Franzbrötchen

Franzbrötchen sind eine Spezialität aus Hamburg. Sie werden oft zum Frühstück serviert,  sind aber auch auf der Kaffeetafel häufig zu finden. Zu welcher Zeit genau ein Rezept für das Franzbrötchen entstanden ist, ist nicht ganz geklärt. Sie sehen einem Croissant ähnlich, welches Anfang des 19. Jahrhunderts in Hamburg durch die französische Besatzung bekannt wurde. Man vermutet, dass daher der Name Franzbrötchen stammt. Ich kenne sie noch gut aus der Zeit in der ich meine erste Ausbildung in Hamburg gemacht habe. Als kleinen Snack habe ich sie sehr oft beim Bäcker gekauft und ich habe sie geliebt!


Häufig wird ein Plunderteig für die Zimtbrötchen hergestellt, aber es ist auch durchaus üblich sie aus einem Hefeteig zuzubereiten. Plunderteig muss aufwändig touriert werden, d. h. er wird gefaltet, ausgerollt, gedreht und wieder gefaltet – das habe ich mir bei meinem Rezept gespart. Wer Zimtschnecken mag, der wird Franzbrötchen lieben! Die Verwandschaft ist nicht zu übersehen. Allerdings werden die Franzbrötchen in der Mitte noch tief eingedrückt, so dass eine ganz typische Form entsteht. Der typische Geschmack eines Franzbrötchen entsteht durch die Füllung, die an den Seiten hervorquillt und leicht caramalisiert. Backt die Franzbrötchen einfach nach, ihr werdet den Geschmack nie vergessen.

Rezept für Franzbrötchen

Auf herzelieb findet ihr noch viele andere tolle Brot– und Kuchenrezepte. Schaut euch auf jeden Fall auch meine besten Zimtschnecken, die Zimtschnecken-Kekse oder die Zimtschnecken-Brötchen an!

Zutaten für die Franzbrötchen

  • 500 g Mehl
  • 1 Paket Trockenhefe
  • 60 g Zucker
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • 5 g Salz
  • 1 Prise Kardamom
  • 210 ml Milch
  • 65 g Butter
  • 25 g Wasser
  • 1 Prise Liebe
  • 2 Esslöffel Milch

Zutaten für die Füllung

    • 120 g Butter (sehr weich)
    • 100 g brauner Zucker
    • 2 gehäufte Teelöffel Zimt
    • etwas Liebe

Zubereitung der Franzbrötchen

Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Danach abkühlen lassen, bis die Mischung handwarm ist.  Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Vanillezucker mischen. Alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken eines Handrührgerätes zuerst bei niedriger Geschwindigkeit vermengen. Anschließend bei höchstmöglicher Stufe gut durcharbeiten und einen glatten Teig herstellen.
Der Teig wird in eine Schüssel gefüllt, die abgedeckt an einen warmen Platz gestellt wird. Nach 30 Minuten Gehzeit wird die Schüssel mit dem Teig darin mehrfach auf den Tisch geschlagen, damit der Teig wieder zusammenfällt, dann erneut 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Zucker und den Zimt für die Füllung mischen.

Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsplatte dünn mit einem Nudelholz ausgerollt (ich nutze eines aus Edelstahl), so dass ein Rechteck von mindestens 40 x 60 cm entsteht. Mit der Butter bestreichen, die Zucker-Zimt-Mischung darauf streuen und dann an der Längseite vorsichtig aufrollen. Es soll eine Rolle mit 60 Zentimeter Länge entstehen.

Die gefüllte Teigrolle wird jetzt in 12 – 15 gleichmäßige Trapeze geschnitten. Diese Trapeze werden in der Mitte eingedrückt. Dazu nimmt man einen Kochlöffel oder ein anderes rundes Holzstück und drückt die Teig-Trapeze der Länge nach gleichmäßig bis zur Arbeitsplatte ein. Die eingerollten Seiten zeigen dann nach oben und ein wenig von der Füllung quillt hervor. Bei Bedarf noch ein bisschen die gerollten Seiten nach oben flachdrücken.

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und in der Zwischenzeit die Franzbrötchen-Teiglinge nochmal gehen lassen, bevor sie ca. 15 Minuten gebacken werden. Ihr wisst ja, jeder Backofen heizt anders, deswegen behaltet eure Franzbrötchen gut im Auge. Die Füllung soll an den Rändern leicht karamelisieren, aber nicht verbrennen.

Das Gesamtrezept hat ca. 3980 Kalorien (kcal.),  ca. 172 g Fett und ca. 544 g Kohlenhydrate. Bei 12 Franzbrötchen macht das pro Stück ca. 332 Kalorien (kcal.), ca. 15 g Fett und ca. 46 g Kohlenhydrate.

Franzbrötchen können wunderbar eingefroren werden. Nur kurz antauen, im Backofen aufknuspern und noch warm genießen. Der Tag kann wirklich gut beginnen, wenn frühmorgens schon der Duft nach Zucker und Zimt durchs Haus zieht. Ihr solltet das wirklich mal ausprobieren!

Ich wünsch euch einen tollen Sonntag, genießt die Sonne!
Alles Liebe
Miho

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Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.

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20 Kommentare

  1. 1 Prise Liebe <3 Ich war zwar leider bisher noch nicht in Hamburg, aber Franzbrötchen habe ich zum Glück schon mal probiert und sie sind sooo lecker! Dein Rezept wird sofort abgespeichert! Besten Dank dafür! Herzliche Grüße, Nadine

  2. Oh, die sehen aber großartig aus! Ich habe heute noch einen Tag Urlaub zum Vertrödeln und die Sonne scheint. Lecker Franzbrötchen heute Nachmittag zum Kaffee – das klingt doch nach einem Plan.
    Danke für das feine Rezept, liebe Miho und liebe Grüße von Margot

  3. Liebe Miho!
    Gesagt – getan, aber jetzt habe ich ein Problem: wann kommen die 2 Esslöffel Milch in den Teig? Spontan würde ich die Franzbrötchen damit vor dem Backen bestreichen.

  4. Pingback: Instadiary #4 - LoveandFashion

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  6. Ich habe heute die Franzbrötchen gemacht. Es ging super einfach, sehen zwar nicht so schön aus wie sie sollten, aber sowas von mega lecker. Mein Mann und ich haben jeder gleich 2 lauwarm gegessen. Und wie die duften, einfach toll.
    Danke für das Rezept.

  7. Liebe Michaela, diese Franzbrötchen sind genial lecker! Mein Mann und unser Sohn (15) haben gleich eins probiert und waren sich einig: besser als vom Bäcker. 👍
    Einen dickes Dankeschön für das Rezept – und so einfach!
    Liebe Grüße, Ellen

  8. Moin Miho,
    unser Basti liebt Franzbrötchen. Habe bisher immer die Version mit dem selbstgemachten Blätterteig gemacht.
    Danke für das Rezept. Jetzt werde ich sie mit Hefeteig probieren und berichten wie sie geworden sind.
    Liebe Grüße in den Norden aus dem Weserbergland.
    Gruß Ute und Family

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