Mein Kohlrabisalat Rezept schreibe ich ganz besonders für meine Tochter auf. Sie liebt diesen Salat und jetzt kann sie ihn auch selbst zubereiten! Das kriegt sie hin, denn es ist wirklich ganz einfach und vor allem schnell gemacht. Wer dieses Gemüse liebt, weiß, dass es gar nicht so viele ungewöhnliche Kohlrabi Rezepte gibt. Ich gebe zu, am liebsten mag ich ihn selbst als Kohlrabigemüse in weißer Soße, mit gemusten Kartoffeln. Da brauche ich nicht mal Fleisch dazu. Mit diesem Kohlrabi-Salat kommt eine tolle Abwechslung auf den Speiseplan.

Tatsächlich esse ich in der Saion jeden Tag mindestens einen Kohlrabi. Roh. Weil ich es liebe. Und natürlich gibt es bei uns auch weiterhin Kohlrabisuppe, Kohlrabi-Eintopf Omas Kohlrabisalat und die tolle Knolle als Rohkost mit Äpfeln. Das Gemüse habe ich für diesen Kohlrabisalat gekocht und er erinnert eher an falschen Kartoffelsalat. Wusstet ihr, dass diese Kohlsorte typisch Deutsch ist? In keinem anderen Land der Welt wird er so oft zubereitet und gegessen wie in Deutschland. Die Schweizer nennen ihn Rübkohl, die Österreicher Kohlrübe und in vielen Ländern ist so gut wie unbekannt. In Russland, Japan, den USA und Großbritanien gibt es kein eigenes Wort für den Kohlrabi, deswegen hat man dort den deutschen Namen einfach übernommen.
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Kohlrabisalat Rezept mit Curry und Dill – für 4 Personen
Du findest auf herzelieb noch mehr Salat Rezepte! Schau dir auch den Bulgur Salat, den klassischen Kartoffelsalat oder den Blumenkohlsalat an.
Zutaten
Für den Kohlrabisalat braucht ihr
500 ml Wasser,
1 Teelöffel Salz,
1/2 Teelöffel Zucker,
1 Prise Liebe,
1/2 Bund Dill,
150 Gramm Joghurt,
50 Gramm Crème Fraîche,
1/2–1 Teelöffel Currypulver,
1 Esslöffel Zitronensaft,
4 Esslöffel Sahne,
1 Esslöffel Öl,
Salz zum Abschmecken,
1/4 Teelöffel Pfeffer und
200 Gramm Lachs.
Kohlrabi-Salat – die Zubereitung
Ihr wollt wissen, wie lange der Salat haltbar ist, wie man ihn abwandeln kann und wie groß die Kohlrabiknollen sein sollen? Dann scrollt mal runter zu den Tipps! Dort habe ich die meisten Fragen schon beantwortet.
- Die Kohlrabiknollen waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
- Danach die Kohlrabiwürfel mit dem Wasser, dem Salz und dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen.
- Anschließend auf kleiner Stufe in 8–10 Minuten bissfest garen.
- Dann in ein Sieb (siehe unten) gießen, abtropfen und abkühlen lassen.
- Während das Gemüse kocht, den Dill fein hacken und einige Blättchen für die Deko zurückbehalten.
- Nun den Joghurt, die Crème fraîche und das Currypulver verrühren.
- Zitronensaft, Sahne und Öl dazugeben und mit 1/4 –1/2 Teelöffel Salz und dem Pfeffer abschmecken.
- Nun den gehackten Dill untermischen und dann die Kohlrabiwürfel unterheben.
Ich kühle den Kohlrabisalat vor dem Servieren für mindestens eine Stunde. Entweder richte ich ihn dann mit Wildlachs oder pur an und dekoriere ihn mit Dillzweigen. Serviert den Kohlrabisalat doch mal als Salat zum Grillen, zu Fisch und er passt perfekt zu Geflügel, ganz gleich, ob Putenschnitzel oder Hähnchenkeulen.
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Tipps für den Kohlrabisalat
Der Salat hält sich im Kühlschrank etwa 3 Tage. Gut abdecken! Einfrieren kann man den leckeren Salat leider nicht. Wir brauchen uns darüber zu Hause keine Gedanken machen, weil nie was übrig bleibt.
Das Rezept ist für faustgroße Knollen berechnet. Wenn sie größer sind, benötigt ihr weniger! Wenn ich mich da mal verschätze, mache ich noch Dressing nach. Aber der Kohlrabisalat schmeckt auch, wenn er nicht so sehr viel Dressing hat. Am liebsten verwende ich die Sorte Superschmelz für den Kohlrabisalat vom Wochenmarkt.
Probiert das Gemüse vor der Verarbeitung. Wenn er sehr bitter ist, braucht ihr mehr Zucker oder Honig. Allerdings verwende ich das Gemüse nicht, wenn es bitter schmeckt. Ich bin da ein bisschen pingelig. Aber grundsätzlich solle man Kohlrabi immer mit Zucker kochen, nur so entfaltet er sein ganzes Aroma.
