir sicher, dass es dir schmecken wird! Weitere, wichtige Informationen und den Download für die Etiketten findest du am Ende des Artikels!

Das ursprüngliche Rezept für eine typische „Norddeutsche“ Salatsoße stammt, meinen Informationen nach, aus dem hervorragenden Classic Restaurant Stampe in Appel (Werbung)  und nicht von Sylt! Meines Wissens hat Hartmut Stampe sie erfunden und ich möchte jedem die Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild zu der Geschichte zu machen.

Dem Erfinder war wichtig, dass die Salatsauce betont einfach, norddeutsch ist. Keine Schalotten, keine Gemüsezwiebel, sondern einfache Haushaltszwiebeln werden verwendet. Auch die Verwendung von Essigessenz ist in der feinen Küche zwar verpönt, aber in Norddeutschland durchaus üblich! Wer mehr dazu wissen möchte, schaut auf der Seite des Restaurant weit unten. Dort finden sich einige Gedanken dazu vom Inhaber. 

„Sylter“ Salatsoße – das Rezept (ergibt ca. 1,5 Liter)

Du findest auf herzelieb eine Menge Dip Rezepte! Schau dir doch auch mal meinen Paprika-Feta-Dip, den Schnittlauch-Senf-Dip oder mein Avoziki an!

Zutaten für die „Sylter“ Salatsauce

  • 130 g Zwiebel (geschält gewogen)
  • 250 ml Wasser
  • 5 gestrichene Teelöffel Salz
  • 140 Gramm Zucker
  • 2 Esslöffel Essigessenz
  • 1 Prise Liebe
  • 5 weiße Pfefferkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 3 Päckchen  Tortenguss, weiß
  • 500 ml Wasser
  • 2 rohe Eier 
  • 500 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung der „Sylter“ Salatsauce

  1. Zunächst die Zwiebel schälen, grob würfeln und in ein fest verschließbares Gefäß geben.
  2. Dann das Wasser dazu gießen.
  3. Jetzt das Salz, den Zucker, die Essigessenz dazu geben.
  4. Ich stoße die Pfefferkörner und Pimentkörner grob im Mörser an und gebe sie dazu.
  5. Das Gefäß verschließen und für etwa 48 Stunden zum Fermentieren in den Kühlschrank stellen.
  6. Den Tortenguss in einem Topf mit den 500 ml  kaltem Wasser vermischen und aufkochen. Bitte die ganze Zeit rühren, die Mischung brennt unheimlich schnell an!
  7. Das entstandene Gelee in eine Schüssel zum Abkühlen umfüllen.
  8. Den fermentierten Fond, das Tortenguss-Gelee, die Eier hinzufügen und das Öl in dünnem Strahl während des Pürierens hinzufügen.

Ich fülle die Salatsoße in kleine Flaschen ab. Mir gefällt das sehr gut, weil ich dann nicht eine große Flasche ständig öffnen muss und ich einzelne Portionen habe.

Tipps für die „Sylter“ Salatsauce

  • Ich gebe noch einen Teelöffel Senf dazu bevor ich die Mischung püriere.
  • Die Flasche mit der „Sylter“ Salatsauce immer gut vor der Verwendung schütteln!
  • Ein Teelöffel Senf gibt dem Salatdressing noch etwas mehr Pfiff.
  • Wenn du die „Sylter“ Salatsoße ohne rohes Ei zubereiten möchtest, dann koche die Eier hart und verwende nur das Eigelb!
  • „Sylter“ Salatsoße Low Carb ist nur möglich, wenn der Fermentationsprozess wegfällt. Ich verwende statt des Zuckers Erythrit und verarbeite alles sofort. Achtung, nur 3 Tage im Kühlschrank haltbar!
  • Wenn du Joghurt verwenden möchtest, nimm etwas weniger Essigessenz und verringere den Wasseranteil im zweiten Teil des Rezepts. (1,5 Esslöffel für den Fermentationsfond. 400 ml Wasser und 100 g Joghurt zum Pürieren)


Lass dir diese ‚“Sylter“ Salatsoße gut schmecken und verfeinere sie vielleicht nach deinem Gusto. Viel Spaß!

Alles Liebe,
miho

P.S.: Hier ist noch der Freebie-Download, damit du deine Flaschen hübsch machen kannst. Je nach Flaschengröße die Druckgröße einstellen! Dann rutscht das Motiv in die Mitte und du kannst es um die Flasche legen.

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23 Comments

  1. Ich kenne die Sauce nicht. Dachte aber: prima, probiere ich mal. Bis ich zu den Zutaten kam. Tortenguß gibt es hier leider nicht.

    • Das ist so schade, Heike! Tut mir leid. Das Geheimnis im Tortenguss sind Kaliumtartrat, Johannisbrotkernmehl und Carrageen. Vielleicht gibt es etwas Ähnliches bei euch!

