Isbitar ist Schwedisch und bedeutet Eiswürfel. Vermutlich ist das Rezept für diesen Schokoladenkuchen mit Vanillecreme aus Serbien oder Kroatien nach Schweden gelangt, denn dort gibt es fast identische Rezepte! Warum der Kuchen so heißt? Er schmeckt eiskalt am allerbesten! Dieser Schokoladenkuchen ist also auch etwas für den Sommer!

Ein fluffiger Schokokuchen, der mit Sirup getränkt wird, darauf kommt eine reichhaltige Vanillecreme, auf der dann eine knackige und dunkle Schokoladenglasur den Abschluss bildet. Was sich hier recht lang und unkompliziert im Rezept für die Isbitar liest, ist in Wirklichkeit kinderleicht! Wie immer beschreibe ich alles ganz genau. Aber um ehrlich zu sein, ist das einer der schnellsten und einfachsten Kuchen, die man backen kann. Also, ran an den Herd. Es ist wirklich lecker.
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Isbitar Rezept – Schokoladenkuchen mit Vanillepudding-Creme
Du findest auf herzelieb noch mehr Kuchen Rezepte! Schau dir doch auch mal meinen Marmorkuchen ohne Backpulver, die großen dänischen Rumkugeln oder die dänischen Medaljer an!
Zutaten
Für die Creme braucht ihr
70 Gramm Speisestärke,
90 Gramm Mehl,
200 Gramm Zucker,
1 – 2 Teelöffel Vanillezucker (siehe unten),
2 Prisen Liebe,
1 Liter Milch,
1 Prise Salz und
250 Gramm Butter.
Für die Teig zu den Isbitar braucht ihr
6 Eier,
1 Prise Salz,
120 Gramm Zucker,
100 Gramm Mehl,
20 Gramm Speisestärke,
2 Teelöffel Vanillezucker,
1 Teelöffel Backpulver (siehe unten),
1 Teelöffel Kardamom (siehe unten),
25 Gramm Backkakao (siehe unten) und
1 Teelöffel Essig.
Für die Sirup zu den Isbitar braucht ihr
250 ml Wasser und
100 Gramm Zucker.
Für die Schokoguss zu den Isbitar braucht ihr
200 Gramm Zartbitterschokolade und
100 ml Öl.
Isbitar Zubereitung
Die meisten Fragen, die mir zu diesem Rezept schon gestellt wurden, habe ich weiter unten in den Tipps bereits beantwortet. Scrollt einfach weiter runter!
Die Creme
- Zunächst die Speisestärke mit dem Mehl, dem Zucker, dem Vanillezucker und der Prise Salz in einer großen Schüssel vermischen.
- Dann 200 Milliliter Milch dazu gießen und alles klümpchenfrei glattrühren.
- Die restliche Milch in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Dann den Topf vom Herd ziehen und unter ständigem Rühren die angerührte Mehlmischung in dünnem Strahl dazugeben.
- Anschließend den Topf auf den Herd zurückstellen und weiter rühren, bis ein dicker Pudding entstanden ist. (Ich mache das mit meinem dänischen Schneebesen (siehe unten).
- Danach Frischhaltefolie direkt auf die Puddingmassen legen und dann abkühlen lassen.
Die Butter bereitlegen, sodass sie Zimmertemperatur annehmen kann. Die Creme wird später fertiggestellt.
Der Schokoladenkuchen
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Eine Form (siehe unten) mit den Maßen 25×35 cm mit Trennspray (siehe unten) einsprühen oder leicht ölen.
- Dann zuerst die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Ich schlage es bei mittlerer Geschwindigkeit und lasse den Zucker zum Schluss mit einrieseln.
- Dann ein Eigelb nach dem anderen unter das Eiweiß rühren und den Teelöffel Essig hinzufügen.
