Fermentiertes Buchweizen-Brot – glutenfrei & ohne Hefe

Ein glutenfreies Brot, dass ohne Hefe gebacken wird, könnt ihr mit diesem Rezept für ein Buchweizen-Brot zaubern! Wie das funktioniert? Dazu muss man das Pseudogetreide einfach nur fermentieren. Diesen Fermentierungs-Prozess kennen viele vom Sauerteig, aber auch für Sauerkraut wird diese Methode genutzt. Mit Hilfe von Enyzmen wird der Buchweizen im Grunde genommen zum Gären gebracht, deswegen geht er auch ohne Triebmittel auf.

Glutenfreie Brote sind in der Regel sehr fest. Auch dieses Buchweizen-Brot ist fester als fluffiges Weizenbrot, dennoch hat es feine Poren! Ich liebe dieses Brot mit herzhaften Aufstrichen. Probiert ihn einmal mit Eiersalat, Feta-Creme oder meinem Rote Bete Pesto! Mit nur wenige Zutaten und viel Zeit zaubert ihr so ein ganz wundervolles Brot, dass am besten getoastet schmeckt! Los geht´s!

Fermentiertes Buchweizen-Brot

Zutaten für das Buchweizen-Brot

  • 500 g Buchweizen (ganz)
  • Wasser zum Quellen
  • 350 ml Wasser 
  • 12 g Salz
  • 1 Prise Liebe
  • 2 Esslöffel Oregano 
  • 5 – 6 Esslöffel Sonnenblumenkerne

Buchweizenbrot – die Zubereitung 

  1. Zunächst den Buchweizen etwas abwaschen und dann in eine große, metallfreie Schüssel füllen. Mit Wasser reichlich auffüllen und den Buchweizen für etwa 6 Stunden quellen lassen.
  2. Im nächsten Schritt den Buchweizen in ein Sieb gießen und einige Minuten abtropfen lassen. Dann die Körner mit 350 ml Wasser aufgießen. Nun in einer Küchenmaschine, im Mixer oder Blender auf langsamer Stufe solange pürieren, bis ein ein glatter Teig entstanden ist.
  3. Jetzt den Teig zurück in die Schüssel füllen und mit einem Tuch abdecken. Etwa 12 Stunden sollte der Buchweizen jetzt an einem warmen Ort fermentieren. Etwas schneller geht das im Backofen (Tipps!)
  4. Nach 12 Stunden sollte die Buchweizen-Masse Blasen werfen und aufgegangen sein. Sollte das noch nicht der Fall sein, muss der Teig noch ein bisschen länger stehen bleiben.
  5. Sollte der Teig gut sein, dann alle restlichen Zutaten einarbeiten. Nur vorsichtig mit einem Plastik- oder Holzlöffel umrühren, damit der Teig schön luftig bleibt.
  6. Eine 30 Zentimeter Backform mit Backpapier auslegen und den Brotteig einfüllen. Der Teig kann zwar noch 1-3 Stunden in der Form gehen, aber man kann ihn auch sofort backen. Backofen auf 180 Grad vorheizen, Backblech auf die zweite Schiene von unten einschieben. In etwa 70 Minuten fertig backen.

Ich nehme das Brot sofort aus der Backform und entferne das Backpapier bevor ich es auf einigen Lagen Papiertüchern auskühlen lasse. 

Tipps

  • Der Teig sollte zu keinem Zeitpunkt in der Vorbereitung mit Metall in Berührung kommen.
  • Statt der Sonnenblumenkerne könnt ihr auch Haselnüsse, Sesam oder andere Saaten ausprobieren.
  • Testet das Brot einmal mit Oliven oder getrockneten Tomaten.
  • Aromatische Kräuter wie Thymian, Rosmarin passen perfekt zu diesem Brot.
  • getrocknete Aprikosen im Teig sind eine tolle Abwechslung.
  • Das Brot bitte frühestens 30 Minuten nach dem Backen schneiden.
  • Das Buchweizen-Brot am Besten frisch essen!
  • Sollte etwas übrig bleiben, den Rest des Brotes einfach in Scheiben schneiden und einfrieren. 
  • Das Brot schmeckt fantastisch aufgetoastet.

