Ajvar Rezept – Gemüsekaviar oder Paprikapaste vom Balkan (Dip)

Heute gibt es mein Rezept für Ajvar, die leckere Paprika Paste vom Balkan – nicht DAS Rezept, aber meines! Es ist kein Originalrezept sondern das Ergebnis vieler Versuche bis es für mich so lecker war wie der Ajvar, den ich von der lieben Steffi von Kochtrotz zum Geburtstag bekommen habe. Ich könnte mich in diese Paprika Paste reinlegen.

Ursprünglich kommt diese Spezialität aus Serbien. Ajvar wird auch Gemüsekaviar genannt und er schmeckt nicht nur als Dip zum Fleisch, sondern auch zu Reis oder aufs Brot. Ich verwende ihn sogar zum Würzen von Eintöpfen und Suppen. Ajvar oder Paprikapaste ist so vielseitig, du solltest das Rezept unbedingt mal ausprobieren:

Ajvar – leckere Paprikapaste als Dip oder für´s Brot!

Du findest auf herzelieb noch mehr Dip Rezepte! Schau dir doch auch mal den Dattel Dip, das Avoziki oder den Paprika-Feta-Dip an. 

Zutaten für das Ajvar

  • 12 rote Gemüsepaprika
  • 1 Aubergine
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Liebe
  • 2 Chilischoten
  • 200 ml Essig
  • 300 ml Olivenöl
  • 2 Teelöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz

Zubereitung des Ajvar

  1. Zunächst den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Dann die Paprikaschoten gründlich waschen und anschließend abtrocknen. 
  2. Jetzt die Paprikaschoten auf einem geölten, tiefen Backblech verteilen und in den Ofen schieben. Von allen Seiten gut rösten. Die Haut soll dabei schwarz werden.
  3. Die gerösteten Schoten in eine große Schüssel geben, mit Frischhaltefolie  abdecken und für mindestens eine Stunde, besser über Nacht, zur Seite stellen. Die Paprikaschoten „schwitzen“ dann und lassen sich besser abziehen.
  4. Die Aubergine putzen und in Stücke schneiden. Diese Auberginen-Stücke mit etwa 50 Mililiter Öl einreiben Danach auf einem Backblech verteilen und für etwa 10 Minuten in den Backofen stellen.
  5. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen abziehen, klein schneiden und in den letzten 5 Minuten zu den Auberginen-Stücken in den Ofen geben.
  6. Nun die Chilischoten waschen, die Kerne entfernen und in kleine Stücke schneiden.
  7. Jetzt die Haut von den Paprikaschoten abziehen und alles in kleinere Stücke schneiden. 
  8. Die Paprika- und Auberginen-Stücke mit dem Knoblauch und der Chili in einen großen, backofengeeigneten Topf mit weiter Öffnung geben. Die Flüssigkeit jeweils mit dazu geben und nicht wegschütten!
  9. Den Essig und das restliche über das Gemüse gießen und Zucker sowie Salz hinzufügen. Alles gut verrühren. 
  10. Den Topf mit dem Ajvar ohne Deckel in den Ofen schieben und zwei Stunden bei 200 Grad garen. In der Stunde einen Kochlöffel in die Ofentür stecken, damit sie leicht offen bleibt und die Flüssigkeit entweichen kann.  Ich rühre das Ajvar alle 30 Minuten um. 

Der Ajvar ist fertig, wenn die Masse im Topf sämig wird. Ich püriere die Paprika-Paste noch  und fülle es heiß in kleine Twist-Off Gläser (Werbung), die ich anschließend noch im Backofen sterilisiere. 

Tipps für das Ajvar

  • Ich wasche das Gemüse für das Ajvar in Natronwasser. Auf einen Liter Wasser gebe ich einen Teelöffel Natron.
  • Damit die Röstaromen noch besser durchziehen, lasse ich die gerösteten Paprikaschoten mit der Schale abgedeckt 2 Tage im Kühlschrank stehen. 
  • Du kannst auch sehr gut Balsamico-Essig statt normalen Haushaltessig verwenden.
  • Für etwas mehr Schärfe die Kerne aus den Chilischoten nicht entfernen!
  • Wenn du ein sehr tiefes Blech hast, kannst du das Ajvar auch darauf garen.
  • Zum Sterilisieren stelle die Gläser auf ein tiefes Backblech und gieße Wasser dazu. Die Gläschen sollen drei bis vier Zentimeter im Wasser stehen und sie dürfen sich nicht berühren. Dann Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze einstellen und sobald das Wasser kocht, den Herd ausstellen. Jetzt bleiben die Gläser noch 30 bis 45 Minuten im Backofen. Dann die Gläser mit dem Ajvar aus dem Backofen holen und auskühlen lassen.
  • Die Ajvar Gläser beschrifte ich mit einem Lackstift(Werbung), er lässt sich leicht entfernen.

Die Herstellung von Original Ajvar ist sehr, sehr zeitaufwändig. So erklärt sich auch, wie der hohe Preis dafür entsteht. Traditionell wird keine Aubergine verwendet und die Paprikaschoten werden nach dem Rösten für mehrer Tage aufgehängt, so dass die Röstaromen schön durchziehen können. Anschließend wird ein tradtioneller Ajvar für mehrere Tage auf alten Holzbacköfen gekocht. 

Das kann ich natürlich in meiner kleinen nordfriesischen Küche ohne familiäre Wurzeln auf dem Balkan nicht bieten. Dennoch esse ich Ajvar für mein Leben gern und so bleibt mir einfach nur, ein für mich passendes Rezept zu entwickeln. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen!

Alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

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