- Nun das Mehl mit der Speisestärke, dem Vanillezucker, dem Backpulver und dem Kakao vermischen. Diese Mischung vorsichtig mit einem Teigschaber (siehe unten) unter die Ei-Masse heben.
- Den Boden 20 Minuten backen, Stäbchenprobe machen und anschließend aus dem Backofen nehmen.
Den Schokoladenkuchen in der Form abkühlen lassen und etwa eine Stunde stehen lassen.
Der Zuckersirup
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, den Zuckersirup vorbereiten: Das Wasser mit dem Zucker zum Kochen bringen und dabei so lange rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
Danach den heißen Zuckersirup über Kuchen gießen und dann den Boden für 15 bis 20 Minuten zur Seite stellen.
Die Creme fertigstellen
Zunächst die Butter mit einem Handmixer (siehe unten) cremig aufschlagen. Nach und nach den abgekühlten Pudding dazugeben und portionsweise glattrühren.
Dann die fertige Puddingcreme gleichmäßig auf dem Boden verteilen und glattstreichen.
Der Schokoguss
Die Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit dem Öl über einem Wasserbad schmelzen. Dann den flüssigen Schokoguss auf der Creme verteilen.
Alles mit einem Teigschaber (siehe unten) glattstreichen und den Kuchen für 3 bis 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
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Tipps für die Isbitar
Ich ersetze gerne 100 ml Wasser oder einen Teil davon im Sirup mit Rosenwasser. Alternativ funktioniert auch Orangenblütenwasser. Das verfeinert den Geschmack – man muss aber den Rosengeschmack mögen. Ich kaufe es in türkischen oder orientalischen Läden.
Der Pudding und die Butter sollen die gleiche Temperatur haben, damit nichts gerinnt oder sich trennt. Deswegen nehme ich das Butterstück schon am Abend vorher aus dem Kühlschrank, damit er Zimmtertemperatur annehmen kann.
Die Creme lässt sich ganz wunderbar mit Zitronenabrieb aufpeppen. Alternativ funktioniert das auch mit dem Abrieb einer Orange.
Bitte keine Kartoffelstärke für die Creme und den Kuchen verwenden. Ich verwende Maisstärke. Maisstärke hat ein anderes Bindungsverhalten, deswegen verwende ich sie für alle Gelegenheiten, in denen ich einen gewissen Stand im Ergebnis haben möchte.
Mit Öl ist ein geschmacksneutrales, einfaches bzw. günstiges Öl wie raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl gemeint. Es ist auch möglich, das schwedische Butteröl (siehe unten) zu verwenden.
Viele Leser möchten wissen, was für eine Milch verwendet werden soll. Ich verwende Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 oder 3,8 Prozent.
Es wurde auch die Frage gestellt, was für eine Zartbitterschokolade geeignet ist. Je hochwertiger die Schokolade ist, desto besser ist der Geschmack. Ich verwende eine dunkle Schokolade mit 70 % Kakaoanteil für die Isbitar. Gerade bei Schokolade schmeckt man Qualität.
Auch der Essig hat für Fragen gesorgt – ich verwende einen normalen, geschmacksneutralen Branntweinessig. Kräuteressig oder Estragonessig haben einen Eigengeschmack, der nicht zum Kuchen passt.
Ich verwende Weizenmehl Typ 550, greife aber auch mal auf Typ 405 zurück. Wer möchte, kann diese Isbitar auch mit Dinkelmehl Typ 630 backen. Da nicht besonders viel geknetet und die Mengen nicht allzu groß ist, muss bei der Verwendung von Dinkel auch auf nichts weiter geachtet werden.

Lass dir den Kuchen gut schmecken! Die Hauptsache ist, dass der Kuchen wirklich sehr kalt serviert wird. Ich mache die Isbitar übrigens gerne für Familienfeste! Aber ich bin mir sehr sicher, dass es ganz viele Gelegenheiten für diesen Kuchen gibt.