Ich kann mich noch gut an meine Jugend erinnern, wir haben Bucheckern gesammelt und sie dann abends vor dem Fernseher geknabbert. Für mich war dieses Pseudo-Getreide dann lange Zeit in Vergessenheit geraten. Leider – muss ich sagen! Der nussige Geschmack, ist nämlich wirklich sehr genial!

Probiert es einfach einmal aus und schreibt mir, wie es euch gefallen hat!

Alles Liebe,
miho

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Veröffentlicht von Michaela Hoechst-Lühr

Seit Februar 2013 schreibe ich meinen Foodblog herzelieb. Herzhafte Gerichte und süße Leckereien sind hier zu finden. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.Foodblogger | Foodblog | Imkerin | Heilpraktikerin | Ernährungsberaterin

24 Kommentare

  1. Ui, das klingt ziemlich aufwendig aber auch ziemlich lecker!!! Da ich eine Histamin Intoleranz habe und keine Hefe essen sollte, müsste ich das Rezept eigentlich mal ausprobieren. Die Zeit und Muße sollte man sich wahrscheinlich einfach nehmen. Vielen Dank auf jeden Fall für das tolle Rezept.

    Liebe Grüße aus Freiburg

    Neele *Werbung vom Administrator entfernt*

  2. Liebe Michaela,
    das Rezept hat mich so gereizt, dass ich einen Teig angesetzt habe. Nach 12 Stunden hatte sich noch gar nichts getan. Inzwischen steht er seit schon 15 Stunden und es ist jetzt eine minimale Wölbung zu erkennen, d.h., am Rand kann man erkennen, dass eine kleine Veränderung stattgefunden hat.
    Wie lange kann ich den Teig denn noch stehen lassen? Es ist ja nicht gerade kalt. Ich lebe in einer Dachgeschosswohnung, da sind zur Zeit 26 Grad.

      • Es ist alles gut :-). Letztendlich hat der Teig 20 Std. zum Fermentieren gebraucht. Er ist richtig dann schön hochgegangen.Da er gut roch (fein säuerlich), habe ich vorsichtig weitergemacht und ihn dann auch gleich gebacken. Es wurde ein leckeres, lockeres Brot. Es sind jede Menge Poren entstanden beim Backen. Habs nach dem Abkühlen gleich probiert, es war richtig fluffig.
        Einen großen Teil habe ich dann ich Scheiben eingefroren. Den Rest habe ich noch nicht probiert, bin aber sicher, dass das Brot auch heute (und morgen!) noch gut schmeckt.
        Danke für das Rezept!

  3. Hallo. Schönes Rezept. Danke dafür. Aber eine Sache muss ich berichtigen. Buchweizen ist nicht das selbe wie Bucheckern 😉
    Lg

  4. Hallo Michaela

    Danke dir für das leckere Rezept. Backe gerade mein zweites Brot.
    Jetzt sind mir doch noch Fragen aufgekommen. Lustigerweise hat es beim ersten Mal ohne irgendwelche Probleme geklappt. Nun beim zweiten Mal, hatte ich schon Probleme beim pürieren im Mixer.
    Ich habe die Körner ca. 10-15 Minuten im Sieb abtropfen lassen und dann anschliessend 400-450ml Wasser dazu gegeben statt den 350ml. (Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich das letzte Mal das Wasser nur ganz kurz ausgegossen habe)
    Die Masse war trotz meines Hochleistungsmixers immer noch recht körnig und noch nicht so schön sahneartig wie das letzte Mal. Auch hat sich dabei, mein Mixer noch ganz verabschiedet. (Hat zumindest schön gestunken 😉 )

    Der Teig sollte doch sehr flüssig werden oder?
    Was benützt du um die Körner zu zermalmen? (Ich brauch jetzt wahrscheinlich ein neues Gerät..)

