Tunnbröd – Brot, das in der Pfanne gebacken wird.

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Tunnbröd ist in ganz Skandinavien sehr beliebt und es gibt wahrscheinlich in jeder Familie ein anderes Rezept! Genauso vielfältig wie die Anzahl der Rezepte ist wahrscheinlich auch das Aussehen der Tunnbröds. Es gibt sie von ganz dünn bis etwas dicker. Gebacken werden all diese Brote in der Pfanne, das ist das Besondere!

Tunnbröd wird übersetzt mit Dünnbrot. Ganz einfach, ganz unspektakulär! Dieses Brot ist nicht knusprig, es muss soft und elastisch sein. Ich habe für euch ein modernes und einfaches Rezept, ohne Hirschhornsalz, Sirup und geschmolzene Butter – genau so, wie es die moderne Skandinavier heute essen.

Modernes Tunnbröd

Zutaten für das Tunnbröd

  • 250 g Mehl Typ 550
  • 1/2 Teelöffel Puderzucker
  • 1 Prise Liebe
  • 10 g frische Hefe
  • • 100 g Creme Fraiche
  • • 80 g Wasser
  • • 1/2 Teelöffel Salz

Zubereitung des Tunnbröd

Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Puderzucker vermischen. Eine leichte Mulde in die Mitte drücken! Dann die Hefe hineinbröckeln. Anschließend die zimmerwarme Creme Fraiche mit dem handwarmen Wasser verrühren und darüber gießen. Leicht mit etwas Mehl verrühren und etwa 10 bis 15 Minuten stehen lassen. Danach das Salz auf dem Rand verteilen und alle Zutaten in der Küchenmaschine mit eine Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig muss eine Kugel bilden, eventuell müsst ihr ein klein wenig Wasser zufügen.

Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und den Tunnbröd-Teig zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Anschließend die Arbeitsfläche mehlen und den Teig in sechs Portionen teilen. Sollten der Teig noch zu feucht sein, einfach etwas Mehl unterkneten. Jedes Teigstück zu einer kleinen Kugel formen und ungefähr zehn Minuten abgedeckt ruhen lassen. Anschließend die Teiglinge mit einer Teigrolle (ich nutze eine aus Edelstahl) auf der gemehlten Arbeitsplatte zu etwa 0,5 Zentimeter dünnen, runden Teigfladen ausrollen. Die Teigkreise auf Backpapier legen und weitere 30 Minuten stehen lassen.

Eine Pfanne ohne Fett erhitzen. Nun in die erste Tunnbröd-Scheibe mit einem etwas dickeren Holzstab viele kleine Mulden in den Teig drücken. Dann die Teigscheibe in die Pfanne legen und von beiden Seiten einige Minuten backen, bis das Tunnbröd leicht gebräunt ist. Zum Abkühlen das Brot auf ein Rost legen und mit einem Küchentuch abdecken. Alle anderen Teigstücke auf die gleiche Art und Weise backen und jedes Tunnbröd zum Abkühlen in ein Tuch hüllen.

Tipps

  • Die Schweden bearbeiten das Tunnbröd oft mit einer Karierwalze, die dicht an dicht kleine, abergundete Dornen hat. Viele skandinavische Hausfrauen benutzen aber, wie ich, eine Gabel.
  • Es ist ganz wichtig, dass das Brot zum Abkühlen in ein Tuch zu hüllen, nur so bleibt es weich.
  • Wer mag, der backt das Brot auf niedriger Stufe im Toaster kurz auf. 
  • Ich selbst mag Tunnbröd gerne ganz dünn und knackig, damit ich es dippen kann!

Es ist übrigens nicht wichtig, dass das Brot kreisrund ist! Und um noch eins draufzusetzen: die Tunnbröd müssen auch nicht exakt die gleiche Größe haben! Ihr könnt sogar kleine Dünnbrote fürs Buffet backen und sie dann reichhaltig und fantasievoll belegen.

