Dänische Æbleskiver – mein Rezept und der Unterschied zu Futtjes

Æbleskiver sind eigentlich eine typische dänische Weihnachtsspeise, die nicht nur jedes Kind in Dänemark kennt – wir essen sie das ganze Jahr. Wenn man sich das Rezept anschaut, sind sie den holländischen Poffertjes sehr ähnlich und in Norwegen werden sie nennt man sie Munker. Æbleskiver gehören in das Reich der Förtchen, dazu gehören auch die Futtjes aus Nordfriesland – eine norddeutsche Kuchen-Spezialität, die hier bei uns in vielen Variationen vorallem zu Weihnachten und Silvester gebacken werden.

Wortwörtlich übersetzt bedeutet das Wort Æbleskiver schlicht „Apfelscheiben“. Der Ursprung findet sich im 17./18. Jahrhundert. Damals wurden Apfelscheiben in einem Teig gebacken, heute werden sie zumeist ohne Füllung in einer speziellen Pfanne mit runden Vertiefungen gebacken. Mein Lillekind nennt die Æbleskiver liebevoll „Kugelpfannkuchen“. Sie werden mit Zucker und Marmelade gegessen – heiß und direkt aus Pfanne. Sehr lecker sind sie auch mit Apfelmus.

Æbleskiver werden mit Backpulver zubereitet und in einer speziellen Pfanne mit kugeligen Vertiefungen gebacken, welche nur nur zu 3/4 mit dem zähfließendem Teig gefüllt werden. Durch das Triebmittel im Teig würde der der Teig sonst zu sehr aufgehen und das hätte zur Folge, dass er nur schwer gewendet werden könnte.

Sobald Teig in der Pfannenvertiefung durch das Braten an der Oberfläche kleine Blasen schlägt, wird er gewendet – vor dem Wenden kann ein kleines Stück Apfel in den frischen Teig gegeben werden. Ich benutze zum Wenden eine feine Stricknadel und drehe die entstandene Halbkugel zu einem Viertel. Der Teig fließt das aus dem Inneren auf den Pfannenboden und die kugelige Form entwickelt sich weiter. Nach kurzer Zeit wird eine weitere Vierteldrehung durchgeführt und das Bällchen ist perfekt.

Ich habe mehrere Rezepte für Æbleskiver, aber heute habe ich euch mein Lieblingsrezept mitgebracht:

Æbleskiver – Rezept für ca. 30 Stück

small>Du findest auf herzelieb noch mehr Rezepte aus Dänemark! Schau dir auf doch auch gern mal meine dänischen Blätterteigbrötchen, die Birkes an. Auch das traditionelle dänische Dessert, der Dansk Æblekage, ist ein Gedicht!

Zutaten für die Æbleskiver

  • 250g Mehl
  • 125 g Butter
  • 375 ml Buttermilch
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eßlöffel Zucker
  • 1 Prise Liebe
  • 1/2 Teelöffel Kardamom
  • Mark einer Vanilleschote
  • 10 Gramm Backpulver
  • 2 Prisen Liebe
  • 1 gestrichener Teelöffel Natron
  • 4 Eier
  • Abrieb einer Bio-Zitrone

Zubereitung der Æbleskiver

Eier trennen, das Eiweiß zur Seite stellen. Die Butter leicht bräunen und abkühlen lassen. Jetzt Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Vanille und Kardamom mischen. Das Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und die Buttermilch dazu gießen. Einige Esslöffel der Mehl-Mischung und den Zitronenabrieb hinzufügen und dann die Butter esslöffelweise hinzugeben. Der zähfliessende Teig muss nun 15-30 Minuten stehen, damit der Kleber im Weizenmehl quellen kann. In der Zwischenzeit das Eiweiß steif schlagen und zum Schluß vorsichtig und liebevoll mit einem Teigschaber unter den Teig mischen. Nicht zu sehr rühren, weil sonst das Eiweiß wieder zusammen fallen kann.

Die Pfanne erhitzen, den Teig in die kugeligen Vertiefungen gießen, so dass sie zu ca. 3/4 gefüllt sind. Dann nach und nach der oben beschriebenen Methode braten.

Die Æbleskiver, die wir nicht aufessen, backe ich am nächsten Tag im Backofen bei 150 Grad in 5 Minuten auf.

Unterschied zwischen Aebleskivern und Futtjes

Was aber ist der Unterschied zwischen Æbleskiver, Förtchen und Futtjes, Futjes oder Futsches? Æbleskiver werden in der Regel mit Backpulver zubereitet. Sie haben zumeist keine Füllung sondern im Inneren höchstens mal ein Apfelstück. Rosinen gehören normalerweise nicht in den Teig für Æbleskiver. Sie werden in einer Pfanne mit Vertiefungen gebacken.

Traditionelle Futtjes oder Futsches bestehen aus Hefeteig und sie enthalten in der Regel Rosinen. Statt in einer Pfanne werden sie frei in Öl ausgebacken und anschließend mit Zucker bestreut.

Alles Liebe von der kalten und regnerischen Nordseeküste
miho

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Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.

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10 Kommentare

  1. *hach*
    Die sehen mal richtig lecker aus! Ich war ganz erstaunt zu lesen dass die nicht in Fett ausgebacken wurden!
    Na umso besser! Kann ich mehr von essen!!!
    *schnellalleeinsammelundwegrenn*

  2. Ich als Dänischangehauchte habe jetzt unglaublichen Hunger…. Æbleskriver sind Tradition und unglaublich lecker – das Rezept klingt übrigens auch gut, allerdings habe ich bisher noch nie selbst welche gemacht, weil es in meiner (dänischen) Schule zur Weihnachtszeit immer Æbleskiver satt gab… Dann werde ich wohl hoffentlich dieses Jahr noch dazu kommen, vielen Dank!

  3. Hallo,

    ich habe da mal ein paar Fragen… ;)) Benutzt du Milch oder Sahne? Bei den Zutaten hast du Sahne stehen und im Rezept Milch… Und wann kommt das Wasser, welches bei den Zutaten steht, denn dazu??
    Und du hast geschrieben:“Einige Esslöffel der Mehl-Mischung und den Zitronenabrieb hinzufügen und dann die Butter esslöffelweise hinzugeben.“ Die restliche Mehlmischung dann nach der Butter hinzufügen?

    Liebe Grüße,
    Sina

  4. Sieht gut aus und liest sich gut. Gleich ans Wer geht nicht😒 mangels der speziellen Pfanne 🍳

  5. ohhhh!😣das mit der nicht vorhandenen pfanne ist genau auch mein problem!und die gibt es bei uns in der schweiz, so viel ich weiss auch nicht zu kaufen!
    aber diese leckeren kugeln gehen mir eifach nicht aus dem kopf,auch viele beilagen dazu schwirren mir schon fixfertig im kopf herum!😁
    das problem pfanne mit muldenform dachte ich mir so zu lösen:
    ich habe eine silikonform für cake pops,zuerst backe ich die kugeln,und dann brate ich sie noch rundum schön an….mit ein wenig feiner butter😁was denkst du miho?könnte das klappen?
    🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄🎄
    ich wünsche ALLEN eine wunderbare adventszeit und gutes gelingen,uns hobbyweihnachtsbäckern!😉

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