Kneppkuchen – Rezept für die nordfriesischen Kuchen oder Brötchen

Kneppkuchen sind eine alte nordfriesische Spezialität für die früher sicher jede Hausfrau ihr eigenes Rezept hatte. Es gibt nur noch sehr wenige Bäcker die sie backen und die meisten nutzen Weizenmehl für den Teig. In unserer Familie existiert noch dieses alte Rezept für eine Variante mit Roggenmehl.

Meine Schwiegermutter hat ihre Rezepte immer sehr abenteuerlich aufgeschrieben. Da gibt es „den Klacks“, „den Schubs“, „ein bisschen“, „eine Tasse“ oder „nach Gefühl“ und es hat immer alles fantastisch geschmeckt. Ich wünschte, sie wäre noch hier und ich könnte sie das ein oder andere fragen. Aber ich habe die Klackse und Schubse in Gramm umgewandelt und hier ist das Rezept für Kneppkuchen:

Kneppkuchen – Rezept für nordfriesischen Kuchen oder Brötchen

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Zutaten für die nordfriesischen Kneppkuchen

  • 370 g Roggenmehl
  • 35 g weiche Butter
  • 60 g weiches Schweineschmalz
  • 1 Prise Liebe
  • 60 g Rübensirup, dunkel
  • 60 g Zucker
  • 250 ml Milch
  • 12 g Hefe
  • 2 Teelöffel Kardamom
  • 2 Esslöffel ganzer Anis
  • 1 Teelöffel Salz
  • 250 g Weizenmehl
  • 200 g Rosinen
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel Milch

Zubereitung der Kneppkuchen

  1. Das Roggenmehl mit dem Kardamom und dem Anis mischen und in eine große Rührschüssel geben. In die Mitte eine kleine Kuhle drücken.
  2. Dann die lauwarme Milch in die Mitte gießen, die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. Das Mehl über der Hefemilch zusammenschieben, so dass sie bedeckt ist.
  3. Jetzt die Butter, den Sirup, das Salz und den Zucker dazu geben. Alle Zutaten miteinander verkneten, mit einem Tuch abdecken und über Nacht stehen lassen.
  4. Am nächsten Tag zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die Hälfte des Weizenmehl und die halbe Menge Rosinen auf eine Arbeitsfläche streuen. Dann den Vorteig aus der Rührschüssel darauf geben und etwas flach drücken. Das restliche Mehl und die Rosinen darauf verteilen und durch Falten die die Zutaten in Teig einarbeiten. Insgesamt sollte der Teig etwa 15 Minuten gefaltet werden.
  5. Nun den Kneppkuchen Teig etwa drei Zentimeter dick ausrollen und in viereckige Stücke schneiden. Meine Stücke sind etwa
  6. Mit einem Tuch oder Frischhaltefolie abdecken und die Kneppkuchen nochmal etwa eine Stunde gehen lassen. 10 Minuten vor Ende der Gehzeit den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
  7. Nur noch das Ei mit dem Esslöffel Milch verquirlen und alle Teigstücke damit bestreichen.
  8. Die Kneppkuchen in etwa 20 Minuten goldbraun backen und am besten den ersten noch warm genießen.

Ich lasse sie auf einem Backgitter vollständig auskühlen. Bestrichen werden sie mit Butter oder man genießt sie einfach pur.

Tipps für die Kneppkuchen

  • Kneppkuchen kannst du wunderbar einfrieren. Nach dem Auftauen leicht mit Wasser bestreichen und im Backofen bei 120 Grad kurz aufbacken.
  • Du kannst die Rosinen weglassen, aber dann sind es keine echten Kneppkuchen mehr!
  • Der Anis kommt ganz in den Teig für die Kneppkuchen – aber du kannst ihn auch in einem Mörser leicht anstoßen.

Es ist einfach unglaublich, wie toll das Haus duftet, wenn die Kneppkuchen im Backofen sind. Sie riechen so gut, dass ich es kaum erwarten kann, hineinzubeißen. Außerdem muss ich immer höllisch aufpassen, dass noch welche zum Frühstück da sind! Probier das Rezept doch einfach mal aus, dann weißt du, wovon ich schwärme.

Alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen. Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

2 Kommentare

  1. kneppkuchen rustikal

    ganz tolles rezept. ich habe es ziemlich rustikal gemacht,mit einem anteil,fast 300g selbstgemahlenes roggenmehl.
    ich dachte niemals,als der teig fertig war,dass es ein so lockeres gebäck wird.
    ich bin begeistert. beim nächsten mal würde ich ,für meinen geschmack,kardamom etwas reduzieren.
    ansonsten,einfach nur gut. roggen halte ich aber für wichtig. ria

    • Hallo Maria,

      Roggen halte ich auch für sehr wichtig. Ich mag Kardamom sehr gerne und ich verwende es sehr viel. Aber ich wenn du es nicht magst, dann lass ihn einfach weg.

      Alles Liebe,
      miho

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