(Werbung) Norddeutsches Landbrot Rezept – Brot mit toller Kruste und saftiger Krume

Heute habe ich für euch ein Rezept für ein norddeutsches Landbrot mit einer sensationellen Kruste im Gepäck! Es schmeckt fantastisch zu Käse, Tomaten und herzhaften Schinken, aber auch süße Aufstriche passen perfekt zu diesem schnell gebackenen Brot, das ich übrigens in einem Topf gebacken habe!

Was dieses  Landbrot so einzigartig macht? Es ist kein großer Aufwand nötig, denn es wird mit Hefe, nicht mit Sauerteig gebacken. Durch das Backen im Topf – der Cocotte (Werbung) – wird eine optimale Feuchtigkeit gewährleistet, so entsteht ein wundervolles Brot. Innen saftig und außen knusprig – so muss das! Aber was rede ich, schaut euch das Rezept und meine Tipps dazu an.

Dieses Brot habe ich mit einer Mischung aus Weizen- und Dinkelmehl gebacken – beide in einer 1050er Ausmahlung. Ich bestelle mein Mehl in der Adler-Mühle Bahlingen, denn dort kann ich sicher sein, dass ich richtiges Dinkelmehl erhalten. Warum Dinkel nicht gleich Dinkel ist und was „richtiges Dinkelmehl“ bedeutet und warum das für Allergiker so wichtig ist, erkläre ich euch gern nach dem Rezept!

Rezept für ein norddeutsche Landbrot mit Dinkel

Ihr findet auf herzelieb noch viele Brotrezepte und Dinkelrezepte, die einfach und leicht gelingen. Schaut euch auch mein Vollkornbrot oder mein genial einfaches und schnelles Baguette an.

Zutaten für das Landbrot

  • 150 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Honig
  • 250 g Weizenmehl 1050
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 125 ml Buttermilch
  • 250 g Dinkelmehl 1050
  • 1 Teelöffel Backmalz (Werbung)
  • 2 gestrichene Teelöffel Salz
  • 2 Prisen Liebe
  • 1 Teelöffel Brotgewürz
  • 1 Esslöffel Apfelessig

Landbrot – die Zubereitung

  1. Das Wasser erwärmen, so dass es lauwarm ist, bevor der Honig darin aufgelöst wird. 150 Gramm des Weizenmehls mit der Trockenhefe mischen und in das Wasser-Honig-Gemisch rühren. Diesen Vorteig bitte 10 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.
  2. Jetzt die Buttermilch leicht erwärmen. Dann das restliche Weizenmehl, das Dinkelmehl und das Backmalz dazu gegeben und alles gründlich verkneten.
  3. Zum Schluss das Salz, das Brotgewürz und den Apfelessig in den Teig einarbeiten. Anschließend den Teig mindestens 10 Minuten gründlich und kräftig kneten. Wenn der Teig zu flüssig ist, einfach etwas Mehl hinzufügen.
  4. Den Hefeteig zu einer Kugel formen und dann in eine mit Mehl ausgestreute Schüssel legen.
  5. Mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken und wieder an einem warmen Ort eine bis eineinhalb Stunden gehen lassen.

Nach der ersten Gehzeit

Der Teig sollte sich nach der Gehzeit verdoppelt haben. Die Teigkugel wird auf einer mehligen Arbeitsfläche flach gedrückt, etwas in die Länge gezogen und dann zur Mitte gefaltet. Leicht drehen, etwas in die Länge ziehen und erneut zur Mitte falten. Dieses Faltritual ca. 10 Mal wieder holen.

Die Cocotte oder einen Bräter leicht fetten und  mit Mehl ausstreuen. Ein Teigkugel formen,  in den Topf legen und leicht mit Wasser benetzen. Mit einem scharfen Messer wird die Teigoberfläche eingeschnitten  und anschließend mit etwas Mehl bestäubt. Jetzt wird der Deckel aufgesetzt und der Topf in den kalten Backofen gestellt. Temperatur auf 240 Grad Ober- und Unterhitze einstellen und das Brot 65 Minuten backen.

Prüfen ob das LandBrot fertig ist

Sollte ihr nicht sicher sein, ob das Landbrot fertig ist, nehmt es einfach aus dem Topf und klopft auf den Boden. Das entstehende Geräusch sollte hohl klingen.

Das Brot sollte vollständig auf einem Gitterrost auskühlen, damit die Kruste rundherum schön knusprig bleibt. Ich gestehe allerdings, dass ich es oft nicht abwarten kann – ich muss einfach die erste Scheibe noch warm mit Butter genießen!

Warum die Auswahl der Dinkelsorte so wichtig ist für Allergiker!

Ich wollte euch noch erzählen, warum ich so strikt darauf achte, wo ich mein Mehl kaufe und warum man gerade auch als Allergiker darauf achten sollte, aus welchem Dinkelkorn das Mehl gemahlen wurde.

Dinkel ist beim Anbau und in der Lagerung äußerst empfindlich. Aus diesem Gründen sind moderne Dinkelsorten bis zu 50 % mit Weizen gekreuzt. Ein weiterer Grund ist der höhere Ertrag bei dem mit Weizen gekreutzem Dinkel, Das heißt, das ein Allergiker Symptome haben kann, obwohl der Dinkel verwendet.