Ihr habt einen Fehler gefunden oder noch weitere Fragen? Immer her damit! Schreibt mir einfach unter diesen Beitrag einen Kommentar, dann kann ich mich flott darum kümmern. Gerade hier auf dem Blog sehe ich es am schnellsten. Ich möchte auch wissen, ob es euch geschmeckt hat, und über Lob freue ich mich auch immer!
Guten Appetit und alles Liebe,
miho








Herzlich willkommen auf meinem Blog!
Hallo liebe Miho,
der Kuchen sieht super aus. Muss ich ausprobieren. Kannst du aber bitte noch schreiben, wie groß die Form sein soll? Einfach auf ein Blech? Das scheint mir zu groß zu sein. Mein Backrahmen ist sehr variabel, aber möchte nicht erst rumtüfteln.
Danke!
Lieben Gruß aus dem Nordschwarzwald
Stefanie
Hallo Stefanie,
wie gut, dass du mitdenkst. Ich habe es ergänzt ;)
Dankeschöööön und alles Liebe!
miho
Der sieht sehr lecker aus und eignet sich so schön kalt sicher für eine sommerliche große Kaffeetafel!
Warum rätst Du von Kartoffelstärke ab?
Hallo Barbara,
Stärke (Amylum) besteht aus einer Mischung von Amylose und Amylopektin.
Maisstärke hat einen hohen Amylosegehalt, durch das ein schnittfestes Gel entsteht, je nach Dosierung. Allerdings kann sie Flüssigkeit nicht so gut binden und halten wie Mehl oder Kartoffelstärke und so wird Brot z.B. schneller trocken.
Kartoffelstärke enthält mehr Amylopektin, welches Wasser gut bindet und eher „schleimig“ abbindet – für Backwaren ideal, weil sie durch das bessere Wasserbindevermögen nicht so schnell altbacken werden.
Kurz gesagt ist das Steifungsvermögen unterschiedlich – Maistärke hat das höchste Steifungsvermögen, dann kommt die Weizenstärke und dann die Kartoffelstärke.
Für Soßen, Suppen, Brot und Kuchen, die ich „feucht“ will, verwende ich gern Kartoffelmehl.
Für Puddings, Cremes, diverse Kuchen und Kekse verwende ich Maisstärke (Speisestärke).
Kartoffelstärke kann Geschmack haben und bindet z.B. Saucen undurchsichtig/trübe – Maisstärke ist Geschmacksneutral und bindet durchsichtig.
Wenn Pudding nicht gelingt, liegt es sehr oft daran, dass jemand Kartoffelstärke verwendet hat.
Hallo, der Kuchen sieht sehr lecker aus. Eine Frage zur Creme, sollte der Pudding und die Butter gleiche Temperatur haben? Schönen Sonntag und liebe Grüße aus Tirol
Hallo Sonja,
ja, das ist sehr wichtig!
Alles Liebe und danke für den Hinweis. Ich ergänze das gleich mal im Rezept.
miho
Hallo,
ich habe den Kuchen jetzt zweimal gebacken und beide Male war er ganz wunderbar! Beim zweiten Mal habe ich weniger Vanillezucker und keinen Kardamom genommen, aber das werde ich beim nächsten Mal nicht mehr machen.
Für uns ist der Kuchen so optimal, wie er hier beschrieben ist. Tolles Rezept!
Viele Grüße
Elin
Moin Elin,
Das mit dem Vanillezucker und dem Kardamom ist natürlich Geschmackssache. Jeder kann das ja für sich selbst anpasssen. Ich freu mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefällt.
Vielen Dank für das Lob und alles Liebe,
miho
Hallo Miho,
als Schwedin in Deutschland hab ich den Kuchen nach deinem Rezept gleich nachgebacken. Süß, wie wir Skandinavier es lieben. Das Rezept ist perfekt. Tusen tack.
Maria
Hi Maria,
tack så mycket!
Alles Liebe,
miho