Bärlauch-Salz – wir konservieren den Frühling

Es Rezept zu nennen, wäre schon fast vermessen! Bärlauch-Salz ist aber die beste Möglichkeit, den Frühling für das restliche Jahr zu konservieren. Wir sind im Norden ja immer etwas später mit der Ernte dran und der Bärlauch ist auch nicht so verbreitet bei uns. Haben wir doch kaum richtige Wälder!


In den wenigen Waldstücken, die wir hier an der Küste haben,  sind die Quellen sehr rar. Der Bärlauch gilt bei uns in Schleswig-Holstein als potentiell gefährdet! Wenn man eine Stelle findet, wo der Bärlauch gut wächst, behält man den Fundort für sich. Am Besten für immer! Das grüne Gemüse wird nämlich immer beliebter und so sind viele Menschen auf der Suche danach. Mir ist es schon oft passiert, dass ich an meinen Lieblings-Bärlauch-Ort kam und die Blätter schon längst abgeerntet waren.

Rezept für Bärlauch-Salz

Zutaten für das Bärlauch-Salz

  • 500 g grobes Meersalz
  • 100 g Bärlauch

Bärlauch-Salz – die Zubereitung

Zuerst den Bärlauch gut waschen und trockenschleudern. Ich lege die Blätter dazu in ein großes Geschirrtuch und schleudere es von Hand. 

Die Bärlauch-Blätter anschließend in feine Streifen schneiden und in einen Food-Prozessor, einen Cutter oder den Thermomix geben. Nun das Salz hinzufügen und alles so lange mixen, bis sich der Bärlauch und das Salz gut verbunden und eine einheitliche Farbe haben. 

Jetzt ein Backblech mit Küchenpapier belegen und das Bärlauch-Salz gleichmäßig darauf verteilen. Das Backblech in die mittlere Schiene des Backofens schieben und die Temperatur auf 50 bis 60 Grad einstellen. Die Backofentür schließen. Mit einem Kochlöffel verhinderte ich, dass die Backofentür vollständig schließt. So kann die Feuchtigkeit entweichen. 

Der Trocknungsvorgang dauert ungefähr zwei bis drei Stunden. Etwa jede halbe Stunde wende ich das Salz, damit es etwas schneller geht. Jetzt nur noch in Gläser füllen. Fertig!

Tipps

  • Das Bärlauchsalz kann auch in der Sonne trocknen. Nach ca. acht Stunden könnt ihr das Salz abfüllen.
  • Ich empfehle immer, das Salz in dunkle Gläser abzufüllen. Je mehr Licht an das Salz kommt desto schneller ist die Farbe verschwunden.
  • Bärlauch-Salz sollte kühl gelagert werden.  Bei zu großer Wärme kann das Aroma leiden.

Woher kommt der Name Bärlauch?

Wusstet ihr eigentlich, warum das Gemüse Bärlauch heißt?  Man vermutet, dass der Bärlauch schon in heidnischen Zeiten bekannt war. Viele Jahrhunderte wurde der Bär wegen seiner Stärke sehr verehrt. Er war Frühjahrsbote und galt als fruchtbarkeitsbringend. Nach seinem Winterschlaf erwachte die Natur und das erste, was der Bär vorfand, war der Bärlauch.  Vitaminreich und kräftig im Geschmack, wurden die grünen Blätter nach dem Bären benannt. Denkbar ist auch, dass der Bärlauch so genannt wird, weil er eine Zeigerpflanze für besonders nährstoffreichen Boden ist. 

Übrigens wurden schon immer gerne besonders starke Pflanzen ach den Bären benannt. Dazu gehört die Bärentraube, der Bärlapp und  der Bärenklau. Die Gründe waren sehr unterschiedlich – zum einen waren die Pflanzen so imposant und stark, in anderen Fällen war die Heilkraft besonders groß. 

Bärlauch pflücken und Naturschutz

Viele wissen nicht, dass der Bärlauch nicht überall unbedenklich gepflückt werden darf. In Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern ist er geschützt und darf nur gepflückt werden, wenn die jeweilige Schutzverordnung es zulässt. Auch außerhalb der Naturschutzgebiete genießt der Bärlauch einen gewissen Schutz Paragraph § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes. Bärlauch darf nur für den Eigenbedarf gesammelt werden und wer den Bärlauch gewerblich nutzen möchte, braucht sogar eine behördliche Genehmigung. 

Aber nun genug mit all den Vorschriften! Ich pflücke stets sehr vorsichtig und reiße die Pflanzen auch nicht heraus. Ganz sicher werdet ihr das auch so halten. Solltet ihr also den Frühling ein wenig einfangen wollen, dann ist dieses Salz ganz sicher das Richtige!

Vielleicht füllt ihr einer lieben Freundin noch ein kleines Gläschen ab?! Bärlauch-Salz ist ein tolles Mitbringsel!

Lasst es euch schmecken, viel Spaß beim Nachmachen und alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

9 Kommentare

  1. Ich habe Bärlauch in meinem Garten, der jährlich abgestochen begränzt werden muss, sonst verbreitet er sich enorm. Ich benötige viel Bärlauch in meiner Küche. Danble für den Tipp.

  2. Das sieht so toll aus! Ich hab das ja letztens schon bewundert – musste es mir jetzt ansehen! Ganz, ganz großartig – vor allem auch die Farbe!

    Ich muss glaub ich nochmals Bärlauch klaben gehen für dieses tolle Rezept.

    Lasse dir liebe Grüße da,

    Catrin *Werbung entfernt*

  3. Eine tolle Idee, das Bärlauchsalz. Habe ich sofort ausprobiert und gestern damit ein Lammrack gewürzt. War super. Vielen Dank für deinen tollen Blog. Liebe Grüsse Susanne

  4. Pingback: Bärlauch-Salz – Herzstück

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