Die Schweizer Sorte Oberkulmer Rotkorn gilt als der reinste Dinkel. Als deutsche Sorte enthält die Sorte Franckenkorn meines Wissens am wenigsten Weizen. Wer mehr dazu wissen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel.

Bedauerlich finde ich, dass im Verkauf von vielen Bäckereien gar nicht bekannt ist, welche Dinkelsorte verwendet wird. Auf Nachfrage in der näheren Umgebung gab es einen einzigen Bäcker, der eine Ursorte verwendet und bei der Herstellung der Backwaren darauf achtete, dass Dinkelbackwaren auf eigens dafür reservierten Arbeitsflächen hergestellt werden. Fragt nach und informiert euch – oder noch besser: backt euer Brot selber und zwar am besten ein rustikales Landbrot!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen und genießen!

Alles Liebe
miho

P.S.: Ihr könnt natürlich Nüsse oder Oliven in das Landbrot einarbeiten – das schmeckt besonders lecker!

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

60 Kommentare

  1. Hallo meine Liebe, ich schaue mal wieder bei dir vorbei. Bevor ich mir deinen Artikel durchgelesen habe, sind mir wieder deine tollen Fotos aufgefallen. Wirklich schön. Der Artikel ist informativ. Ich esse selten Brot, aber ich werde deines mal austesten. Freue mich auf mehr. Liebe Grüße, Cathi

    • Liebe CAthi,
      ich freu mich riesig, dass dir die Bilder so gefallen haben!
      Schön, dich hier zu lesen. Vielleicht bekomme ich noch ein Feedback von dir, wenn du es gebacken hast?
      Alles Liebe
      miho

    • Liebe Renate,
      ich freu mich sehr dass du auch zu den begeisterten Topf-Brot-Bäckerinnen gehörst!
      Solltest du dieses Brot einmal backen, freu ich mich auf ein Feedback von dir!
      Alles Liebe
      miho

  2. Wieder was gelernt – das mit dem Dinkel wusste ich noch nicht. Als „nicht-Allergiker“ bei mir kein Problem, aber trotzdem gut zu wissen…
    Dein Brot sieht auf jeden Fall super lecker aus, da würde ich jetzt auch eine Scheibe von nehmen :)

    • Hallo Katha,
      ich bin auch kein Allergiker. Aber ich möchte schon „echten“ Dinkel verarbeiten und keinen, der mit Weizen gekreuzt ist.
      Ich freue mich, dass ich eine interessante Info weitergeben konnte! Schön, dass dir die Bilder gefallen!
      Alles Liebe
      miho

      • Hi Michaela,
        als Großstädterin hab ich leider nur (Bio)Supermärkte zur Auswahl wenn es ums Dinkrlmehl geht. Hast du vielleicht einen Tipp auf welche Sorte/Marke ich hier zurückgreifen kann wenn es möglichst rein sein soll? Lieben Dank Dir schon einmal

        • Liebe Maike,
          ich bestelle das alles in einer Mühle. Die Adler-Mühle Bahlingen gehört zu meinen Favoriten. Ich wohne auf dem Land und wir haben keine Bio-Supermärkte.

          Alles Liebe,
          miho

  3. Liebe Miho,

    das Brot ist ganz was für mich mit der Buttermilch und dem Dinkelmehl, im
    Topf backe ich am Liebsten. Ist gespeichert, herzlichen Dank!

    Liebe Grüße
    Jule

  4. Liebe Miho,

    dank deiner Info habe ich bei unserer Mühle nach der alten Dinkelsorte gefragt und sie hatten welchen. Meine Familie verträgt das Gluten im neuen Dinkel und Weizen nicht, aber das von der alten Dinkelsorte schon. Das freut sie und mich natürlich sehr.
    Das Brot habe ich inzwischen schon 2 mal gebacken. Ich gebe 3 Teelöffel Salz, 150 ml Buttermilch, 2 Teelöffel gemahlenes Brotgewürz und 2 Esslöffel Apfelessig dazu. Ich backe es im Tupoer Ultra Bräter. Statt Weizenmehl verwende ich Emmermehl. Bin immer wieder begeistert, was für eine sagenhafte Kruste ensteht. Auch dieses Rezept habe ich schon 1 maweiter gegeben.
    Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!

  5. Moin Miho,
    endlich ein Brot, das mir richtig gut schmeckt…hab schon so viel ausprobiert!! Backe es auch im Tupper Bräter und es ist nach 45 Min. super….das nächste geht gleich in den Backofen!
    Schau immer wieder gern bei dir vorbei.
    Mehlige Grüße, Ulrike

  6. Hallo Michaela,
    Topf-Brot habe ich schon öfters gelesen. Würde ich gerne mal backen.
    Ich bin stolze Besitzerin eines Kochherds und backe darin mein Brot.
    Kannst du mir bitte sagen, ob die Backzeit anders ist, als im E-Herd? Vor allem schiebe ich das Brot in den heißen Ofen.
    Liebe Grüße Simone