Ich verwende ein Butteröl (siehe unten) für diesen Salat. Ansonsten ist jedes neutrale Öl geeignet. Am besten eignen sich günstige, geschmacksneutrale Speiseöle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
Macht dieses Rezept doch mal mit Samen oder Kernen. Zum Beispiel zum Kohlrabisalat mit Sonnenblumenkernen oder Kürbiskerne. Ich liebe es, da ein bisschen herumzuprobieren. Sogar Nüsse sind da für mich eine feine Idee!
Reste verarbeite ich zu einer Kohlrabisuppe. Mit etwas Milch pürieren und erwärmen. Warm wird dieser Kohlrabisalat zu einem leichten Kohlrabi Rahmgemüse. Das findet meine Familie oberlecker zu Pellkartoffeln!
Statt der Crème fraîche verwende ich auch saure Sahne oder Schmand. Je höher der Fettgehalt ist, desto cremiger wird der Kohlrabisalat.
Mit etwas mehr Zitronensaft finde ich den Kohlrabisalat sensationell zu Käse und wer keinen Dill mag, kann auch Petersilie verwenden.
Kohlrabi schälen
Für mich ist das Kohlrabischälen einfacher, wenn ich den Wurzelansatz einmal unten abschneide, die Knolle aufstelle und dann mit der Schale in Scheiben schneide. Erst danach entferne ich die Schale von jeder Scheibe. Anschließend schneide ich die Scheiben in kleine Würfel für den Kohlrabisalat.
Was ist eigentlich am Kohlrabisalat und Kohlrabi gesund?
Das Gemüse enthält viel Vitamin C, K, B und Folsäure. Außerdem ist der Gehalt an Kalium, Kalzium und Magnesium recht hoch. Noch dazu enthält es Senföle, die das Immunsystem stärken. Dem Inhaltsstoff Sulforaphan, den man sonst auch unter anderem im Brokkoli, Senf, Blumenkohl und Radieschen findet, wird seit Jahrhunderten eine heilsame Wirkung nachgesagt. Gerade in der Tumorforschung beschäftigt man sich intensiv mit diesem Stoff. Außerdem nannte mein Mentor es immer „Sonnenbank-Gemüse“, denn das Sulforaphan soll für die Bildung gewisser Eiweißstoffe in der Haut sorgen, die das Sonnenbrandrisiko um etwa 30 % reduzieren soll. Ich finde, das allein ist schon ein Grund diesen Kohlrabisalat zu essen. Denn ganz nebenbei bringt er viele Ballaststoffe mit und die Nähwerte sind bombastisch. Die Kohlrabiknollen enthalten nur 4 Gramm Kohlenhydrate und gerade einmal 30 Kalorien sowie 0,1 Gramm Fett pro 100 Gramm. Außerdem gehört Kohlrabi zu den histaminärmsten Gemüsesorten. Übrigens enthalten die Kohlrabiblätter wesentlich mehr Vitamine als das Gemüse selbst. Kohlrabigerichte mag ich besonders, weil das Gemüse so schön leicht ist.
Kohl früher und heute
Der Kohlrabi gilt als nordisches Gemüse und ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wenngleich er in den Kochbüchern erst im 19. Jahrhundert erwähnt wird. Er ist ein etwas aus der Art geschlagener Kohl, denn er bildet keinen Kopf sondern eine Sprossknolle. Das heißt, dass der Stiel sich verdickt und zur Knolle wird. An dieser Stelle fallen die Blätter ab, was man optisch typischen Narben auf der Kohlknolle erkennt. Es gibt blaue und grüne Knollen, aber alle haben gemeinsam, dass das Fruchtfleisch immer weiß ist. Der Name leitet sich von „caulis“ (kohl) und „rapum“ (Rübe oder Wurzelknolle) ab. Im Grunde ist es eine Kohlrübe.
Die Knollen platzen auf, wenn die Wasserversorgung stark schwankt und er wird bei langer Lagerung holzig. Holziger Kohlrabi ist bei Sommer- und Herbstware häufiger als bei dem Frühjarsgemüse. Frische Ware erkennt ihr an knackigen Stielen und kräftig grünen Blättern. Ohne Blätter und in ein feuchtes Geschirrtuch eingewickelt, hält der Kohl im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zwei Wochen. Für den Kohlrabisalat verwende ich am liebsten ganz frische Kohlrabiknollen vom Markt oder aus dem Hofladen.
Mein Lieblingsgemüse und andere Kohlsorten waren früher sehr viel bitterer. Leider hat man im Laufe der Jahrhunderte viele Bitterstoffe weggezüchtet. Damit sind auch einige gesundheitliche Vorteile verloren gegangen, aber immer mehr Menschen – vor allem Kinder – lieben Kohlrabi wegen des heute süß-nussigen Geschmacks.
Zurück zum Rezept und dem Blog! Diesen Salat nennt meine Tochter gern „Weltbester Kohlrabisalat“ – ich liebe ihre Vorliebe für Superlative. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man Kohlrabi zubereiten kann. Was ist euer Lieblingsrezepte mit den grünen Knollen? Esst ihr ihn auch so gerne roh oder mögt ihr ihn lieber gekocht? Ich bin total gespannt – schreibt mir doch einfach unter diesem Beitrag, wenn mein Kohlrabisalat Rezept euch gefallen hat.
Guten Appetit und alles Liebe,
miho









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