Dinkel-Toastbrot Rezept – Brot zum Frühstück

Hast du schon mal Dinkel-Toastbrot gebacken? Toastbrot ist ein Klassiker auf dem deutschen Frühstückstisch! Obwohl man es absolut einfach Selbermachen kann, backen es die Wenigsten selbst. Ich habe vor Jahren das Rezept für das Toastbrot von Bäcker Süpke entdeckt und seit dem habe ich den Frühstücksklassiker nie wieder gekauft.

Denk daran, dass du für dieses Rezept etwa 24 Stunden einplanen solltest! Ich verrechne mich da gerne mal. Da ich mit Timern arbeite, schrillt hier ab und zu mitten in der Nacht ein Klingelton. Spätestens dann weiß meine Familie, dass ich ein Brot vorbereite. Wer Wert auf Nachtruhe legt, backt das Dinkel-Toastbrot am Wochenende, denn das Rezept ergibt zwei Brote, die ich aufgeschnitten einfriere. So habe ich immer ausreichend Vorrat – es gibt also keinen Grund meinen Lieben den Schlaf nicht stehlen.

Toastbrot-Form mit Deckel

Ich backe das Dinkel-Toastbrot in einer Toastbrot-Form mit Deckel(Werbung), weil in ihr der Dampf nicht entweicht. Wenn du so eine Form nicht hast, fülle unbedingt ein tiefes Backblech mit Wasser und schiebe es unten in den Backofen. So entsteht Dampf im Ofen, der dafür sorgt, dass das Eiweiß auf dem Teig gerinnt und die Stärke gut verkleistert. Gleichzeitig hält der Wasserdampf den Teig kühl und das Brot bekommt außen eine Kruste, die nicht zu hart wird. Fünf Minuten vor dem Back-Ende den Dampf aus dem Backofen lassen. Dazu öffne bitte die Backofen-Tür.

Dinkel-Toastbrot Rezept – Brot zum Frühstück

Zutaten für das Dinkel-Toastbrot

  • 200 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 g Hefe
  • 160 g Milch
  • 500 g Dinkelmehl
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Prise Liebe
  • 60 g weiche Butter
  • 220 g Milch
  • 30 g Hefe

Dinkel-Toastbrot – die Zubereitung

Der Vorteig

  1. Zunächst für den Vorteig das Dinkelmehl, das Salz und die Hefe in eine Schüssel geben. Die Milch dazu gießen und alles zu einem Teig verarbeiten.
  2. Diesen Teig 120 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann für 18 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ich befeuchte die Teigoberfläche mit Wasser, damit sich keine Haut bildet.

Der Hauptteig

  1. Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  2. Alle weiteren Zutaten abwiegen. So sind sie griffbereit und du musst dich bei der Zubereitung nicht mehr mit dieser Arbeit beschäftigen!
  3. Mehl, Salz und Zucker mischen und in eine Schüssel geben.
    In Mitte des Mehls eine Mulde drücken, die Milch hineingießen und die Hefe darin auflösen.
  4. Jetzt den Vorteig und die weiche Butter hinzufügen und alles zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Der Teig muss warm, sollte aber nicht zu weich sein.
    Den Teig mit Dinkelmehl nicht zu lange kneten. Bei Teigen mit Dinkelmehl wird das Glutengerüst leicht zerstört durch überkneten! Anschließend 10 Minuten gehen lassen.
  5. Jetzt den Teig für das Dinkel-Toastbrot in zwei Hälften teilen, jeweils einen gleichmäßigen Teigstrang formen und anschließend in vier gleich große Stücke schneiden, die genau quer in die Form passen. (4-Pieces-Methode – siehe Tipps).
  6. Die Teigstücke kurz in Wasser tunken, dann je 4 Teiglinge pro Form mit den Schnittflächen zur Wand in die gefettete Kastenform legen.
  7. Den Teig für das Dinkel-Toastbrot mit Folie abdecken und etwa 25 Minuten gehen lassen. (Gare)
  8. Jetzt den Backofen auf 230 Grad vorheizen, die Deckel auf die Formen setzen und die Form auf einem Backblech auf einer der unteren Schienen in den Ofen schieben.
  9. Jetzt die Backofentemperatur auf 200 Grad zurückschalten und das Dinkel-Toastbrot in 30 Minuten fertig backen.

Ich lasse das Dinkel-Toastbrot einige Minuten in der Form, dann stürze ich es und lege es auf ein Backgitter(Werbung). Wenn das Brot vollständig kalt ist, schneide ich es in Scheiben und dann friere ich es in Portionen ein. Guten Appetit!

