Panna Cotta mit fruchtigem Aprikosenmus

Panna Cotta ist ein traditionelles Dessert aus Italien. Das Rezept für diese Panna Cotta ist ganz schlicht und traditionell gehalten. Aber als fruchtige Ergänzung gibt es dieses Mal ein fruchtiges, sonnig-gelbes Aprikosenmus!

Rezept für eine Panna Cotta und ein Aprikosenmus
Warum dieses Dessert so gesund ist, obwohl die Panna Cotta ja gekochte Sahne ist? Aprikosen sind nicht nur Vitamin-C-haltig, sie haben auch einen besonders hohen Anteil an Beta-Carotin – die Vorstufe von Vitamin A, ein fettlösliches Vitamin. Damit unser Körper Beta-Carotin und Vitamin A bestmöglich verwerten kann, wird Fett gebraucht. Die Panna Cotta kann also mit ruhigem Gewissen gegessen werden, obwohl der Fettgehalt sehr hoch ist. Jetzt gibt es erstmal das Rezept:

Rezept für Panna Cotta mit Aprikosenmus

Aprikosen für eine Panna Cotta.Zutaten für die Panna Cotta

400 g Schlagsahne
1 Prise Salz
1 Vanilleschote
1 Prise Kardomom
1 Prise Liebe
50 g Zucker
3 Blatt weiße Gelatine

Zutaten für das Aprikosenmus
500 g Aprikosen
50 ml Wasser
1-2 Esslöffel Honig
etwas Zitronensaft

evtl. 30 Gramm Mandelstifte

Zubereitung der Panna Cotta

Die Schlagsahne wird zusammen mit der Prise Salz, dem Kardamom und dem Zucker in einen Topf gefüllt. Anschließend die Vanilleschote aufschneiden, das Vanillemark mit einem Messer herauskratzen und zur Sahne geben. Den Topfinhalt unter ständigem Rühren aufkochen und anschließend ca. 10 Minuten sanft köcheln lassen – anschließend den Topf vom Herd nehmen und auf ca. 60 Grad abkühlen lassen.

Während die Sahne abkühlt, wird die Gelatine mit kalten (!) Wasser eingeweicht. Sobald die Sahne die richtige Temperatur hat, die Vanilleschote entfernen. Dann wird die Gelatine ausgedrückt und unter die Sahne gerührt.

Die Panna Cotta in 4 kleine Gläschen mit ca. 150 ml Inhalt gießen und mindestens 3 Stunden, besser noch über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung des Aprikosenmarks
Für das Aprikosenmus die Früchte zuerst halbieren, dann den Kern entfernen und anschließend in kleine Würfel schneiden. Die Aprikosenwürfel zusammen mit 50 ml Wasser und dem Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen. Anschließend den Deckel aufsetzen und ca. 5 Minuten bei schwacher Hitze dünsten. Den Deckel dann abnehmen und das Mus  ca. 20 Minuten einkochen lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Jetzt wird der Honig hinzugefügt und die Masse gründlich püriert. Noch einmal kurz aufkochen, zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Wer Mandelstifte dazu mag, der röstet sie in einer Pfanne ohne Fett goldbraun und lässt sie gut abkühlen.

Dekorieren und Servieren der Panna Cotta
Vor dem Servieren wird das Aprikosenmus auf die Panna Cotta gegeben. Dann eventuell mit einigen Mandelstiften dekorieren und als Farbtupfer mit Melissenblättchen dekorieren.

Aprikosenmus für das Rezept für die Panna Cotta

Warum ich dieses Rezept ganz besonders im Sommer liebe? Einerseits ist jetzt die Saison für Aprikosen – sie beginnt im Juni mit Importfrüchen, ab Juli gibt es dann aber schon heimische Früchte. Kaum jemand weiß, dass es frühe, mittelfrühe/-späte und späte Sorten gibt, weiterhin unterscheiden sich die Aprikosen auch noch im Geschmack und im Fruchtsaftgehalt. Die ideale Sorte ist für mich orangegelb und wächst im eigenen Garten.

Andererseits ist das in den Aprikosen enthaltene Beta-Carotin ein Sonnenschutz von innen.
Wer also ständig nur zwischen Sonnenbrand und Blässe schwankt, nie richtig braun wird oder sogar eine Sonnenallergie hat, sollte viel von diesem Provitamin zu sich nehmen.

Leider wird das Beta-Carotin aus rohen, ganzen Früchten nur zu etwa 10 % vom Körper aufgenommen, es sei denn man kaut sehr, sehr lange. Die Zellwände der Frucht sind so stabil, dass der Körper kaum in der Lage ist, an die Nährstoffe zu gelangen. Deswegen sollten Aprikosen, Karotten usw. stets gerieben werden. Die Zugabe von Öl steigert die Aufnahme von Carotinen im Körper.

Beta-Carotin ist ein starkes Antioxidans.  Bei einer UV-Bestrahlung entsteht ein spezieller Sauerstoff, der die Zellstrukturen durch Oxidation zerstören kann. Beta-Carotin ist in der Lage, diese schädliche Form des Sauerstoffs unschädlich zu machen. Bei bereits in Gang gesetzten Oxidationsvorgängen im Körper ist Beta-Carotin in der Lage, die ablaufende Kettenreaktion abzubrechen. Es dient somit als Radikalfänger.

Beta-Carotin wird nur so weit in Vitamin A umgewandelt, wie der Körper es braucht. Hohe Gaben des Provitamins sind also eher unproblematisch. Überschüssiges Beta-Carotin, das nicht in Vitamin A umgewandelt wird, wird im Fettgewebe und in der Oberhaut abgelagert – dort sorgt es durch den orangefarbenen Farbstoff für ein frisches, leicht gebräuntes Aussehen – und das Tolle ist – Beta-Carotin stärkt das Immunsystem.

Ich habe mich bemüht, es mit einfachen Worten auszudrücken und zu erklären und ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß bei diesem Beitrag. Wer weitere Informationen möchte, dem empfehle ich einen Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung.

Lasst es euch gut gehen und habt einen schönen Tag
Alles Liebe
miho

Last updated by at .

Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

6 Kommentare

  1. Panna Cotta ist eins meiner liebsten Desserts. Das Aprikosenmus dazu kann ich mir super vorstellen. Sehr schöne Fotos übrigens.
    xo.mareen

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.