      Alles Liebe,
      miho

  2. Claudia

    Liebe Michaela,
    ich liebe die Sylter Salatsauce auch sehr – Danke für das Rezept!
    Eine Nachfrage habe ich: bei den Tipps schreibst Du, dass man für die Variante mit Joghurt weniger Essigessenz nehmen soll (-> 5 EL), aber im Rezept sind nur 2 EL vorgesehen. Irgendetwas passt doch nicht, oder?
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      das ist ein Fehler, ich werde das gleich korrigieren.
      Aber ich würde trotzdem etwas weniger Essig-Essenz nehmen als im Rezept angegeben, weil der Joghurt auch Säure bringt.

      Alles Liebe,
      miho

  3. Hallo Michaela,
    das klingt sehr gut, aber ich hab eine Frage zur Haltbarkeit.
    Sie ist ohne Fermentierung nur 3 Tage haltbar, mit Fermentierung mehrere Wochen. Und das mit rohen Eiern?
    Und wieviel Wasser nimmst du für den Tortenguss?
    Dankeschön für das tolle Rezept und für die Beantwortung meiner Fragen.

  4. Monika Petersen

    Hallo Herzelieb,
    vielen Dank für das Rezept.
    Habe einen sehr „krütschen“ Sohn, Deine Sylter Soße wurde ohne mäkeln angenommen.
    Das heißt, sie ist gut!
    Liebe Grüße sendet M

  5. Hallo, also ich war etwas überrascht, dass in eine Salatsauce Tortenguss kommt. Fermentiert hab ich auch noch nie. Kurzum, ich war skeptisch, bin aber für neue Dinge recht aufgeschlossen. Was soll ich sagen: die Sauce ist hammer ? ? ?. Vielen Dank für das tolle Rezept.

  6. Hallo, eine Frage habe ich noch: Ich mache die Salat Sauce gerade zum zweiten Mal. Muss der Tortenguss unbedingt sein? Klar, wird dann die Konsistenz etwas dickflüssiger. Aber wenn einen nicht stört, dass sie dann flüssiger ist… Mit der Haltbarkeit der Sauce dürfte es ja nichts zu tun haben, oder?

  7. Pia Köhler

    Hallo…was ist damit gemeint…ist nur 3 Tage haltbar? wenn man erythrit benutzt?
    Ganz unten steht doch…ist mehrere Wochen haltbar. Liebe Grüsse

    • Hallo Pia,
      ich weiß nicht, was du meinst. Das Rezept ist schon richtig so!

      Gruß,
      Michaela

      • Pia Köhler

        Hallo Michaela,

        ich mache die Sauce das erste Mal, deshalb meine bekloppten Fragen.

        Ich meinte dieses hier, es steht unter Tipps für die Sylter Salatsauce (habs mal rauskopiert):

        Sylter Salatsauce Low Carb ist nur möglich, wenn der Fermentationsprozess wegfällt. Ich verwende statt des Zuckers Erythrit und verarbeite alles sofort. Achtung, nur 3 Tage im Kühlschrank haltbar!

        Ich habe Erythrit benutzt, meine Fermentation steht seit gestern im Kühlschrank, deshalb meine Frage.

        Liebe Grüße
        Pia

  8. Hallöchen
    Die Soße Ist echt der Hammer nur würde ich gern den Tortenguss ersetzen, wegen dem carrageen. Weißt du ein ausweich Produkt?

    Auf meinem Beutel stand für 250ml, aber du hast ja 3 Beutel geschrieben, ist das richtig? Wahrscheinlich wegen der Menge am Ende oder?
    Ich hab dann 3 Beutel genommen..
    Lg

    • Hallo Mary,

      ich habe auch lange nach einem Ersatz gesucht. Aber es geht leider nicht ohne den Tortenguss. Carrageen dient in diesem Fall der Verdickung und andere Stoffe für eine Konservierung.

      Das mit den drei Beuteln ist schon richtig. Wir wollen ja keinen Tortenguss herstellen und nutzen es für andere Zwecke.
      Die Diskussion um das Carrageen wird aber oft auch zu allgemein geführt. Kaum jemand weiß, dass es verschiedene Arten von Carrageen gibt. Für Lebensmittel ist nur Carrageen mit hohem Molekulargewicht zugelassen.

      Carragen ist auch per se nicht schädlich. Nur häufig – wie z.B. in Sahne – unnötig.

      Alles Liebe,
      miho

  9. Hallo,
    Vielen Dank für das tolle Rezept. Ich reagiere auf gekaufte Saucen sehr empfindlich und stieß bei der Suche auf dein Rezept. Es schmeckt super lecker.

    Da ich Tortenguss nicht gut vertrage, habe ich einfach normale Speisestärke genommen. Auch ohne Tortenguss hält sich mein Dressing lange, wenn es nicht vorher aufgefuttert wird. ;-)

    Viele Grüße
    Astrid

  10. Maria Weiss

    In der Schweiz gibt es auch keine Essigessenz, man muss nach Putzessig suchen, was denn doch ein wenig Überwindung kostet und es gibt auch keinen Tortenguss, das ist dann Gelatine! Darauf hat mich eine liebe Freundin aus Wuppertal gebracht.
    Liebe Grüsse und gutes Gelingen!

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