Tipps für das Dinkel-Toastbrot

  • Du kannst dieses Dinkel-Toastbrot auch mit Weizenmehl (Typ 405 oder 550) backen, das macht keinen Unterschied! Du solltest dann die Milchmenge leicht verringern.
  • Meine Form ist schon ein bisschen älter, ich kleide sie mit Backpapier aus statt sie zu fetten.
  • Wenn du eine Gusseiserne Form benutzt, solltest du das Brot fünf Minuten länger backen.

WAS KANN SCHIEF GEHEN?

Taillenbildung beim Dinkel-Toastbrot

Bei einer Taillenbildung ist das Brot in der Mitte schmaler, wie eine Frauentaille. Das passiert bei Toastbrot häufiger. Mit der 4-Pieces Methode versucht man das zu verhindern und eine gleichmäßige Porung zu erreichen. Weitere Gründe können zuviel Hefe, zu kurze, letzte Knetzeit, zu langes Gehen in der Form, zu niedrige Backtemperatur oder eine zu kurze Backzeit sein.

Du kannst dann die letzte Knetzeit etwas verlängern, die Hefe verringern oder die letzte Gehzeit in der Form etwas verkürzen. Außerdem hilft es vielleicht die Vorheiz-Temperatur erhöhen oder die Backzeit verlängern.

Löcher im Brot oder Hohlräume im Dinkel-Toastbrot

Hohlräume im Brot können entstehen, wenn der Teig für das Dinkel-Toastbrot zu warm, zu viel Fett im Teig oder der Teig zu fest war. Es ist auch möglich, dass die Teigstücke eine Haut bekommen haben beim Schneiden, Einlegen in die Form oder in der letzten Gehzeit. Vielleicht hast du nicht lange genug geknetet?

Um Hohlräume im Dinkel-Toastbrot zu verhindern, kannst du den Teig etwas kühler halten oder die Milch ein bisschen kälter dazu geben. Eventuell verwendest du weniger Fett. Ein zu fester Teig wird weicher, wenn du ein mehr Wasser dazu gibst. Eine Haut kann sich auf den Teigstücken nicht bilden, wenn du zügig arbeitest und die Teiglinge, wie im Rezept beschrieben, kurz in Wasser tunkst.

Die Kruste vom Toastbrot ist ungleichmäßig braun

Das passiert, wenn der Teig für das Dinkel-Toastbrot zu fest oder zu warm war. Ebenso kann sich eine Haut auf den Teiglingen gebildet haben.

Wenn der Teig zu fest ist, gib etwas mehr Milch an den Teig. Vielleicht stand der Teig zu warm? Das Verhauten der Teigstücke kannst du mit der 4-Pieces-Methode (siehe Rezept) vermeiden.

Na, hast du Lust aufs Backen bekommen? Dann wünsche ich dir jetzt ganz viel Spaß beim Nachbacken und Genießen. Ich bin mir sicher, dass du vom selbstgebackenen Dinkel-Toastbrot begeistert sein wirst.

Alles Liebe und gutes Gelingen,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

4 Kommentare

  1. Super viele hilfreiche Tipps und die Form kannte ich auch noch nicht! Nachdem ich kürzlich hörte, dass in gekauftem Brot unzählige Stoffe drin sind, die nicht extra ausgewiesen werden müssen, wie zum Beispiel ein Stoff, der das Reinigen der Maschinen einfacher macht, sollte man sein Brot wirklich grundsätzlich selbst backen! Danke und liebe Grüße, Bianca

    • Liebe Bianca,

      genau das ist der Grund, warum ich es selbst backe. Und wenn ich mir anschaue, dass du ein Brot schon für unter 50 Cent bekommst, dann wird mir ganz schwummrig!
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

      Alles Liebe,
      miho

  2. Gelingt das Brot auch nur mit Dinkelmehl (630)? Als Rheumatikerin soll ich auf Weizenmehl verzichten.

    • Hallo Martina,

      ja, das Dinkel-Toastbrot wird nur mit Dinkelmehl gebacken . Aber ich würde an deiner Stelle dann kein Dinkel aus dem Discounter nehmen, weil dort Sorten verarbeitet werden, die bis zu 50% mit Weizen verkreuzt sein können. Reine Sorten Dinkel sind Franckenkorn und Oberkulmer.

      Alles Liebe,
      miho

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