Ihr könnt die Brote auch hauchdünn ausrollen- sie brauchen dann nur ganz kurz in der Pfanne. Dann hab ihr die Möglichkeit sie zu kleinen Wraps oder zu Brotrollen zu verarbeiten. 

Viel Spaß beim Nachbacken und genießen! Verratet ihr mir noch, ob ihr Interesse an dem traditionellen, klassischen Rezept für Tunnbröd habt?

Alles Liebe
miho

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16 Comments

  1. Ich habe mich über das Rezept sehr gefreut. Wir essen im Urlaub in Schweden immer Tunnbröd und lieben es! Daher werde ich das Rezept die Tage mal ausprobieren und den Kindern eine Freude machen :)

  2. Das hört sich ja lecker an und ich hätte Interesse
    Liebe Grüße

  3. Und schon nachgekocht. Geht hervorragend zu Caponata!
    Die letzte Flade in der Pfanne vergessen und jetzt weiß ich auch, woher das Knäckebrot kommt.

  4. Klingt gut. Meine Frage ist: welche Pfanne benutzt du?

  5. Hej, das Tunnbröd wird auch gerne gefüllt und dann aufgerollt und so kann man es gut unterwegs mitnehmen.
    Traditionell wird es direkt auf dem Ofen gebacken, aber kaum jemand hat ja noch so einen alten Ofen in der Küche.
    Bei uns kann man das tunnbröd in vielen verschiedenen Formen und auch Mehlsorten kaufen.
    So ein „Nudelholz“ mit Dornen kann man bei dem gelben schwedischen Möbelhaus kaufen.
    Ach ich glaube jetzt muss ich auch wieder mal welches backen ?
    LG Heike

    • Hallo Heike,
      schön, dass du es so schreibst – hier gibt es die Rollen allerdings nicht bei Ikea!

      Und natürlich hat heut noch kaum einer einen richtigen Ofen.

      Vielen DAnk für deine Tipps und alles Liebe nach Schweden,
      miho

  6. Suter-Stutz Bea

    Super lecker👍👍👍
    Hab noch eine Rechtschreibetipp:
    ImnTitel: richtig heisst es:
    Brot, DAS in der Pfanne gebacken wird👍
    Herzlich, eine 66 jährige Lehrerin, die als Kind in der Grundschule Regeln vor- und zurück trainieren musste😂

  7. Gruesse aus Schottland!
    Das klingt ja mal richtig lecker. Ich habe sogar so eine kleine Walze, die ich in Wien mal auf dem Naschmarkt gekauft habe :)
    Mein Problem ist, ich bekomme hier keine frische Hefe und arbeite ausschliesslich mit Trockenhefe. Aber bei 10 g Frischhefe wird es mit dem Umrechnen echt schwierig. Ein halber Wuerfel (etwa 20g?) ist ein Paeckchen, also brausche ich ein halbes Paeckchen… Das ist auf dem Loeffel echt wenig… Muesste aber reichen, oder?

    • Hallo Heike,

      ich wiege das tatsächlich ab. Ich denke, das wird wirklich reichen, was du da auf dem Löffel hast. Experimentier einfach ein bisschen herum.

      Ich beneide dich um die Walze, meine ist schon länger verschwunden.

      Ganz liebe Grüße nach Schottland und melde dich mal, ob es geklappt hat.

      Alles Liebe,
      miho

  8. Ui – das klingt sehr lecker.

    Ich werde es mit Buchweizenmehl versuchen – ich darf kein Gluten essen.

    Und ja, mich würde das traditionelle Rezept auch sehr interessieren.

    • Liebe Maren,
      Ich bin gespannt, wie das mit Buchweizenmehl bei dir klappt. Viel Spaß beim Nachbacken.

      Ich muss mal gucken, wann ich das traditionelle Rezept online stelle.

      Alles Liebe,
      miho

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