    Danke dir nochmals und liebe Grüsse
    Simon

    • Hallo Simon,

      mein Teig ist mal sehr flüssig und manchmal sind auch kleine Stücke darin. Zum Zerkleinern benutze ich den KitchenAid Cooking Prozessor oder einen Stabmixer (da habe ich auch den von KitchenAid)

      Alles Liebe,
      miho

  5. Liebe Michaela!
    Ich bin normalerweise keine die Komemtare schreibt, aber bei diesem Brot bleibt mir nix anderes übrig. Ich habe mit großer Skepsis das Brot angesetzt und eigentlich schon die Hoffnung aufgegeben. Aber nach 36 Stunden war es dann so weit das sich der Brei bewegt hat. Ich habe mich noch nie so gefreut über ein derartiges überraschendes Ergebniss. Es ist wirklich total saftig. Danke noch einmal für dieses tolle Rezept.
    Lg.
    Manuela W.

  6. Hallo,
    ich habe das Brot probiert. Es ist nicht porig geworden, schmeckt aber trotzdem ausgezeichnet.
    Was ich übersehen hatte war die Anmerkung „kein Metallkontakt“! Ich hatte den Teig in einer Metallschüssel gehen lassen.
    Kannst du mir in dem Zusammenhang sagen, warum kein Metall?
    Besten Gruß, Tom

  7. Hallo Michaela,
    danke für die Rückmeldung!
    Gerade läuft ein neuer Versuch – diesmal unter Ausschluß von Metall.
    Aber – obwohl die Buchweizenmasse schon seit ca. 24 Stunden steht, auch in Heizungsnähe, ist von „Blubber“ weit und breit keine Spur. Habe ich da falsche Vorstellungen, was die Luftentstehung im Teig anbelangt? (Manuela schreibt ja in den Kommentaren was von 36 Stunden). Selbst eine minimale Porigkeit kann ich bislang im Teig, wenn ich den mal etwas mit dem Finger an der Oberfläche etwas „ankratze“, nicht ausmachen. Was würdest du schätzen, um wieviel sich das Volumen nach optimaler Fermentation erweitert haben müßte? Und – einfach warten, bis sich was tut…?
    Schöne Grüße, Tom

  8. Servus Michaela,
    danke fürs´´s Feedback – mittlerweile habe ich den zweiten Versuch gebacken. Vor lauter langem warten („warten bis sich was tut“), hatte sich oben eine Schicht gebildet, die richtig verdickt war und innen hatte sich die Flüssigkeit teilweise getrennt vom BW-Brei. Kannst du vielleicht nochmals differenzierter Was sagen zu folgendem:
    Beste Temperatur beim fermentieren, auf/neben/ohne Heizkörper, ca. Ausdehnung des Gesamt Volumen beim Gehen in % (mein Teig hat sich vielleicht um 2-4 % ausgedehnt)?! Könnte eine Kunststoffschüssel mit Abdeckung das austrocknen der oberen Schicht verhindern? P.S.: Im Grunde habe ich echt ganz schön Küchen- und Backerfahrung. Aber das ist schon ne´ harte Nuß…

    • Hallo Tom,

      ich habe das Brot schon sehr oft gebacken und kann mir nicht erklären, wieso es bei dir nicht funktioniert.

      Ich bin eine Hausfrau, die nach Gefühl backt und kocht und nicht so er Typ für wissenschaftliche Abhandlungen. Ich lasse den Teig bei Zimmertemperatur oder im Ofen ruhen. Versuch es doch einfach mal mit dem Abdecken, sicherlich wird das das Austrocknen verhindern. Ich backe ihn, wenn er „sich bewegt“, die Volumenvergrößerung ist dazu für mich nebensächlich.

      Beste Grüße,
      miho

  9. Liebe Michaela,

    endlich habe ich es geschafft das Rezept auszuprobieren. Ich hab den Teig auch länger stehen gelassen, bis ich eine Blase entdeckt habe. Das Brot hat aber nun einen leicht bläulichen/grauen Stich, ist recht klitschig und schmeckt so säuerlich wie der Teig roch. Ist das so richtig? Hab noch nie fermentiertes Brot gebacken… Danke und liebe Grüße

    • Liebe Kerstin,

      den säuerlichen Geruch hatte ich auch und die Farbe war auch eher ins gräuliche. Wenn der Teig nicht schimmelig war, dann müsste alles in Ordnung sein.
      Probier einfach einmal eine Scheibe und schau, wie es dir bekommt.

      Alles Liebe,
      miho

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